Was gibt's Neues bei der WGW?

 

Aktuelles, Informatives, Wichtiges, Unterhaltsames…hier können Sie alles nachlesen!

Trickbetrüger unterwegs

In der Gartenstadtsiedlung sind aktuell Betrüger unterwegs, die sich bei unseren Mitglieder als Handwerker der WGW ausgeben.

Ein Trickbetrüger hat sich so Zugang in die Wohnung eines Mitglieds verschafft und dort Schmuck gestohlen. Das Ablenkungsmanöver in diesem Fall: Der falsche Handwerker gab vor, Heizungsventile testen zu müssen. Er bat unser Mitglied, in einem anderem Raum die Heizung für diesen Test an- bzw. abzudrehen. So hatte der Dieb genug Zeit, unbeobachtet Wertsachen zu stehlen.

Es könnte sein, dass "falsche Handwerker" auch in anderen Stadtvierteln unterwegs sind.

Unsere Bitte: Gewähren Sie keinem Handwerker Zutritt in Ihre Wohnung, der nicht von der WGW angekündigt wurde. Im Zweifelsfall lassen Sie denjenigen vor der Tür warten und rufen uns in der Geschäftsstelle an (Tel. 040-696959-0), um sicher zu sein.

Handwerker-Termine der WGW werden immer mit Ihnen besprochen oder angekündigt. Entweder der Hauswart ist selbst bei Ihnen vor Ort und informiert Sie vorher, welche Firma sich melden wird oder Sie bekommen telefonisch diese Info.

Corona – Infos von A bis Z

A

Ärztliche Hilfe
Erste Anlaufstelle für Menschen mit Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Atemwegsbeschwerden ist der telefonische Kontakt zum Hausarzt.
Wenn das nicht möglich ist, wird empfohlen, sich beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon  116 117 zu melden. Wer Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatte, sollte beim Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks anrufen.

Abfall

Um ein Überquellen der Restmülltonnen zu vermeiden, ist Abfalltrennung und Abfallvermeidung wichtiger denn je - gerade jetzt, wo sich mehr Menschen als gewöhnlich zu Hause aufhalten.

Ausnahmen im Umgang mit Abfall gibt es für private Haushalte mit infizierten Personen oder begründeten Verdachtsfällen in häuslicher Quarantäne (Quelle: BMU, Umweltministerium)

App

Mit der Corona-Warn-App können Sie mithelfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Die App macht Ihr Smartphone zum Warnsystem, indem sie uns informiert, wenn wir Kontakt mit nachweislich Infizierten hatten. Sie schützt Sie und Ihre Mitmenschen.
Warum die App wichtig ist, wie sie funktioniert, und die Privatsphäre sichert, lesen Sie hier.
Wo man die Corona-App herunterladen kann? Diese und weitere Infos veröffentlicht die Bundesregierung auf der Internetseite.

B

Bearbeitungszeit
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aufgrund der aktuellen Lage manchmal etwas mehr Zeit benötigen, um Ihr Anliegen zu bearbeiten.

Bundesgesundheitsministerium
Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Hotline zum Thema Coronavirus eingerichtet: Telefon 030-34 64 65 100.
Für Hamburg gibt es eine 24-Stunden-Hotline 040-428 284 000.

Antworten zum Thema Einreise nach Deutschland und Corona-Tests finden Sie ebenfalls bei Bundesgesundheitsministerium.

Bundeskanzlerin
Die aktuellen Ansprachen von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Pressekonferenzen zu den aktuellen Bund-Länder-Beratungen finden Sie in der Mediathek der Bundeskanzlerin.

C

Corona-Virus – Covid-19
Das Robert Koch-Institut RKI hat einen Steckbrief zur Krankheit und dem Erreger sowie den Virus-Varianten veröffentlicht.

Ein Erklär-Video zum Coronavirus gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf YouTube.

Corona-Videos für Kinder gibt es ebenfalls auf YouTube, zum Beispiel:
Video 1 (BZgA, Corona-Virus)
Video 2 (BZgA, Tragen von Masken)

Corona-Warn-App
Warum die App wichtig ist, wie sie funktioniert, und die Privatsphäre sichert, lesen Sie hier.
 

D

Deutschland
Die Situation in Deutschland sowie die Fallzahlen aktualisiert das Robert Koch-Institut (RKI) regelmäßig.

E

Einkaufshilfe
Wenn Sie zu einer der Risikogruppen gehören (ältere Menschen ab 60 Jahre, Menschen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem), fragen Sie Familie und Freunde oder Nachbarn in Ihrer Wohnanlage, ob sie Ihnen Lebensmittel vom Einkaufen mitbringen. Rufen Sie an oder hängen Sie einen Zettel mit Ihrer Bitte in den Hausflur.

Lieferservice wird als Dienstleistung von verschiedenen Unternehmen angeboten, etwa Lebensmittelhändlern, Drogeriemärkten und Getränkehändlern.

Erlaubt
Die Senatskanzlei Hamburg hat zusammengestellt, was trotz der Corona-Einschränkungen im täglichen Leben und der Freizeit erlaubt ist. 

F

Freiwilliges Engagement
Wenn Sie zu keiner Risikogruppe gehören, können Sie sich in Ihrer Wohnanlage freiwillig engagieren und für andere, die das nicht können, zum Beispiel einkaufen gehen. Möglichkeiten, wie man sich ehrenamtlich engagieren kann, finden Sie auf der Plattform der Hamburger Freiwilligenagenturen.

G

Gemeinschaftssaal und Gästewohnungen
Die Gästewohnungen der WGW werden wegen der aktuellen Lage nicht an Mitglieder vermietet. Der Gemeinschaftssaal kann ebenfalls nicht für Veranstaltungen genutzt werden.

Gebiete in Deutschland, Risikogebiete weltweit
Das Robert Koch Institut zeigt auf der Website des RKI die Risikogebiete und unterschiedlich betroffenen Gebiete in Deutschland.

H

Händewaschen und Hygienetipps
Gibt es in Ihrer Wohnanlage Gemeinschaftsräume, etwa eine Waschküche oder einen Fahrradraum? Vor dem Betreten des Gemeinschaftsräume und auch des Treppenhauses bitten wir Sie darum, sich immer die Hände zu waschen.

Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind die grundsätzlichen Verhaltensweisen, auch in Bezug auf Hygienetipps und viele Infos zur Impfung, zusammengefasst:
- Abstand zu anderen Menschen halten
- kein Händeschütteln / kein direkter Kontakt
- Husten und Niesen in ein Einmal-Taschentuch oder in die Armbeuge
- die Hände für mindestens 30 Sekunden intensiv mit Seife waschen, auch zwischen den Fingern

Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt gegenüber Kindern und Frauen ist durch Corona gestiegen, da sind sich Hilfsorganisationen sicher. Zahlen belegen das zwar nicht, denn die Telefone, etwa von Frauenhäusern, laufen nicht heiß. Auch die Hamburger Polizei meldet keine gestiegenen Zahlen von Gewalttaten. Hilfseinrichtungen befürchten jedoch, dass die Gewalt stattfindet, aber hinter verschlossenen Türen.
Kostenfreie und anonyme Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene werden in diesem Flyer aufgelistet.
Unterstützung in der familiären Belastungssituation bietet ebenfalls das Familienministerium mit Hilfe-Telefonnummern.

Hamburg

Die Ausgangsbeschränkung gilt weiter: zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens. Niemand darf ohne triftigen Grund die Wohnung verlassen. Ausnahmen: Wege zur Arbeit, Gassi gehen mit dem Hund, allein draußen Sport machen.

Die  Landespressekonferenz Hamburg können Sie sich hier ansehen.

Die Regeln zur Pandemie-Bekämpfung vom gelten vorerst bis 21. Mai 2021.

