Wir gehen mit unserer Laterne …

… und hoffentlich auch wieder mit vielen Kindern und ihren Eltern aus der Gartenstadt sowie Nachbarn, wenn wir am 1. November 2022 zum Laternenumzug einladen. Begleitet werden wir vom Spielmannszug „Marching Drums & Flutes Orchestra“ aus Hamburg.

Pünktlich zur Adventsaktion am 6. Dezember 2022 wird uns wohl auch der Nikolaus in unserer Geschäftsstelle besuchen. Sind Sie dabei? Dann notieren Sie sich unsere Termine im Kalender. Sobald das Programm steht, erfahren Sie mehr.

Alle Wohnungen vermietet

In unseren Stellmoor-Terrassen sind alle neun Wohnungen vermietet. Die Übergaben der Wohnungen im Reihenhausstil finden Ende Oktober statt, wenn die Innenausbauten abgeschlossen sind. Dann können die glücklichen Mieter einziehen und den Blick aufs Naturschutzgebiet von Ihrer Terrasse aus genießen.

Mit den Stellmoor-Terrassen verwirklichen wir einen Traum vieler Mitglieder. Daher waren die frei finanzierten Neubau-Wohnungen im Starckweg in Rahlstedt gleich nach dem Vertriebsstart Anfang März begehrt. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Britta Elfers aus dem Mieterservice.

Bei diesen besonderen Wohnungen im Reihenhausstil war aber auch vorauszusehen, dass sie auf großes Interesse stoßen. Denn jede der neun Wohnungen mit drei oder vier Zimmern und etwa 83 oder 115 Quadratmetern auf zwei Ebenen ist vom Feinsten ausgestattet: mit Fußbodenheizung, zwei Bädern, Gartenanteil, einer Terrasse sowie Dachterrasse − und das alles mit Blick auf das Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal. Auch die Grundnutzungsgebühr mit 13,92 Euro/ pro Quadratmeter netto-kalt ist für den Hamburger Markt und einen Neubau in dieser Lage niedrig. Britta Elfers: „Wir hätten zwar gern einen noch niedrigeren Preis angeboten, aber das geht leider nicht“. Denn es war nur eine begrenzte Anzahl an Wohneinheiten zulässig, die zu einer geringeren Ausnutzung der Fläche als ursprünglich geplant geführt hat. Schließlich waren auch wegen des benachbarten Naturschutzgebietes die Anforderungen hoch. Die Dächer etwa sind begrünte Dächer.

Das Gesamtpaket überzeugt. So haben sich schnell Mitglieder gefunden, die das Besondere der Stellmoor-Terrassen schätzen. Gibt es doch kaum Wohnungen in dieser Größe, die sich bestens für Familien und Paare eignen. Noch bevor auf der Baustelle irgendetwas zu sehen war, hatte Britta Elfers daher schon viele Interessenten auf ihrer Liste. Einige WGW-Mitglieder haben bereits eine Reservierung. Die ersten freuen sich schon auf ihr neues Zuhause: „Es ist unglaublich. Auch wenn wir es uns gewünscht haben, konnten wir es kaum fassen, die Zusage zu erhalten, in einen so naturgebundenen Neubau zu ziehen“, sagt Pascal Marquardt.

Geht alles weiter nach Plan, ist es im Herbst soweit. Aber erst einmal waren die Glücklichen gespannt auf die erste Innen-Besichtigung im Juni – mit der Bemusterung der Fliesen und Böden und auch darauf, wie die Räume wirken. Beim Sommerfest Ende August haben sich schon einige Nachbarn kennengelernt und Ihr künftiges Zuhause mit der fertigen Böden angesehen. Jetzt können sie den Einzug kaum erwarten.

Auf Frieden hoffen

Die Ukrainerin Olena kam vor sechs Monaten, am 1. März 2022, mit ihren zwei Kleinkindern und ihrer Schwiegermutter nach Hamburg. Einige Wochen lebten sie bei ihrer Schwester und ihrem Schwager, jetzt in einer WGW-Wohnung. Uns haben sie erzählt, was sie erlebt haben und wie sie sich fühlen.

