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Sparen Sie mit!

Der Klimawandel, die explodierenden Energiepreise und der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine stellen uns vor große Herausforderungen – auch beim Wohnen. Umso wichtiger ist es, Energie einzusparen, den Stromverbrauch und CO2-Ausstoß zu senken – ebenfalls im Gebäude und Ihrer Wohnung. Vorrangig muss der Gasverbrauch geringer werden.

Die WGW ist längst dabei, die Einstellungen an den Heizungen zu optimieren. Neben unseren laufenden energetischen Modernisierungen, erneuerten Heizungsanlagen und verbesserten Einstellungen helfen Ihnen folgende Tipps zum Energiesparen in Ihrer Wohnung. Was Sie selbst unternehmen können, erklären Energieprofis der Wohnungswirtschaft Deutschlands (GdW) sowie von der Stadt Hamburg und den Verbraucherzentralen.

Clever heizen

20 bis maximal 22 Grad reichen in der Regel

Heizenergie macht den größten Anteil des Verbrauchs im Haushalt aus. In der Heizperiode sind 20 bis maximal 22°C konstante Raumtemperatur ausreichend. Um Umwelt und Geldbeutel zu schonen, sollte man die Wohnung auf keinen Fall so stark heizen, dass man im T-Shirt darin sitzen kann.

Mit einer Einstellung des Heizkörperventils zwischen 2 und 3 erreicht man etwa 18 Grad. Bei der Einstellung 3 in allen Räumen haben Sie eine konstante Wärme von 20 Grad. Foto: WGW

Kleine Dinge, große Wirkung

Wenn Sie beispielsweise die Temperatur in allen Räumen um ein Grad senken, etwa von 21 Grad auf 20 Grad, können Sie Ihre Heizkosten bis zu sechs Prozent und auch den CO2-Ausstoß verringern.
Nicht zu heizen ist allerdings keine Lösung: Denn je stärker eine Wohnung auskühlt, desto größer ist die Gefahr der Schimmelbildung.

Heizkörper nicht dauerhaft auf Null stellen

Drehen Sie die Heizkörper in regelmäßig benutzten Räumen während der Heizperiode nicht ganz ab. Wenn Räume auskühlen, sinken die Wandtemperaturen, Feuchtigkeit kann sich an den Wänden absetzen. Eine Einstellung von 2,5 ist ideal.

Wärme-Abgabe ermöglichen

Heizkörper sollen frei gehalten werden, so dass sich Wärme rasch im Zimmer verteilen kann. Verkleidungen, davorstehende Möbel oder lange Vorhänge sind ungünstig, da sie Wärme schlucken und nicht ins Zimmer lassen.

Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen schließen

Kühlere Räume sollten nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden. Sonst gelangt nicht nur Wärme, sondern auch Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum. Die relative Luftfeuchte im kühleren Raum steigt und fördert so das Wachstum von Schimmelpilzen, da sich die Feuchtigkeit an kühlen Wänden absetzen kann.

Eigenes Verhalten

Überlegen Sie sich, was Sie eventuell an Ihrem Verhalten ändern können: etwa beim Warmwasser- und auch Wasserverbrauch. Ob beim Einseifen beim Duschen oder beim Zähneputzen – lassen Sie Wasser nicht ungenutzt laufen.
Vielleicht stellen die Temperatur beim Duschen auch etwas kühler ein. Oder Sie waschen sich öfter mal mit kaltem Wasser und Seife die Hände. Denn die Wassertemperatur hat laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung keinen Einfluss auf das Verringern von Mikro-Organismen, sondern die Dauer des Händewaschens.

Eine schlechte Angewohnheit: Trinkwasser laufen zu lassen, während man sich die Zähne putzt oder die Hände einseift. Dafür ist Wasser viel zu wertvoll. Foto: WGW

Gut lüften

Alle Räume lüften

Trockene Frischluft spart Energie, da sie sich schneller erwärmt als feuchte verbrauchte Luft. Sie sollten also mindestens nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen stoßlüften, um die gesamte Raumluft auszutauschen. So wird auch verhindert, dass sich die beim Schlafen freigewordene Feuchte in Wände und Möbel setzt. Größere Mengen an Wasserdampf durch Kochen und Duschen sollten Sie sofort durch ein offenes Fenster ins Freie lüften.

Wichtig:
Die Tür zum Raum muss währenddessen geschlossen bleiben.

Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen

Mit gekippten Fenstern verschwenden Sie unnötig Energie, wenn sie lange Zeit gekippt bleiben. Effizienter ist es, die Fenster mehrmals am Tag für einige Minuten zum Stoß- und Querlüften ganz weit zu öffnen, am besten mehrere gleichzeitig. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch. Bei Frost reichen maximal fünf Minuten, in der Übergangszeit 10 bis 15 Minuten.

Strom sparen

Stromverbrauch

Von LED bis zur 30-Grad-Wäsche: durch Verhaltensänderungen oder eine wohlüberlegte Anschaffung lässt sich einiges einsparen, zum Beispiel: die Energiesparprogramme nutzen und Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll laufen zu lassen.
Auch ein Anbieterwechsel kann sinnvoll sein. Die „Hamburger Energielotsen“ der Verbraucherzentrale Hamburg geben Ihnen Hinweise, zum Beispiel darüber, welcher Ökostromanbieter tatsächlich „Öko“ ist und welcher nicht.

Aus für Licht und Elektrogeräte

Beim Verlassen eines Zimmers sollten Sie das Licht und die Elektrogeräte immer ausschalten. Überlegen Sie genau, ob das Licht wirklich überall brennen muss und ob Sie das laufende Elektrogerät, etwa ein Radio, gerade benötigen.
Überlegen Sie auch tagsüber, ob Sie ein Lampe benötigen oder das Tageslicht reicht.

Standby-Modus

Lassen Sie Fernseher und andere Elektrogeräte nach der Nutzung nicht im Standby-Modus, sondern schalten Sie alles aus. Ladegeräte können übrigens auch dann Strom verbrauchen, wenn sie nur in der Steckdose stecken, aber kein Gerät angeschlossen ist. Am einfachsten sind Steckdosenleisten, die über einen Aus-Schalter verfügen. Es gibt auch Steckdosenleisten mit An- und Aus-Schaltern für jede Steckdose.

Kühlschränke können Stromfresser sein

Ist ihr alter Kühlschrank defekt? Ein energieeffizienter neuer kann gegenüber einem alten Gerät 150 kWh und mehr an Strom im Jahr einsparen. Bei einem Arbeitspreis von beispielsweise 35 Ct/kWh sind das ca. 50 Euro im Jahr. Achten Sie deshalb beim Kauf neuer Elektrogeräte auf die Kennzeichnung der Energieeffizienz.

Kühlschrank-Rechner (Vergleich von 4 Geräten möglich inkl. CO2-Ausstoß)
Eine Temperatur von 7 Grad im oberen Fach des Kühlschranks reicht übrigens völlig aus, beim Gefrierschrank minus 18 Grad. Wichtig: Regelmäßig abtauen, nach dem Öffnen schnell wieder schließen.

Sparen beim Backofen

Wussten Sie schon, dass man mit der Umluft-Funktion am Backofen, laut Bundesregierung etwa 15 Prozent Energie spart, beim Verzicht aufs Vorheizen etwa sechs Prozent?
Weitere Tipps mit einem Klick

Worauf Sie beim Neukauf achten sollten

Bei jedem Neukauf, der auch nötig ist, sollten Sie auf den Stromverbrauch des Gerätes schauen. Eigentlich vergleichbare Geräte haben manchmal sehr unterschiedliche Energie-Verbrauchswerte, was sich in der nächsten Stromrechnung bemerkbar macht. Achten Sie neben einer hohen Effizienzklasse auch auf den konkret angegebenen Stromverbrauch in kWh pro Jahr.
Eine Übersicht zu den Energielabels erhalten Sie hier.

Gut zu wissen:
Beim Neukauf eines Herdes etwa, sollte man sich überlegen, ob man sich statt eines Cerankochfeldes ein Induktionskochfeld anschafft. Induktionsgeräte sparen bis zu 40 Prozent Energie.

Im Urlaub: Geräte abschalten

Überlegen Sie, ob Sie bei längerer Abwesenheit Kühlschrank und Eisfach leeren und das Gerät abschalten. Lassen Sie am besten während des Urlaubs nur elektrische Geräte eingeschaltet, die gebraucht werden. Allen anderen gönnen Sie eine Pause. Machen Sie vor der Abfahrt noch einen Rundgang durch die eigenen vier Wände, um kein Gebrät zu vergessen.

Eine Broschüre von der Verbraucherzentrale zu „Energiespartipps“ erhalten Sie hier als Download.

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