 

I

Impftermine

Infos zu Impfterminen: Telefon 116 117 oder www.impfterminservice.de

Impfstoff

Über die Fortschritte der Covid-19-Impfungen informiert das Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums.

Wie die Schutzimpfungen in Hamburg ablaufen, sehen Sie hier.

Seit 27. Dezember 2020 wird in Deutschland geimpft. Mehr Infos und ein Video dazu gibt es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die wichtigsten Fragen zur Covid-19-Impfung werden dort beantwortet.


Internet

Folgenden Internetseiten bieten laufend aktualisierte Infos:
- das Gesundheitsministerium: www.zusammengegencorona.de
- das Ministerium für Gesundheitliche Aufklärung: www.infektionssschutz.de
- die Stadt Hamburg: www.hamburg.de: www.hamburg.de/coronavirus
- das Robert Koch-Institut: www.rki.de
- die WHO, Weltgesundheitsorganisation: www.who.de

J

Jeder
...Einzelne kann dazu beitragen, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Das Bundesgesundheitsministerium ruft dazu auf, einen kurzen Clip zu drehen: siehe Hashtag  #WirbleibenZuhause. Die Botschaft des Clips: „Ich bleibe Zuhause, weil …“

K

Kontakt
In Hamburg gelten folgende Kontaktbeschränkungen, nachzulesen in: Allgemeinverfügungen und Verordnungen der Hansestadt.

An allen öffentlichen Orten, auch im Freien, müssen Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu einem anderen Menschen einhalten, der nicht im eigenen Haushalt lebt. Die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen, wurde erweitert. So müssen auch etwa auf Spielplätzen Masken getragen werden, am Elbstrand und an der Alster (siehe "Maskenpflicht").Plakat_Abstand halten - klein_Neuigkeiten_NEU.jpg

Grafik (2): vnw


Kriminalität
Kriminelle nutzen die Hilfsbereitschaft und die Notlage von Menschen aus. Angeblich sind sie vom Gesundheitsamt und müssen in Ihre Wohnung. Oder sie schicken E-Mails mit Warnhinweisen zu Corona. Wer die Mails öffnet, lädt sich Schadsoftware auf den PC, Passwörter und Zugangsdaten werden abgegriffen. Vor solchen und anderen Fällen, etwa auch betrügerischen Anrufen oder falschen Internetseiten, warnt die Hamburger Polizei in einem Info-Flyer und auf der Website.

L

Lage bei der WGW
Es gibt Lockerungen in der Geschäftsstelle und den Hauswartbüros: Besuche von Einzelpersonen sind möglich, jedoch nur mit vorheriger Terminabsprache - telefonisch oder per E-Mail.
Zum Schutz unser aller Gesundheit müssen bei diesen Terminen auch Regeln eingehalten werden, die Sie hier nachlesen können.

Die Gästewohnungen und der Gemeinschaftssaal werden weiterhin nicht vermietet. Die Treffen der Gruppen im Saal und den Nachbarschaftstreffs finden nicht statt.

Die Spielplätze der Wohnanlagen sind geöffnet - unter Einhaltung der Abstandsregeln, dem Tragen einer medizinischen Maske und weiterer Regeln in Hamburg.

M

Maskenpflicht
Im  Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen etwa sind medizinische Masken Pflicht, entweder OP-Masken oder FFP2-Masken. Stoffmasken bzw. Schals und dergleichen reichen nicht aus. Das Tragen einer Maske ändert nichts an der Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern.

In Hamburg gilt eine "erweiterte Maskenpflicht" für Situationen im Freien. Eine medizinische Maske muss man immer dort tragen, wo es draußen eng ist, zum Beispiel auf Spielplätzen (Erwachsene) und außerdem an belebten Orten - am Wochenende und an Feiertagen, etwa im Stadtpark, am Alsterufer oder Elbstrand. Eine Auflistung gibt es in der Verordnung, § 10b.

Was für Kinder gilt, können Sie hier nachlesen.

Ein Merkblatt zum Tragen der Masken und den verschiedenen Arten von Masken hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgebracht. Ein Video erklärt Kindern das Thema.

 

Miete
Sind Sie in Sorge, dass Sie Ihre Nutzungsgebühr wegen der aktuellen Lage vielleicht nicht zahlen können? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren kaufmännischen Sachbearbeiter bei der WGW. Wir finden gemeinsam eine individuelle Lösung.

Alles zum Thema Wohngeld finden Sie unter dem Buchstaben W.

Hier finden Sie Informationen zum Kündigungsausschluss bei Mietrückständen aufgrund der Covid-19-Pandemie.  
Infos gibt es ebenfalls in Englisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. (Quelle: GdW)

Mitglieder und Solidarität
Welche Hilfsangebote sich unsere Mitglieder ausgedacht haben, können Sie unter "Neuigkeiten" nachlesen ("Hier wird MIETERHILFE groß geschrieben"). Für Ihre Solidarität und den Zusammenhalt bedanken wir uns herzlich!


N

Nachbarschaftstreff
Unsere Nachbarschaftstreffs in Eidelstedt und Rahlstedt sind bis auf Weiteres geschlossen, ebenso der Gemeinschaftssaal.


O

Öffnungszeiten
Die WGW ist zu den bekannten Öffnungszeiten immer für Sie da, entweder telefonisch unter 040-696959-0 oder per E-Mail erreichen Sie Ihre Ansprechpartner. Bevorzugt können Sie das Kontaktformular nutzen oder uns Ihr Anliegen auch gerne mailen info@gartenstadt-wandsbek.de, damit Sie in keiner Warteschleife landen und warten müssen.

Besuche von Einzelpersonen sind möglich, jedoch nur mit vorheriger Terminabsprache. Zum Schutz unser aller Gesundheit müssen bei diesen Terminen auch Regeln eingehalten werden.

P

Prävention
Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Liste mit Fragen und Antworten zum Thema Prävention und zur Corona-Warn-App erstellt.

Q

Quarantäne
Informationen zur häuslichen Quarantäne finden Sie im Merkblatt des Robert Koch Instituts.
(Mobile Version)

R

Rohrbruch und andere Schäden
Ob Wasserschaden oder Heizungsausfall – bitte melden Sie uns den Schaden telefonisch: entweder der WGW-Geschäftsstelle oder dem Hauswart Ihrer Wohnanlage. Zu den Geschäftszeiten erreichen Sie unseren Empfang unter Telefon 040 69 69 59-0.
Einen Schaden können Sie auch online melden.

Außerhalb unserer Öffnungszeiten wenden Sie sich bitte in dringenden Fällen an unseren Notdienst: Telefon 040 345 110.


S

Spielplätze
Die Spielplätze in unseren Wohnanlagen sind geöffnet und können von 8 bis 20 Uhr genutzt werden - unter Auflagen: Kinder unter 7 Jahren müssen von einem sorgeberechtigten oder zur Aufsicht berechtigten Erwachsenen begleitet werden.

Es gilt außerdem eine erweiterete Maskenpflicht: Erwachsene müssen auf dem Spielplatz eine medizinische Maske tragen. Die Abstandsregeln gelten weiterhin.

Steuern
Die Formulare für Steuererleichterungen wegen der Auswirkungen des Corona-Virus, etwa Anträge zur zinslosen Stundung oder Senkung von Steuern finden Sie hier.

Symptome
Kontaktieren Sie umgehend Ihr Gesundheitsamt, wenn Sie sich krank fühlen oder folgende Symptome haben: Husten, Schnupfen, infektionsbedingte Atemnot, Fieber.

T

Tiere
Tierarztpraxen sind geöffnet. Infos zu Haustieren wie Hunden und Katzen erhalten Sie auf hamburg.de

U

Umzug
Ist bei Ihnen ein Umzug geplant, der nicht mehr verschoben werden kann? Professionelle Umzugsunternehmen dürfen – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln – Umzüge durchführen. Ein privater Umzug ist unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie mit Alltagsmaske erlaubt.