Ein Mädchen und ein Junge krabbeln munter auf der Puzzlematte im Wohnzimmer. Die Zweijährige sitzt auf Omas Schoß, lauscht müde ihrer Mutter mit Tante und Onkel. Kaffee
steht auf dem Tisch, etwas Süßes. Wie es scheint, ein normaler Familiensonntag. Nur: Für diese Familie ist das nicht so. Das, was sie unter „normal“ verstehen, endete am 24. Februar im westlichen Randgebiet von Kiew.

In dieser Nacht sind Olena, ihr Mann und ihre beiden Kinder von Explosionen aus dem Schlaf gerissen worden. „Wir hätten nie gedacht, dass Russland wirklich angreift“, sagt die 34-Jährige. Dann fielen in der Nähe Bomben und für das Paar war klar: „Wir müssen die Kinder in Sicherheit bringen.“ Innerhalb einer Stunde saßen die Vier im Auto. Mit dem Hauskater und dem Nötigsten im Gepäck machten sie sich auf zu seiner Mutter Vira, danach Richtung Polen. Eigentlich ist die Strecke in drei Stunden zu schaffen. An diesem Tag kamen sie erst nach acht Stunden an und so sollte sich ihr Fluchtweg fortsetzen. „Die Straßen waren voll“, erzählt Olena. „Bis zur Grenze haben wir drei Tage gebraucht.“ Mit einem fünfmonatigem Baby und einem zweijährigen Kind auf dem Rücksitz und der ständigen Angst, beschossen zu werden.

Drei Tage, die auch ihre Schwester Tetiana Braitkraits und Schwager Peter Jordan viel Kraft gekostet haben. Das ständige Warten auf eine Nachricht von Olena und ihren Lieben. Das Hoffen und Bangen, dass ihnen nichts passiert. „Es war schlimm“, sagt die 37-Jährige. Erst als die Familie bei ihnen in Hamburg ankam, löste sich die Nervosität. Ganz ist sie jedoch nie verschwunden. Denn Olenas Mann musste wie viele andere ihnen nahestehende Menschen in der Ukraine bleiben.

Olena war in der Ukraine Teamleiterin einer Logistik-Abteilung. Jetzt lernt die studierte Buchhalterin und Wirtschaftsprüferin mit Nachdruck Deutsch, um sich schnell eine Arbeit suchen zu können. Ihre Töchter vermissen den Papa sehr. Vor allem ihre Große, die früher täglich mit ihm gespielt hat. Seit dem Krieg läuft sie mit Mamas Handy weg, wenn er anruft, damit sie ihn mal ein paar Minuten für sich allein hat. Trotzdem sprechen sie von Glück. Schließlich konnten sie bei der Familie unterkommen.

Ohne groß darüber zu reden, spendeten Nachbarn, Freunde und Bekannte sofort Spielzeug, Kleidung, Windeln. Und dann wurde auch noch eine Zwei-Zimmer-Wohnung der WGW frei, nur wenige Hauseingänge entfernt. Da sich bei den Mitgliedern keine Interessenten fanden, hatte Kirsten Leisner aus dem Mieterservice eine Idee. Sie kannte die Geschichte und half den Ukrainern. Nach kurzer interner Abstimmung, konnte die Familie in ihr neues Heim einziehen. Für diese Chance sind sie sehr dankbar. Wie es weitergeht? Mal sehen. „Wir alle leben für den nächsten Tag und versuchen für die Kinder stark zu sein“, sagt Olena, „einen Plan B gibt es nicht. Wir werden erst aufatmen, wenn in der Ukraine wieder Frieden herrscht.“

Familie als Ruhepol: Olena (li.) mit ihrer Schwiegermutter und den Kindern. Ihre Schwester und
ihr Schwager haben den Vieren zum Start einen Unterschlupf in ihrer Wohnung gegeben. Foto: Hermann Jansen

