Die Vermietung läuft

Los geht’s mit der Vermietung für die Wohnungen im neuen Lesserhuus. Jetzt können Sie sich für eine dieser Neubau-Wohnungen bewerben, die im Frühling 2022 fertiggestellt sein sollen.

Die Wohnungen im Erdgeschoss und Obergeschoss haben zwei Zimmer mit Terrasse bzw. Balkon, die Dachgeschosswohnung 2,5 Zimmer mit Dachterrasse. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen ca. 50 und 67 Quadratmetern.

Ansprechpartner ist unser kaufmännischer Sachbearbeiter Timo Stark, dem Sie die Bewerbung per E-Mail zukommen lassen können. Interessiert? Dann klicken Sie sich weiter zum Exposé und dem Bewerbungsformular.

So soll das neue Siedlungshaus 2022 aussehen: Straßen- und Gartenseite des Gebäudes.

Frühlingsblüher pflanzen

Wollen Sie mit uns im Oktober Blumenzwiebeln setzen? Denn im Herbst sollte man bereits ans Frühjahr 2022 und an die Insekten denken. Die Blumenwiesen blühen erst im späten Frühling und Sommer und vorher finden Hummeln, Bienen und andere Insekten oft nur wenig Nahrung. Das wollen wir ändern und gemeinsam mit Ihnen Zwiebeln von Frühblühern einpflanzen, die jährlich wiederkommen: Krokusse, Blausterne und Wildtulpen sowie Hyazinthen, Winterlinge und Narzissen. Sie sind wichtige Nektarquellen, etwa für die Wildbienen, die nach dem Winter ausgehungert sind. Auch die Hummelköniginnen, die überwintert haben, brauchen früh Pollen und Nektar. Sie fliegen bereits ab zwei Grad und suchen nach Nahrung.
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir in verschiedenen Anlagen vom 18. bis Oktober, jeweils um 14 Uhr, Blumenzwiebeln einsetzen. Dafür suchen wir Mitglieder bzw. Hobbygärtner und solche, die es werden wollen, oder einfach Spaß an unserer Aktion haben.

Haben Sie Interesse? Dann mailen Sie an
christine.watz@gartenstadt-wandsbek.de oder schreiben uns per Post.

Foto: WGW

Tablet statt Klemmbrett

Die WGW wird digitaler, denn für Wohnungsabnahmen und -übergaben nutzen unsere Hauswarte jetzt Tablets. Auf Dauer spart das Zeit und Papier und ist außerdem ein Servicegewinn für unsere Mitglieder.

Markus Krause hockt vor der Badewanne, um den Zählerstand der Wasseruhr zu notieren. Routine für den erfahrenen Hauswart. In den vergangenen zehn Jahren hat er das unzählige Male gemacht. Bisher allerdings mit Stift auf Papier und vielen Durchschlägen. Heute mit Finger auf dem Tablet.

„Das ist die sechste Wohnung, in der ich das Protokoll digital anfertige“, erzählt er mit Blick auf den Bildschirm. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich, mit ausklappbaren Auswahllisten, Checkboxen, Ausfüllfeldern und Platz für Notizen. So kann sich ein Neuling schnell zurechtfinden. Wenn man auch, aufgrund der Fülle an Punkten, anfangs etwas mehr Zeit benötigt. Markus Krause klickt sich längst souverän und schnell durch die App. Das hat einen Grund: Bei der WGW gehört er zu den Pionieren in Sachen digitale Protokolle. Gut ein Jahr hat er gemeinsam mit Abteilungsleiter Matthias Demuth, der kaufmännischen Sachbearbeiterin Kirsten Leisner und Hauswart-Kollege Stefan Wichern daran gearbeitet, das Projekt zum Laufen zu bringen.

Bei Null mussten sie zwar nicht anfangen, aber: „Wir hatten eine vorgefertigte App, die
an unsere Bedürfnisse angepasst werden konnte“, erklärt Kirsten Leisner. Klingt einfach, war jedoch sehr viel Arbeit. Da die App für jede Art und Größe von Wohnungsunternehmen entwickelt worden ist, war einiges überflüssig. Mindestens genauso viel fehlte aber auch. Das alles musste erst einmal zusammengetragen, von den Entwicklern angepasst und schließlich kontrolliert werden. „Das war enorm zeitintensiv“, sagt Kirsten Leisner, „weil wir selbst nichts in der App ändern können.“ Nun sind sogar schon alle Heizungsarten erfasst, mit denen die WGW-Häuser ausgestattet sind. Jeder einzelne Raum in den über 3.200 Wohnungen kann angeklickt werden, die Ausstattungsmerkmale sind alphabetisch sortiert.

Die vierköpfige Arbeitsgruppe kümmerte sich allerdings nicht nur um die Inhalte der App. „Wir haben auch unsere Kolleginnen und Kollegen geschult“, erzählt Kirsten Leisner. Übrigens nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. „Zum Ausprobieren und
Üben sind wir in Wohnungen gegangen, die gerade leer standen.“ Dort wurden so lange
Vorabnahmen, Abnahmen und Wohnungsübernahmen simuliert, bis alles reibungslos lief.

Fotos: Hermann Jansen

Markus Krause hält Paula Vallejo das Tablet hin. Ehemann John Molina schaukelt Baby Freddy Lucas auf dem Arm. Den Rundgang durch die großzügige Vier-Zimmer-Wohnung
in Harburg haben sie gerade beendet. Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift auf dem Protokoll, dann können sie mit ihren Kindern einziehen.

Paula Vallejo schreibt mit ihrem Zeigefinger ihren Namen auf das Tablet. „Oh, nein!“, sagt sie lachend, als sie das etwas krakelige Ergebnis sieht. „Ach, das ist völlig in Ordnung“, beruhigt Markus Krause, drückt auf den Sende-Button und schickt das Protokoll auf den
WGW-Server, zum Mieterservice ins Archiv. „Hamburg Wasser hat jetzt auch eine E-Mail
über den Zählerstand erhalten“, informiert er das junge Paar. John Molina ist begeistert.
Dass er das Protokoll bereits als E-Mail erhalten hat, sieht er auf seinem Handy. Dass er
sich aber nicht mehr um die Zählerstände von Strom und Wasser kümmern muss, findet er
noch besser.

Wäre er nicht ohnehin schon überzeugt, dann spätestens jetzt. Als Kundendienst-Techniker
arbeitet er ebenfalls mit Tablet und kennt die Vorteile. „Es ist viel sicherer als auf Papier“, erklärt er. „Alles läuft sofort auf dem Firmenserver auf. Die Unterlagen liegen nicht im Auto herum, so kann nichts verlorengehen oder von Fremden eingesehen werden.“ Auch der Umweltaspekt gefällt Molina an der Methode. „Man kann sich aussuchen, ob man das Protokoll als E-Mail haben möchte oder lieber als Brief per Post“, erläutert Hauswart Krause. Immer mehr Mitglieder tendieren zur Mail, was auf längere Sicht Papier spart.

Vor der Wohnungstür tauscht Markus Krause sein Tablet gegen den Akku-Schrauber. Flugs wechselt er das Türschloss und übergibt die Schlüssel dem strahlenden Paar. Alles läuft
eben doch noch nicht digital.