V

Verordnung
Die jeweils aktuelle Verordnung zur Änderung der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmung können Sie hier einsehen.


Videobotschaft

Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher äußert sich regelmäßig mit einem Statement zu den Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz.

Den Link zur Landespressekonferenz vom 27. April finden Sie hier.

W … bis Z

Weltweite Zahlen
Zahl der Erkrankten weltweit


WGW
In der Geschäftsstelle und den Hauswartbüros sind Besuche von Einzelpersonen möglich, wenn es dringend nötig ist. Sprechen Sie deswegen vorher mit Ihrem WGW-Ansprechpartner und vereinbaren immer einen Termin - telefonisch oder per E-Mail.
Zu Ihrem und unserem Schutz müssen bei diesen Terminen Regeln eingehalten werden. Lesen Sie hier, was Sie bei Ihren Besuchen bei uns beachten müssen.


Wohngeld
Wer sich aus eigener Kraft keinen angemessenen Wohnraum leisten kann, hat die Möglichkeit vom Staat einen Zuschuss zu beantragen: das Wohngeld. Wer es wo beantragen kann und wie das funktioniert - das können Sie nachlesen (Quelle: GdW, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.).

Zahlen für Hamburg
Bestätigte Fälle für Hamburg und die Veränderung zum Vortag

Projekte in Meiendorf

_S 4_5_Aufmacherbild_Gartenansicht Meiendorfer Straße-1.jpg             So wird das Gebäude in der Meiendorfer Straße 58 A-D künftig aussehen: Im Dachgeschoss werden acht neue Wohnungen entstehen.
              Visualisierung: Brillux, Farbstudio Hamburg

'Noch sieht unsere Wohnanlage in der Meiendorfer Straße 58 A-D wie viele andere Gebäude der 60er Jahre aus. Eine lange Häuserzeile mit zwei Etagen, vier Eingängen und Satteldach. Vor dem Gebäude ein gepflegter Grünstreifen, dahinter eine üppige Rasenfläche. Das wird sich in den kommenden Monaten jedoch komplett ändern, verrät die technische Sachbearbeiterin Eva Janta: „Im März wollen wir mit der energetischen Modernisierung unserer Wohnanlage beginnen, das Dachgeschoss zu acht Wohnungen ausbauen, und in einem späteren Abschnitt neun Reihenhäuser daneben bauen.“Denn das hintere Grundstück bietet genügend Platz für neuen Wohnraum und der grüne Charakter der Wohnanlage bleibt dabei erhalten.

Ein Projekt, mit dem wir gleich mehrere Bedürfnisse erfüllen. „Auf der einen Seite ist die Nachfrage nach familiengerechten Wohnungen in diesem Stadtteil in den vergangenen Jahren gestiegen“, sagt Vorstandsvorsitzende Christine Stehr. „Andererseits haben sich unsere Mitglieder in der Meiendorfer Straße sehnlichst die energetische Modernisierung ihres Zuhauses gewünscht.“

Im Frühjahr soll es losgehen: Modernisierung und dem Dachgeschossausbau. Dort, wo früher die Wäsche trocknete, finden künftig acht Wohnungen Platz. „Mit zwei bis zweieinhalb Zimmern und etwa 46 bis 60 Quadratmetern Wohnfläche“, ergänzt Eva Janta. Gebaut wird freifinanziert, trotzdem bleiben die Nutzungsgebühren bezahlbar. Die Investitionskosten für die Modernisierung belaufen sich auf rund 3,15 Millionen Euro, die zum Teil aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert werden, so dass wir mit der Modernisierungsumlage deutlich unter den gesetzlich möglichen acht Prozent bleiben.

1_NEUE REIHENFOLGE_S 4_5_Reihenhäuser_Ansichten -quadratisches Format - Kopie.jpg                      Ansichten der Reihenhäuser: Eingangsseite, Terassenseite und Giebel. (Bauzeichnungen BFG Architekten)

Das haben wir 2021 vor, das liegt hinter uns

Die größten Projekte sind die Modernisierung unserer Bestandsgebäude und ein Neubau von Reihenhäusern in der Meiendorfer Straße. Dazu kommt einiges mehr: ein Sonderbudget für Umwelt-Projekte, die Modernisierung des Eydtkuhnenwegs 2 A-D und weitere Investitionen.

WGW – für Umwelt und Klima
Unter diesem Motto hat das Team 2019 eine Umweltgruppe gegründet. Seitdem ist viel passiert. Wildblumenwiesen wurden gepflanzt, Bäume gespendet, der Rasen an der Geschäftsstelle in einen naturnahen Garten verwandelt und vieles mehr. Dabei soll es aber nicht bleiben. Bereits im Oktober war beschlossene Sache: Für 2021 haben wir ein Sonderbudget in Höhe von 200.000 Euro eingerichtet, ausschließlich für Umwelt-Projekte. An einer konkreten Liste wird  gearbeitet. Wobei es an vielen guten Ideen nicht mangelt. Etwa Wildblumenwiesen und Totholzhecken für die Wohnanlagen oder auch begrünte  Fahrradstellplätze (Foto: Eilbeker Weg). Bei allen Vorschlägen suchen wir immer gute Lösungen, machen auch Kompromisse, um mehr Natur in der Stadt zu ermöglichen.

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Foto: WGW

Knapp eine Million Euro
Es ist soweit: Voraussichtlich noch im Frühjahr 2021 starten wir mit der Häuserzeile 2 A-D im Eydtkuhnenweg und schließen damit die Modernisierungen in diesem Ensemble ab. Auch in der 2 A-D werden unter anderem die Fassade und die Kellerdecken
wärmegedämmt, die Fenster gegen neue ausgetauscht sowie die Heizungsanlage über einen hydraulischen Abgleich energetisch optimiert. Die Haustüren, die vor einigen Jahren erneuert wurden, geben optisch den Ton vor. Ein prägnanter Blauton bleibt Gestaltungsmerkmal, auch beim neuen Designputz. So lassen sich die Häuserzeilen im Eydtkuhnenweg leicht voneinander unterscheiden.

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Visualisierung: Brillux, Farbstudio Hamburg

Weitere Investitionen

Heizungsanlage erneuern: Tilsiter Straße 33, Baererstraße 24/Beckerberg 18 A, Wilhelm-Bauche-Weg 2-4/Grotenbleken 7-11, Rotbergfeld 23-35

Haustür modernisieren, Eingangsbereich überarbeiten: Schnelsener Weg 1-3 A

Tiefgaragentore erneuern: Schwarzenbergstraße 24 D-F/ Zur Seehafenbrücke 13-15

Fenster modernisieren: mit Wärmeschutzverglasung, Dachgauben und -verkleidungen instand setzen: Leiserweg 1-5

 

Geschafft – das liegt hinter uns

Vor Weihnachten 2020 haben wir die Modernisierung in der Saseler Straße abgeschlossen. Nicht das einzige Projekt, das wir zu einem guten Ende gebracht haben. Ein Rückblick.

Vor der Modernisierung der Saseler Straße haben wir unsere Mitglieder gefragt, wovon sie träumen. Den größten Teil davon haben wir erfüllt – passend zur Weihnachtszeit. Nach zweieinhalb Jahren ist es geschafft. Bis auf die kleinere Arbeiten an den Außenanlagen ist alles fertig. Als Dankeschön haben wir zum Abschluss für unsere Mitglieder ein Balkonkonzert veranstaltet.

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          Anne Welte-Grünwald: Es sieht aus wie im Neubau!“

        
Mehr Wohnraum in der Pillauer Straße

Das „Haspa“-Gebäude in der Gartenstadt hat 2020 ebenfalls an Profil gewonnen - und an Wohnraum. Im Dachgeschoss haben wir das Haus energetisch modernisiert und die beiden neuen Wohnungen schon vermietet. 2021 wird noch den Müllstandplatz verschönert und einen Fahrrad-Carport gebaut.