Durch die Stadt stromern

Klimafreundlicher durch Hamburg: Mit dieser Idee hat die WGW bereits vor einigen Jahren ihren Fuhrpark auf Hybrid-Fahrzeuge umgestellt. Jetzt wurde ein Wagen für Außentermine und Besorgungen gesucht, für die das Dienst-Fahrrad nicht mehr ausreicht. Angeregt hatte das Britta Elfers in der Umweltgruppe: „Wichtig war uns, dass er ressourcenschonend und wendig ist.“

Im Juli kam der „Kleine“ endlich an. Alle Mitarbeiter im Mieterservice, die bisher kein Dienstfahrzeug hatten, nutzen jetzt das Auto. Jeder hätte gern gleich eine Runde
gedreht. Aber bevor es losging, standen ein Online-Test mit Prüfung sowie eine Unterweisung auf dem Programm. Gleich nach seiner ersten Tour war Torsten Schien begeistert: „Ganz schön flott und angenehm leise!“ sagte er.

Nach bestandener Online-Schulung freut sich der Mieterservice aufs neue E-Auto (v. re.): Miriam Hartwig, Kirsten Leisner, Torsten Schien, Marie-Kristin Ertl und Laura Zick. Foto: Reimo Schaaf

Danke, Dirk!

Seine letzten Arbeitstage hat er hinter sich. Seit Ende August 2022 genießt Hauswart Dirk Lübke seine Rente.

Schon in zwei Jahren könnten die WGW und ich „Rubinhochzeit“ feiern. Dirk Lübke hat aber etwas anderes vor. „Ich werde 64 und freue mich darauf, den Tag mal gemütlich angehen zu können.“ Für ihn bedeutet das: Einen ausgedehnten Spaziergang in aller Herrgottsfrühe mit Hütehund-Mix Bob zu machen und danach ausgiebig mit seiner Ehefrau Gitte zu frühstücken.

In den vergangenen fast 50 Jahren war das im Alltag nicht denkbar. Um 7 Uhr öffnete er bereits den ersten Farbeimer, später den Werkzeugkasten. Bei der WGW fing er 1984 an. „Erst als Maler und Lackierer“, erzählt er. Damals war alles noch anders organisiert. „Wir waren ein kleines Team, auch ein Tischler gehörte dazu.“ Anstelle von Büros hatten sie einen Regie-Hof im Gartenstadtweg, dort, wo heute der Kirschblütenhof steht, unsere seniorengerechte Wohnanlage. Anfang der 90er Jahre wurde umstrukturiert und Dirk Lübke zum Hauswart.

„Ich bin absolut zufrieden mit meinem Berufsleben“, resümiert er. Auch wenn es anfangs mit viel Fahrerei verbunden war – die Gebiete waren größer eingeteilt als heute, aber die Arbeit war genau sein Ding. „Es ist viel abwechslungsreicher und man weiß morgens nie, was ansteht. Das gefällt mir.“ Auf den letzten Drücker hat er dann doch etwas gestöhnt, als er kurz vor seiner Rente noch große Projekte als Hauswart begleitet hat, etwa die Modernisierung der Gebäude in der Saseler Straße. Aber er hat es immer mit viel Engagement gemacht. Ganz besonders mochte er den Kontakt zu den Mitgliedern. „Das wird mir auch fehlen.“

Glücklicherweise bleibt keine Zeit für Traurigkeit. Denn seine Frau und er sind momentan in Dänemark − Pilze sammeln, kochen, backen und die Natur entdecken, gemeinsam mit Hund Bob. Einen gesunden und fröhlichen Unruhestand wünscht Vorstandsvorsitzende Christine Stehr. „Wir werden die verlässliche, hilfsbereite und herzliche Art von Dirk Lübke sehr vermissen.“

„High Five“ auf seiner letzten Baustelle im Rübenkamp in Ohlsdorf: Dirk Lübke und Kollegin Eva Janta.
Foto: WGW

Hamburg im Fokus

Seine neuen Hamburg-Fotografien präsentiert unser Mitglied und Fotograf Andreas Haufe ab November in unserer Geschäftsstelle – parallel zum Erscheinen seines Kalenders 2023.