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Willkommen im Eydtkuhnenweg
Mit der Modernisierung sind wir voriges Jahr weit gekommen. Jetzt ist auch die Häuserzeile 1 A/B energetisch auf dem neuesten Stand. Der Clou: Da es sich um die vorderste Reihe der Wohnanlage handelt, haben wir Willkommengrüße an der Fassade anbringen lassen.

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Fotos: Hermann Jansen

Eine starke Frau, unsere Vertreterin

Seit 27 Jahren engagiert sich Annie Wojczewski für „Dewi Saraswati Hamburg“ und gibt Kindern in Indien ein Zuhause und Schulbildung. Dafür wurde unsere Vertreterin mit dem Preis „Goldene Bild der Frau 2020“ geehrt. Mit Glück ist das nicht alles.

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Annie Wojczewski ist es gewohnt, mit der Presse zu reden. Seit 2009 ist sie erste Vorsitzende des Vereins „Dewi Saraswati Hamburg“ und kümmert sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit. So war es für sie kein großes Ding als sich die „Bild der Frau“ bei ihr meldete. Klar freute sie sich. „Ich dachte aber, da möchte eine Praktikantin einen kleinen Bericht schreiben“, erinnert sie sich lachend.

Dass es ein ganz großes Ding ist, wurde ihr erst später bewusst. Sie hatte einen Foto-Termin verabredet. „Als ein BMW vorfuhr, dämmerte es mir, dass keine Praktikantin dahinterstecken kann.“ Tatsächlich war es die Redaktion und Jury „Goldene Bild der Frau“. Aus rund 500 gemeinnützigen Projekten von starken Frauen hatte sie fünf Preisträgerinnen ausgewählt, Alltagsheldinnen in Deutschland. „Ich fiel fast vom Hocker, als wir ausgewählt wurden“, sagt sie. Es folgten ein Treffen mit Schirmherrn Kai Pflaume und ein Foto-Shooting mit Star-Fotografin Gabo für eine bundesweite Plakat-Aktion.

„Friseur, Kosmetikerin, Fotos: Normalerweise ist das nichts für mich“, sagt Annie Wojczewski. Für ihre Schützlinge in Süd-Indien machte sie aber gerne mit und hätte sich sogar erneut vor die Kamera gestellt. „Eigentlich sollte ein Film über unser Projekt gedreht werden – in Indien.“ Die Pandemie machte den Plan jedoch zunichte, was sie bedauert. „Es hätte unser Kinderdorf bekannter gemacht und vielleicht ein paar Spender bewegt.“ Gut wäre es. Öffentliche Mittel erhält der Verein nämlich nicht. Alles wird über Spenden finanziert: Essen, Kleidung, Schulbücher, Hausmütter, Lehrer, Krankenschwester − ein komplettes Dorf für mehr als 500 Kinder, die zur Schule gehen, eine Ausbildung machen und teils auch dort leben.

Der Preis „Goldene Bild der Frau“ ist mit 10.000 Euro dotiert. Ein unverhoffter Geldsegen, mit dem lernschwachen Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden sollte. Im Herbst zog jedoch erst ein Wirbelsturm durch das Gebiet, danach setzte der Monsun ein. Das Preisgeld wird jetzt für Reparaturen und die dringende Operation einer Hausmutter gebraucht. Aufgegeben wird das Projekt dennoch nicht. „Dann müssen wir eben noch warten und Geld sammeln“, sagt Wojczewski mit ihrer typischen Art aus Entschlossenheit und Optimismus.

Mit Glück klappt es noch in diesem Jahr: Die Gala wurde verschoben, so dass Leser ihr Lieblingsprojekt bis zum Herbst wählen können. Die Preisträgerin erhält dann weitere 30.000 Euro. Über die Website von „Dewi Saraswati“ kommt man zur Abstimmung und zu seinem Favorit. Wir drücken Annie Wojczewski die Daumen!

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Und was ist Ihre Geschichte?
Engagieren Sie sich auch ehrenamtlich? Oder kennen Sie jemanden, der eine tolle Geschichte zu erzählen hat? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns: 696959-51, christine.watz@gartenstadt-wandsbek.de

Kloogschieter: Ausmisten
Kloogschieter

Wusstest du, dass ... beim Ausmisten nicht alles für die Tonne ist?

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Eine Anlaufstelle für Dinge, die du beim Frühjahrsputz entrümpelst ist das Secondhandkaufhaus der Stadtreinigung: Stilbruch. Nach dem Motto „Weitergeben statt Wegwerfen“ findest du mehr Anregungen beim Verein Zero Waste in Hamburg – ob zum Tauschen, Verschenken oder Spenden.

Eine Aktion etwa bietet der NABU an. Dort kannst du dein altes Handy abgeben, es kommt Schutzprojekten zugute. Infos auf der Website, Stichwort „Handys für die Hummel“. Für Sachen, die zu groß für Fahrrad oder Auto sind: Ruf einfach bei der Stadtreinigung an (Telefon 2576 2576) und lass dir einen Termin geben. Die Mitarbeiter holen alles sogar aus deiner Wohnung ab und sortieren das Brauchbare aus. Denn in die schwarze Tonne solltest du nur das werfen, was nicht mehr recycelt werden kann.

Tschüss, Euer
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Was schneckt denn da?

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Die Schüler der Klasse 2c der Schule An der Gartenstadt zeichneten uns allerlei Tiere, vor allem Insekten für die neuen Info-Tafeln des WGW-Gartens. Das tolle Ergebnis: eine Bilder-Ausstellung und junge Naturforscher.

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Aufgeweckte Grundschüler haben sich vor der Info-Tafel am Eingang unserer Geschäftsstelle versammelt, recken die Köpfe, schauen staunend auf das Schild. „Unterschlupf für Flugkünstler“ steht dort. In diesem Augenblick ist das aber unwichtig. Viel interessanter ist die Zeichnung, die oben links zu sehen ist. „Den Vogel habe ich gemalt“, erzählt Kian, „und noch andere Tiere,
auch einen Marienkäfer.“ Lea hat vier Bilder gezeichnet. Auf den Tafeln sind sie nicht zu sehen. Das macht ihr nichts aus. „Das hat Spaß gemacht“, sagt die Achtjährige, „und die hängen ja da“, zeigt sie auf die großen Fenster neben dem Eingang, an denen sich fast all ihre Schulfreunde die Nasen platt drücken.

Auf drei großen Pinnwänden haben wir etwa 100 Zeichnungen ausgestellt. Alle stammen von der 2c der Grundschule in der Stephanstraße. Auf die Frage, ob ihre Schützlinge ein paar Bilder für unsere Erklär-Schilder des naturnahen Gartens malen möchten, hat Klassenlehrerin Dörthe Schulte sofort zugesagt. Was für eine Überraschung, als wir dann so viele Zeichnungen bekamen! Das machte die Entscheidung für uns nicht leicht, einige Bilder auszuwählen.

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Eigentlich standen im zweiten Jahrgang vornehmlich Insekten, Spinnen, Käfer und Würmer auf dem Lehrplan. Und zwar in Sachkunde. „Als die Anfrage von der WGW kam, haben wir das Thema in den Kunstunterricht integriert und den Schülern die Aufgabe gegeben, möglichst naturgetreue Zeichnungen anzufertigen“, erklärt Klassenlehrerin Dörthe Schulte. „Irgendwann hatten wir ein Leih-Huhn in der Schule und beschäftigten uns außerdem mit Igeln – einfach, weil es ihnen so viel Spaß gemacht hat. Jetzt wissen sie, wie alles in der Natur zusammenhängt.“ Ein Selbstgänger ? denn Jugend forscht eben gern.

_Kleines Foto 1_Grundschule-bei-WGW-15.jpgFotos: Hermann Jansen

Niels Bossow an der Spitze

Unser Aufsichtsrat hat einen neuen Vorsitzenden: Niels Bossow. Mit seiner Wahl auf der konstituierenden Sitzung am 9. November 2020 löst er René Alfeis ab, der nach fünf Jahren im Amt kürzer treten möchte. Ganz niedergelegt hat Alfeis seine Arbeit jedoch nicht. Er wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt „und steht mir jederzeit zur Seite“, sagt Niels Bossow, dankbar für die Unterstützung. „Das erleichtert den Einstieg ungemein.“

Niels Bossow ist Familienvater und ein Gartenstadt-Kind, dem das Engagement für die Genossenschaft quasi in die Wiege gelegt wurde. Seine Mutter Dagmar Bossow war jahrelang Aufsichtsrätin, seit 2015 gehört er selbst dem Gremium an. Als Inhaber eines Dentallabors ist er gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und macht es auch gern. Die Wahl zum Vorsitzenden hat ihn überrascht, wie er zugibt, denn „mit 45 Jahren bin ich der Dienstjüngste“ im Aufsichtsrat. Brechen damit jetzt Revoluzzer-Zeiten an? „Nein“, sagt Bossow lachend. „Ich möchte das Amt führen wie mein Vorgänger: mit Ruhe und Besonnenheit.“ WIr wünschen ihm viel Erfolg!

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Mitglieder des Aufsichtsrates (v. li.): René Alfeis (Stellvertretender Vorsitzender, Mitglied Bau- und Wohnungsausschuss), Bert Gettschat (Schriftführer, stellv. Vorsitzender Bau- und Wohnungsausschuss, Mitglied Prüfungsausschuss), Christine Garbe
(Mitglied Prüfungsausschuss), Niels Bossow (Aufsichtsratsvorsitzender, Mitglied Bau- und Wohnungsausschuss), Dr. Jens Linek (Mitglied Prüfungsausschuss), Hans-Peter Siebert (im Vorstand seit 16. Dezember 2019), Ingo Tiedemann (Vorsitzender Bau- und Wohnungsausschuss), Uwe Lohmann (stellv. Schriftführer, stellv. Vorsitzender Prüfungsausschuss), Karl-Wilhelm Blohm (Vorsitzender Prüfungsausschuss).

Foto: Hermann Jansen

Vertreterversammlung "light"

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Mit einer Vertreterversammlung „light“ schlossen wir am 9. November im Lindner Park-Hotel Hagenbeck unser Geschäftsjahr 2019 ab. „Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, haben wir ausnahmsweise einen Saal außerhalb unseres Geschäftsgebäudes gebucht“, erklärt Christine Stehr, „und auf längere Vorträge und Ähnliches verzichtet.“ Außerdem konnten die neu gewählten Vertreter, die nach der Ordentlichen Vertreterversammlung ihr Amt antreten, leider nicht mit eingeladen werden.

Im Wesentlichen beschäftigten sich die Vertreter mit dem Prüfungsbericht, wählten einzelne Aufsichtsratsmitglieder und bescheinigten Vorstand und Aufsichtsrat ihr Vertrauen mit der Bestätigung, der bereits schriftlich erteilten Entlastung. Auch wenn alles geklappt hat, hoffen alle, dass die nächste Vertreterversammlung wieder im Gemeinschaftssaal stattfinden kann. „Dabei geht es nicht nur um gesetzliche Formalitäten. Uns geht es auch um den persönlichen Kontakt“, sagt Vorstandsvorsitzende
Christine Stehr.

Rückblick: Zum ersten Mal in unserer 110-jährigen Genossenschaftsgeschichte baten wir unsere Vertreter Ende Mai, schriftlich abzustimmen. Eine gesetzliche Ausnahmeregelung machte es möglich. „Und es lief hervorragend“, freut sich  Vorstandsvorsitzende Christine Stehr über den großen Rücklauf. „Wir hatten eine fast 100-prozentige Beteiligung.“ Die dringendsten Beschlüsse wie die Feststellung des Jahresabschlusses, Einstellung in die Ergebnisrücklagen zum 31. Dezember 2019, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Verwendung des Bilanzgewinnes konnten so zeitnah gefasst werden.

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Naturnaher Garten: Wir haben es geschafft!

Es ist Zeit, Gassi zu gehen. Nachbarin Rosemarie Albrecht schnappt Hund und Leine, tritt vor die Tür und ist überrascht. Nahezu das ganze WGW-Team ist auf den Beinen. „Da wohnt man direkt gegenüber und weiß trotzdem nicht, was los ist“, sagt sie lachend. Britta Elfers und Kirsten Leisner klären sie auf: „Aus der Rasenfläche machen wir einen naturnahen Garten.“

Eine gelungene Idee, findet unser Mitglied − gut für Hummel, Igel, Zaunkönig und alles andere, was kreucht und fleucht. Dafür haben die Mitarbeiter für einen Tag Computer, Telefon und Kuli gegen Spaten, Stichsäge und Pinsel getauscht. Gemeinsam legen sie sich ins Zeug, um das zu tun, was ihre Profession und Leidenschaft ist: für ein schönes und sicheres Zuhause zu sorgen – nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere.

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Hochkonzentriert holt Wolfgang Schneidereit weit aus und lässt den schweren Hammer auf die Metallhalterung krachen. Vorsichtig hält Dirk Lübke die Info-Tafel auf dem Holzpflock, Andreas Rupschuß schraubt die Tafel für die „Station Nisthilfe“ fest. Dann zieht das Trio weiter, um die nächste Halterung für die Wildblumenwiese in den Boden zu rammen.

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Gesagt, getan. Innerhalb der nächsten Stunde haben zwei Teams rund um die Geschäftsstelle sechs Schilder installiert und damit einen Erklär-Pfad geschaffen, der auflöst, worüber manche Passanten schon geraume Zeit rätseln. Warum liegen auf der Wiese links neben dem Haupteingang ein Steinhaufen und weiter hinten kleingesägte Baumstämme? Ohne Corona-Virus wäre dieses Rätsel längst gelöst. „Eigentlich wollten wir schon im Frühjahr den Garten umgestalten“, erklärt Fiona Fuhrmann. Sie engagiert sich zusammen mit anderen interessierten Kollegen in der Umweltgruppe und leitet das Projekt „naturnaher Garten“. „Zum Schutz aller Mitarbeiter haben wir aber neu geplant und die Aktion aufgeteilt.

Startschuss war im April. Auf der Südseite des Gebäudes wurde eine Wildblumenwiese angelegt, im Westen eine Hummelburg – der kleine Steinhügel. Weiter hinten zum Hortensienweg pflanzte die Umweltgruppe heimische Stauden und Kräuter und schichtete Totholz auf, das seitdem Käfern und anderem Krabbeltieren einen Brutplatz und ein Versteck bietet. „Jetzt sind die weiteren Stationen dran“, sagt Fuhrmann: eine Nisthilfe für Wildbienen, eine Benjeshecke, Vogelhäuser und ein Igelhaus – alles, um den Garten zu einem Paradies für Insekten und Kleintiere zu machen.

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Markus Krause steht vor einer mannshohen Holzkonstruktion und schaut auf den Lehm, den Sven Christiansen zusammenrührt. Seit gut zwei Stunden sind sie beschäftigt. Haben in wechselnder Besetzung mit weiteren Hauswarten und unserer Auszubildenden zwei tiefe Löcher gegraben, massige Betonklötze versenkt und das „Appartementhaus“ für Wildbienen aufgestellt. Die künftigen Bewohner, die Wildbienen, ziehen erst im Frühjahr ein. Bis dahin findet aber sicher der ein oder andere Krabbler dort sein Winterversteck. Vorher feiern wir schon mal Richtfest.