Was hat Sie ins Reich der Fotografie verschlagen?
Andreas Haufe: Ich habe an der HAW Kommunikationsdesign studiert. Im Laufe des Studiums habe ich vieles ausprobiert und gemerkt, was mir am meisten Spaß macht. Ich habe mich dann auf Fotografie spezialisiert und als Diplom-Fotodesigner abgeschlossen.

Wie entwickeln Sie Ideen für Motive?
Ich bin naturverbunden und gern mit dem Rad unterwegs. Ich möchte Landschaft, Architektur, Licht und Wetter in etwas Bleibendes umsetzen. Festhalten, was ich in dem Moment empfinde – zur perfekten Zeit am richtigen Ort. Das finde ich spannend. Als reinen Künstler habe ich mich nie gesehen, Fotografieren ist für mich auch eine Menge Handwerk.

Können Sie das an einem Beispiel erklären?
Ja, ich habe die Elbphilharmonie fotografiert, im Vordergrund die U-Bahnlinie U3. Eine Front des Gebäudes bekommt neun Monate im Jahr Gegenlicht, nur im Juni und Juli flaches seitliches Licht bei Sonnenuntergang. Diese Reflektion wollte ich einfangen sowie den Kontrast zwischen der statischen Elphi und der Bewegung der Bahn.

Werden Sie beim Fotografieren angesprochen, wenn Sie auf den richtigen Moment warten?
Ja, manche sind interessiert und fragen nach der Technik oder dem Motiv. Andere fragen misstrauisch nach, etwa wenn ich lange vor Unternehmensstandorten mit Stativ stehe, dann wird Industriespionage vermutet.

Sie produzieren einen Hamburg-Kalender, auch wieder für 2023. Wie kam es dazu?
Meinen Hamburg-Kalender produziere ich seit 13 Jahren im Eigenverlag. Erst dachte ich, nach zwei Jahren höre ich auf, aber die Motive sind lange nicht ausgeschöpft. Die Fotos darin sind ein Mix aus Grün und Architektur. Was immer dabei sein muss: Hamburg-Typisches. Aber ich versuche Postkartenmotive zu vermeiden. Ein Beispiel: Den Michel habe ich nicht direkt fotografiert, sondern als Spiegelung in einer Hausfassade.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Bilder für den Kalender aus?
Ich gehe nach dem Ausschlussprinzip vor. In erster Linie müssen sie mir gefallen, sich ergänzen, eine gute Mischung sein – in den passenden Monaten aufgenommen sowie verschiedene Stadtteile und unterschiedlichen Lichtsituationen beinhalten. Wenn ich meine Auswahl getroffen habe, zeige ich sie meiner Familie und Freunden und genieße die Freiheit, dann die zwölf Fotos zu nehmen, von denen ich am meisten überzeugt bin.

Die Elphi im Blick: Andreas Haufe vor einem seiner Motive in Hamburg. Foto: privat

Großes Ohrenkino

Drei Klassen mit 73 Schülerinnen und Schülern, ihren Lehrerinnen sowie ein mitreißender Kinderbuch-Autor: Ende Juni luden wir zum Hamburger VorleseVergnügen ein und hatten endlich wieder volles Haus.

Pandemiebedingt war voriges Jahr nur eine Schulklasse im Saal, dieses Mal waren es drei. Das freute Dorothea Köhler. „Die Kinder sind alle Leseratten und hätten gern früher teilgenommen“, erzählte die Klassenlehrerin der 4b von der Grundschule Richardstraße. „Ich habe es aber nie geschafft, Tickets zu bekommen.“

Das Warten hat sich gelohnt. Denn mit Thomas J. Hauck durften sie einen Tausendsassa erleben. Bildender Künstler, Regisseur, Schauspieler, Clown und ausgezeichneter Autor von Kinderbüchern, Theaterstücken und Drehbüchern – der 64-Jährige fesselte mit Gesten und großartiger Mimik sein Publikum im Nu an den Stuhl. Der Süddeutsche hatte seine erste Abenteuer-Geschichte mitgebracht: „Der Mann mit dem Raben“. Eine Auftragsarbeit der Stadt Fulda. „Anfangs wusste ich nicht, was ich schreiben soll.“ Dann erfuhr er von einem mittelalterlichen Mönch mit einem Raben auf der Schulter, von unterirdischen Gängen, einer Heiligen in einem Steingrab – und schon war die Dachziegelbande geboren. Eine Mädchenbande, die einem Geheimnis auf die Spur kommt.