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Es ist fast Mittag. Stefan Freigang steht oben im alten Ahorn-Baum hinten im Garten und befestigt ein Vogelhaus für Stare. Ewa
Krafft hat sich die kleinere Variante für Zaunkönige geschnappt und hängt sie auf einen der Holzpflöcke, welche die frisch gefüllte
Benjeshecke markieren. Zurechtgestutzt wird der Gehölzschnitt von Susanne Paasch, Stefanie Mohn und Matthias Demuth. Luft nach oben gibt es noch − für weitere Äste von Hecken und Bäumen.

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Was fehlt? Das Igel-Häuschen, es soll ins Efeu neben die Hecke. Gerade wird es lasiert und muss trocknen.

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 Fotos: Hermann Jansen

Trotzdem weckt der neue Garten bereits neugierige Blicke. Fast jeder, der vorbeikommt, bleibt stehen, liest, staunt. Auch Carmen und Alf Rehbock (Foto unten). Eigentlich wollten die Marienthaler nur schnell einen Brief abgeben. Dann bleiben sie doch einen Tick länger und lesen sich eine neue Infotafel durch. Beide gehören zu den „Glücklichen, die selbst einen kleinen Garten haben“ und Insekten auch ein Zuhause geben. Daher findet Alf Rehbock: „Es ist toll geworden.“

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Nachmachen erwünscht
- nabu.de Tipps für naturnahe Gärten und Balkone sowie für den Bau von Nisthilfen und Vogelhäusern

- aktion-hummelschutz.de, native-plants.de Anleitung für Hummelkästen

- selbermachen.de Schritt für Schritt ein Igelhaus bauen

- bienenretter.de, wildbiene.org Allgemeine Infos zu Wildbienen

Blumige Aussichten für Niendorf

In der Groß Borsteler Straße wächst bald eine Wildblumenwiese. Diese „Grüne Idee“ haben sich kreative Mitglieder für die Aktion 110 Jahre WGW ausgedacht. Ende September haben wir sie umgesetzt.

Drei Blumenliebhaber, ein Gedanke: Diese Wiese braucht mehr Buntes für Schmetterlinge und Co. Alles, was nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt. Ohne sich abzusprechen hatten Helga Mohr, Anja Treder und Björn Lischka die gleiche Idee. Gedacht, geschrieben. Bei uns flatterten außer diesem Vorschlag noch weitere „Grüne Ideen“ ins Haus. Danke dafür! Die größte Aktion davon, das Anlegen der Wildblumenwiese in Niendorf, stellen wir Ihnen vor.

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Mitten auf dem Rasen zwischen den Häuserzeilen Groß Borsteler Straße 27 und 29 wurde das satte Grün abgetragen. Jetzt liegt auf einem 200 Quadratmeter großen Areal dunkle Erde und bei genauem Hinsehen lassen sich ein paar helle Sprenkel entdecken. Es ist das Tagewerk von Garten- und Landschaftsbauer Rudolf Schmale und seinen Männern. Am 21. September kamen sie mit Bagger, Schaufeln und einem großen Container gemischter Erde und sorgten dafür, dass es bald etwas bunter aussehen wird. „68 heimische Blumen und Kräuter haben wir ausgesät. Darunter Klatschmohn, Wilde Möhre, Spitzblatt-Malve, Wiesen-Salbei und Klee“, erklärt Rudolf Schmale. „Reichlich Schmetterlingsnahrung und Futter für Wildbienen.“ Genau das, was Helga Mohr, Anja Treder und Björn Lischka sich wünschten.

„Seit sechs Jahren habe ich einen Kleingarten“, erzählt Björn Lischka. „Den habe ich relativ wild belassen, viele Kräuter und Blumen angepflanzt. Da summt und brummt es fast das ganze Jahr. Hier in der Wohnanlage fehlt das.“ Bienen-Patin Anja Treder hat ihren Balkon üppig mit nektarreichen Pflanzen bestückt. „Und da ist bei mir die Idee gewachsen, auch auf die Wiese  auszuweichen. Das ist ein tolles Naturerlebnis, das man sonst nicht mehr hat.“ Ganz anders als in ihrer Kindheit: „Damals hatten wir in Niendorf noch Felder mit allen Insekten.“ Das möchte sie gerne auch den Kindern der Nachbarn zeigen. „Natur kann man nicht am Computer erleben. Das geht nur hautnah“, sagt sie.

Während der Arbeiten für die Blumenwiese gab es schon einige Zuschauer, wie Gisela Nickels. „Ich finde das gut“, sagt sie. „Vielleicht sollte der Bereich eingezäunt werden“, überlegt sie, damit die Blumen nicht zertreten werden.“ Hans Werner Schaade ist ebenfalls begeistert von unserer Aktion. Auch davon, dass nicht alles umgegraben worden ist. „So haben die Kinder noch Freiraum zum Spielen.“

Das war auch Vertreterin Helga Mohr ein Herzens-Anliegen. „In diesem Corona-Sommer haben die Kinder neben dem Spielplatz auf Decken gesessen und mit Puppen gespielt.“ Ein Grund, warum wir nur einen Teil der Fläche neu gestaltet haben, so bleibt neben dem Spielplatz reichlich Rasen. Ein paar Schritte weiter können Kinder Naturdetektiv spielen, wieder Insekten bei der Bestäubung beobachten und mehr über sie lernen. Denn schon die kleinsten Forscher und Entdecker verstehen, wie wichtig eine Blumenwiese ist, die vielen Tieren nicht nur Nahrung sondern auch Unterschlupf bietet.

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Fotos: Hermann Jansen

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Foto: Hermann Jansen

Ende des Jahres gehen Wolfgang Schneidereit (re.) und Andreas Rupschuß in Rente. Für uns werfen sie einen kurzen Blick zurück und schauen nach vorn – erzählen, was sie mit ihrer neuen Freiheit anstellen wollen.

Ob es Mitglieder gibt, die Hauswart Wolfgang Schneidereit nicht kennen? Kaum vorstellbar. 33 Jahre war er für uns im Einsatz. Hauptsächlich in Bramfeld, Farmsen, Marienthal, Rahlstedt und Wandsbek. Durch Urlaubsvertretungen dürfte er wohl jedem Bewohner net sein – außerdem hat er fast jeden Duschkopf oder Wasserzähler in der Hand gehabt. Und darauf legt er großen Wert.

„Die Arbeit hat sich sehr verändert“, erzählt er. „Die telefonische Sprechstunde machte ich anfangs von Zuhause aus.“ Sein Büro im Traberweg bezog er 1997, bekam ein Fax-Gerät, einen Computer und Pieper, später ein Handy. Gegen Technik hat er im  Grunde nichts. Nur: „Die Arbeitsschwerpunkte haben sich verlagert, man kam weniger raus.“ Genau das hat der gelernte  Maschinenschlosser aber immer an seiner Arbeit geliebt: den direkten Kontakt zu Mitgliedern, ob beim Schwätzchen im Hausflur oder Mitgliederfesten, und Dinge auch reparieren zu dürfen. „Bei anderen Wohnungsunternehmen ist das nicht mehr so“, weiß Schneidereit. „Bei der WGW dürfen wir noch Kleinreparaturen ausführen.

Zum Glück! Denn das ist doch eigentlich der Job des Hauswarts!“ Ende Dezember wird Wolfgang Schneidereit das Werkzeug  seinem Nachfolger Stefan Wichern übergeben – und er freut sich darauf. „Ich werde die Kollegen und einige Mitglieder vermissen. Aber jetzt möchte ich Zeit mit meiner Familie genießen und die Welt entdecken.“


Das hat auch Andreas Rupschuß geplant. Außerdem will er sich wieder ehrenamtlich in seiner Kirchengemeinde und im Gemeinderat engagieren. Prinzipiell hätte der technische Sachbearbeiter das seit fast zwei Jahren machen können. Denn offiziell ist er schon Rentner. Trotzdem stand er weiter mindestens einmal pro Woche morgens um Viertel vor Fünf auf und fuhr 100 Kilometer, um zu uns zu kommen. Mit guten Gründen: „Ich habe viele Firmen erlebt“, sagt der Bautechniker, „aber rundum zufrieden und glücklich war ich nur bei der WGW.“

Beruflich der perfekte Abschluss. Als Andreas Rupschuß 2014 als technischer Sachbearbeiter bei uns im Mieterservice startete, war er 60 Jahre alt. „In dem Alter noch so eine Chance zu bekommen, ist nicht selbstverständlich. Frau Stehr hat sie mir gegeben und dafür bin ich ihr heute noch dankbar“, betont er. Denn bei der WGW fand er das, was er immer gesucht hat. „Die Kollegen sind in jeder Situation hilfsbereit, nett und verlässlich. Mir wurden Aufgaben anvertraut, wie die technische Leitung des Neubaus in der Sieker Landstraße, die mich herausgefordert und sehr viel Spaß gemacht haben.“

Vor allem aber beeindrucken ihn die gelebten Genossenschaftswerte. Zuvor arbeitete er in der Privatwirtschaft. Rupschuß: „Dort zählte die Rendite, das Menschliche blieb oft außen vor. Es ist eine schöne Erfahrung zu sehen, dass manchmal doch die Gemeinschaft und der Mensch an erster Stelle stehen.“

Kloogschieter: Lüften und Heizen

Wusstest du, dass ... richtiges Lüften und Heizen Geld spart?

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Klar, das geht, wenn Du wenigstens drei Mal am Tag fünf bis zehn Minuten die Feuchtigkeit durch Stoßlüften rauslässt, indem Du alle Fenster weit öffnest. Feuchte Luft zieht ab und wird durch trockene Frischluft ersetzt.
Sind die Fenster geschlossen, stellst Du in der kühlen Jahreszeit am besten die Heizkörper in allen Zimmern an, auch in denen, die Du nicht oft benutzt. Angenehm sind 18 bis 22 Grad. So senkst Du Heizkosten und sparst Geld. Außerdem schaffst Du ein tolles Wohnklima und vermeidest Schimmel.

Tschüss, Euer
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Man sieht sich ... wieder

Die Seniorengruppe um Waltraud Oppelt will wieder loslegen. Der Saal unserer Geschäftsstelle kann noch nicht genutzt werden, daher trafen sich die Damen Ende September nach langer Pause in unserem WGW-Garten, als es noch nicht zu kühl war. „Ansonsten geht’s eben ins Café zum Klönen und Rätseln – mit einer kleineren Gruppe und genug Abstand“, sagt Organisatorin Oppelt: „Uns fällt die Decke auf den Kopf. Wir können es kaum erwarten, uns wiederzusehen.“

Bisher hat Waltraud Oppelt wegen Corona ein alternatives Programm auf die Beine gestellt. „Ich habe jede Woche Seiten mit Rätseln vorbereitet, Witzen und Lebensweisheiten, erklärt sie. Eine Seniorin hat das in der Gartenstadtsiedlung mit dem Rad verteilt oder es wurde per Post verschickt. „Wir lassen uns eben nicht unterkriegen“, schmunzelt Oppelt.

Die Gymnastikgruppe in Rahlstedt ist auch ungeduldig, weiß Trainerin Bibi. Jetzt wollen sie sich endlich wieder treffen, nicht zum Sport, sondern erst einmal zum Essen. „Im Herbst möchten wir gern wieder starten, etwas gemeinsam machen“, sagt Initiatorin Bärbel Wenzel. Wenn nicht im Nachbarschaftstreff der WGW, dann draußen – beim Nordic Walking, wenn es die Landesverordnung wegen Corona zulässt.

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Foto: WGW

FAQ - Funk-Rauchwarnmelder

Mehr Sicherheit und ein dickes Plus an Komfort für unsere Mitglieder: Das bietet die neue Generation an Rauchwarnmeldern und deshalb rüsten wir um. Bis Anfang 2021 werden in allen WGW-Wohnungen moderne Funkmelder eingebaut. Sie möchten mehr darüber wissen? Abteilungsleiter Matthias Demuth beantwortet die häufigsten Fragen.

ALLGEMEINES

Warum werden alle Rauchwarnmelder ausgetauscht?
Die Geräte haben eine garantierte Betriebszeit von zehn Jahren, die nahezu abgelaufen ist, deshalb tauschen wir seit Mitte September flächendeckend die Geräte gegen neue aus. So ist gewährleistet, dass die Rauchwarnmelder im Fall des Falles auch funktionieren.

Das ist übrigens nicht ungewöhnlich: Generell geht man davon aus, dass Rauchwarnmelder maximal zehn Jahre voll funktionsfähig sind. Denn trotz regelmäßiger Wartung und Pflege setzt sich im Laufe der Zeit die Rauchkammer mit Staub zu, was Fehlalarm auslösen kann oder schlimmer, zum Ausfall des Gerätes führen kann.

Warum werden Funkrauchmelder eingebaut?
Bei uns steht der Service für unsere Mitglieder an oberster Stelle. Daher haben wir in Rauchwarnmelder der neuesten Generation investiert, die eine Fern-Inspektion ermöglichen. Der große Vorteil: Die regelmäßige Wartung der Geräte ist künftig ohne Zutritt zur Wohnung möglich. Damit entfallen lästige Terminabstimmungen. Mitglieder müssen sich keinen Urlaubstag mehr dafür nehmen oder Freizeit opfern.

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Foto: WGW

Warum haben Sie sich für willy.tel als Vertragspartner entschieden?
Zum einen kennen wir willy.tel seit vielen Jahren als zuverlässigen und regionalen Partner rund um das Thema Multimedia ? von Kabelfernsehen über Telefonie bis zu schnellem Internet. Zum anderen betreut uns das Unternehmen uns schon seit der Erstausrüstung unserer Wohnungen mit Rauchwarnmeldern vor rund zehn Jahren. Der wesentliche Wettbewerbsvorteil liegt jedoch darin, dass willy.tel die neuen Rauchwarnmelder per Funk mittels schneller Glasfaser-Internetanbindung quasi just in time aus der Ferne prüfen kann.

Wo werden die Funkrauchmelder installiert?
Während vor zehn Jahren das Wohnzimmer noch optional ausgestattet wurde, wird im Zuge der Umrüstung nun auch im Wohnzimmer immer ein Melder installiert, um den besten Schutz zu gewährleisten. Wir rechnen daher in etwa mit 13.000 Rauchwarnmeldern für unseren Wohnungsbestand.

Wie hoch sind die Investitionskosten?
Umsonst  ist der Schutz für unsere Mitglieder natürlich nicht. Die Anschaffung, Montage und Inbetriebnahme der neuen Rauchwarnmelder beläuft sich auf rund 500.000 Euro.

Werden die Investitionskosten über die Betriebskosten abgerechnet?
Nein, über die Betriebskosten werden lediglich die jährlichen Inspektionskosten abgerechnet. Trotz der hohen Investitionskosten haben wir uns im Interesse unserer Mitglieder dazu entschlossen, auf eine nach dem Mietrecht mögliche Mieterhöhung zu verzichten.