Wie wichtig das Lesevergnügen für die WGW ist, betonte Vorstandsassistentin Susanne Scholze: „Lesen ist das Tor zum Wissen. Daher liegt es uns am Herzen, Kindern durch das Vorlesen bei uns im Saal den Zugang zu Büchern zu erleichtern.“ Zum Schmökern überreichte sie jeder Klasse eine Ausgabe als Geschenk. Der Autor der „Dachziegelbande“ wird sich wohl davon verabschieden müssen, dass er im Norden bisher noch als Geheimtipp galt.

Zur Fotogalerie unter „Mitglieder“

Fotos: Reimo Schaaf

Gewinnspiel: Findet 10 Fehler!

Im Bild entdeckt Ihr mehr als zehn Fehler. Welche sind es in unserem Wimmelbild? Viel Spaß beim Suchen! Wer mindestens 10 Fehler im Bild findet, kann schöne Preise gewinnen.
Mit Fehlern sind Verhaltensweisen von Mietern gemeint, die rücksichtslos gegenüber anderen Menschen sind – ob im Mietshaus oder der Grünanlage. Manches Verhalten ist sogar gefährlich oder auch ganz und gar nicht umweltfreundlich.

Die Stadtreinigung Hamburg hat für die Rätselfreunde unter unseren Mitgliedern tolle Sachen vorbeigebracht. Druckt das Bild aus oder macht ein PDF daraus, kringelt die gefundenen 10 Fehler ein und schickt es uns per Post oder online (christine.watz@gartenstadt-wandsbek.de). Vergesst Eure vollständigen Kontaktdaten nicht. Wir freuen uns auf Eure Lösungen. Teilnehmen können Mitglieder der WGW, deren Kinder und Enkel.

Das geht gar nicht… Die ganz Schlauen unter Euch finden sogar 15 Fehler, wetten? Illustration: Detlef Surrey




Fast wie früher

In diesem Jahr brauchten wir zum Glück kein schriftliches Umlaufverfahren vorher und später im Jahr noch eine „Light Version“, denn die Ordentliche Vertreterversammlung 2022 fand endlich fast wieder wie gewohnt statt. Diesmal trafen wir uns am 19. Mai im Musiksaal des Besenbinderhofes. Wir hatten uns für einen externen Veranstaltungsort entschieden, um großzügig Abstände einhalten zu können.

Das Protokoll der Ordentlichen Vertreterversammlung finden Sie in der Rubrik „Mitglieder“ unter „Vertreterversammlung“. Den Jahres- und Geschäftsbericht 2021, der im Juni erschienen ist, können Sie unter „WGW in Zahlen“ einsehen.

Foto: Hermann Jansen

Mach es wie die Sonnenuhr …

… zähl die heiteren Stunden nur. Gemeinsam mit Hans-Peter Siebert als Ehrengast haben wir am 29. April unsere neue Sonnenuhr vor der Geschäftsstelle eingeweiht.

Das Geheimnis wird gelüftet. Fotos: Hermann Jannsen

Zugegeben − es hat eine Weile gedauert, bis die zündende Idee da war. Etwas Beständiges sollte es sein, etwas Nachhaltiges und etwas, was eine bleibende gedankliche Verbindung zu einem Menschen herstellt, der einen großen Teil seines Lebens mit unserer Genossenschaft verbunden hat. „Damit habe ich nicht gerechnet. Es war eine große Überraschung und ehrt mich sehr“, sagt Hans-Peter Siebert nach der Einweihung.

Von seinem Lebenswerk würde Hans-Peter Siebert nie sprechen, nach über 30 Jahren Gartenstadt Wandsbek kann man es allerdings kaum anders nennen. Dabei hatten wir seinen eigentlichen Abschied bereits im Jahre 2012 gefeiert. Als er sich entschied, das aktive Berufsleben als Vorstandsvorsitzender zu beenden und endlich mehr Zeit für Familie, Haus und Garten und andere Leidenschaften, die vom Segeln bis zum Treckerfahren reichen, zu haben. Doch niemals geht man so ganz, und so blieb uns Hans-Peter Siebert glücklicherweise im Anschluss an diese Zeit als Mitglied des Aufsichtsrates erhalten. Als Mensch und mit seinem unerschöpflichen Vorrat an Erfahrung und Wissen. Dabei war der wohlwollende, aber leicht sorgenvolle Blick über die Schulter des neuen Vorstands nie sein Ding. Mit der Übergabe des Staffelstabes an seine langjährige Kollegin Christine Stehr wusste er seine Genossenschaft auch zukünftig in guten Händen.

In seiner Aufsichtsratstätigkeit nicht mehr ganz so tief in die Themen einzusteigen, war für ihn dann doch ungewohnt. „Man legt ja das Interesse nicht einfach ab“, so Hans-Peter Siebert. „Als von den Mitgliedervertretern direkt gewähltes Organ, ist es genauso Aufgabe des Aufsichtsrates, sich für die Belange der Genossenschaft einzusetzen, wie die des Vorstandes. Auch in dieser Funktion muss es daher Menschen geben, die wirklich das Ganze im Blick haben, anstatt nur eigene Ziele zu verfolgen.“ Dass Hans-Peter Siebert in seiner Zeit als Aufsichtsrat dann noch zweimal einsprang, um das fehlende zweite Vorstandsmitglied zu ersetzen, war nicht Teil des Planes. Für ihn selbstverständlich, dass
er es dennoch tat – weil er gebraucht wurde und weil man einander im Team eben nicht hängen lässt. 2021 ging er dann doch so ganz. Mit der Bestellung von Eduard Winschel war der Vorstand wieder komplett und mit vollendetem 70. Lebensjahr war eine Aufsichtsratstätigkeit satzungsbedingt nicht mehr möglich. Die wollte er auch gar nicht mehr, denn irgendwann muss es ja einfach mal gut sein mit dem Arbeitsleben.

Bis heute denken wir an diese Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wenn man so lange miteinander gearbeitet hat“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Niels Bossow, „dann hat man soviel erlebt und geschafft und doch gleichzeitig noch so viel vor. Schließlich macht es in einem guten Team auch einfach Spaß, gemeinsam etwas für die
Zukunft zu entwickeln.“ Und so bleibt wieder ein wenig Trennungsschmerz und auch ein Blick zurück. Aber nicht wehmütig, sondern mit Freude über das, was man erreicht hat. Denn kaum jemand kann es besser einschätzen als Hans-Peter Siebert, welche Entwicklung unsere Genossenschaft in den über 30 Jahren seines Wirkens genommen hat.
Anders gesagt: Ohne ihn wäre die Gartenstadt Wandsbek einfach nicht das, was sie heute ist.

Für uns ist Hans-Peter Siebert heute nicht einfach jemand, dessen Erfolge und Verdienste wir aufzählen möchten. Er bleibt untrennbar mit uns verbunden – als Macher und Wegbegleiter, als Realist und Visionär, als immer verlässliche Größe, Kollege und Freund. Christine Stehr: „Wir wünschen uns, dass immer eine gedankliche Verbindung zu ihm bleibt. Und die gibt es jetzt – mindestens bei Sonnenschein!“
Für seinen lang ersehnten und verdienten Unruhestand wünschen Vorstand, Aufsichtsrat und alle Mitarbeiter der Genossenschaft Hans-Peter Siebert viele heitere Stunden!