Bedeuten weniger Wartungsintervalle geringere Betriebskosten?
Die Wartungsintervalle reduzieren sich eigentlich nicht. Mindestens einmal jährlich werden alle Melder in den Wohnungen per Fern-Inspektion über das Glasfasernetz geprüft. Dabei werden wie bisher anfallende Störungen ermittelt und nötigenfalls behoben. Der Wartungsumfang ist eher umfangreicher, mit dem Unterschied, dass dafür niemand mehr vor Ort sein muss. Ausgenommen für die Melder in den Keller- und Dachbodengängen. Sie werden wie bisher einmal jährlich von willy.tel vor Ort geprüft, weil sie frei zugänglich sind. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass sich die Betriebskosten pro Melder leicht reduzieren werden.

Dürfen Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verweigern?
Nein, sie müssen es dulden. Denn Vermieter sind durch die Landesbauordnung dazu verpflichtet, Rauchwarnmelder in Mietwohnungen einzubauen. Sie erhöhen die Sicherheit aller Bewohner und deshalb entschied der Bundesgerichtshof 2015, dass Mieter den Einbau dulden müssen (BGH, Az.: VIII ZR 216/14).

Das gilt auch für Funkrauchmelder, befand das Bundesverfassungsgericht. Die Begründung: Sie dienen der Sicherheit und sind durch die Fern-Inspektion mit Vorteilen für die Bewohner verbunden (BVerfG, Az. 1BvR 2921/15).

FUNKTION & TECHNIK

Wie läuft die Wartung ab? Kommt jemand in die Wohnung?
willy.tel benachrichtigt die Mitglieder ein paar Tage vor der Wartung per Brief, da der Rauchwarnmelder bei der Ferninspektion ein kurzes Testgeräusch erzeugt, ein Klicken. Über das Glasfasernetz übermittelt der Rauchwarnmelder für einen kurzen Moment die relevanten Daten für die Prüfung, etwa die Gerätenummer und den Batteriezustand. Außerdem werden unter anderem die Rauch-Sensorik, Rauch-Eintrittsöffnungen sowie der Abstand zu Einrichtungsgegenständen von mindestens 50 Zentimetern kontrolliert. Darüber hinaus verfügt der Melder über eine Demontagekontrolle.

Wie funktioniert der Funkrauchmelder?
Im Prinzip funktioniert er wie der bisherige auch, zumindest, was die Grundfunktion der Brandraucherkennung und des Alarms angeht. Sprich: Der Melder erkennt Brandrauch und fängt an zu piepen. Die neuen Geräte bieten darüber hinaus jedoch deutlich mehr Komfort: Sie haben eine fest verbaute 10-Jahres-Batterie, einen großen Test- und Stummschaltknopf und einen Sensor, der die Unterschreitung des Abstands von 50 Zentimetern zu Einrichtungsgegenständen signalisiert. Im Normalbetrieb gibt’s außerdem keine sichtbaren oder hörbaren Anzeigen, die stören könnten.

Befindet sich eine Kamera im Gehäuse?
Natürlich nicht. Rauchwarnmelder senden auch von sich aus weder Daten noch Funksignale, sondern befinden sich in einem Stand-by-Modus. Nur während der Funktionsprüfung, die in etwa einmal im Jahr erfolgt und von der jedes Mitglied im Vorfeld informiert wird, ist die Funkverbindung kurz aktiv. Prüfergebnis und die Gerätenummer werden selbstverständlich verschlüsselt übertragen.

Wie wird das Gerät auf Funktionstüchtigkeit geprüft? Woran erkenne ich, dass es defekt sein könnte?
Die Geräte überwachen sich im Normalbetrieb selbstständig. Sollte der Rauchwarnmelder sich mit einem kurzen Piepen alle 30 Sekunden bemerkbar machen, sollte die Hotline 0800-3334499 von willy.tel informiert werden. Für zwölf Stunden kann das Gerät stummgeschaltet werden. Dafür muss man nur den großen Test- und Stummschaltknopf in der Mitte drücken.

Bekommt willy.tel ein Signal, wenn ein Rauchmelder ausgetauscht werden muss?
Im Rahmen der Ferninspektion übermittelt der Rauchwarnmelder im Prinzip zwei Informationen über das Glasfasernetz an willy.tel. Erstens: die individuelle Gerätenummer des Melders, damit willy.tel weiß, um welches Gerät es sich handelt und welcher Wohnung und welchem Raum es zugeordnet ist. Zweitens: den Betriebszustand, also ob eine Störung vorliegt, die Batterie in Ordnung ist, die Rauch-Eintrittsöffnungen frei sind. Wenn eine Störung vorliegt, muss willy.tel das Gerät vor Ort prüfen und meldet sich bei unserem Mitglied.

Hat willy.tel meine Daten?
Der Datenschutz steht für uns natürlich auch beim Thema Rauchwarnmelder an oberster Stelle. willy.tel verfügt lediglich über die Zuordnung der Rauchwarnmelder, das heißt anhand der Gerätenummer kann willy.tel sehen, dass sich der Melder beispielsweise in der Wohnung Gartenstadtweg 81 im 1. Obergeschoss rechts im Flur befindet. Weitere Informationen über die Bewohner, wie den Namen, hat willy.tel nicht und benötigt sie auch nicht. Erst wenn eine Störung vorliegt, ermöglichen wir willy.tel mit unserem Mitglied Kontakt aufzunehmen.

Wie oft muss die Batterie gewechselt werden?
Die Batterie kann man nicht wechseln. Sie ist fest verbaut und soll zehn Jahre halten.

TIPPS & HILFE

Wie kann ich das Gerät reinigen oder von Staub befreien?
Die Rauchmelder können vorsichtig abgesaugt und feucht abgewischt werden. Insekten und Spinnweben sollten sofort entfernt werden, auch wenn sie sich nur in der Nähe des Geräts befinden.

Was mache ich, wenn ich die Wohnung streiche oder renoviere?
Bei Maler- und Renovierungsarbeiten sollten die Geräte auf jeden Fall abmontiert werden. Dafür den Rauchwarnmelder und die Halteplatte abschrauben und gut verschlossen in einer Plastiktüte aufbewahren, auf der man auch den jeweiligen Raum notiert. Durch Farbe, Lack, Kleister und Staub können die Rauchmelder dauerhaft geschädigt werden. Deshalb bitte nicht überstreichen und zunächst ordentlich lüften, bevor Sie den Melder wieder anbringen. Wichtig: Er muss danach wieder im gleichen Raum an der gleichen Stelle montiert werden.

Muss ich auf etwas achten, wenn ich meine Möbel umstellen will?
Bitte stellen Sie Ihre Möbel so, dass mindestens 50 Zentimeter Abstand zum Rauchwarnmelder eingehalten werden. Prinzipiell werden die Geräte in der Mitte der Raumdecke angebracht, um den Mindestabstand zu gewährleisten. Das sollten Sie auch beachten, wenn Sie eine neue Lampe aufhängen. Die Rauchwarnmelder sind nämlich mit einem speziellen Abstands-Sensor ausgestattet. Werden die benötigten 50 Zentimeter unterschritten, sendet das Gerät eine Fehlermeldung.

Beim Kochen ist etwas angebrannt. Wie stelle ich den Lärm wieder ab?
Drücken Sie den Stummschaltknopf in der Mitte des Gerätes, beseitigen Sie die Ursache und lüften Sie Ihre Wohnung.

Darf man den Rauchwarnmelder abmontieren, wenn er defekt sein sollte oder piept und der Austausch nicht sofort stattfinden kann?
Bitte nicht, appelliert Matthias Demuth. Die Geräte verfügen über eine intelligente Stummschaltfunktion. Also bitte einfach den großen Testknopf drücken und willy.tel über die kostenlose Hotline 0800-333 44 99 anrufen.

Wen soll ich kontaktieren, wenn die Batterie doch leer sein sollte?
Falls sich der Rauchwarnmelder bemerkbar macht – in der Regel durch ein kurzes Piepen alle 30 Sekunden – bitte den Testknopf  in der Mitte des Melders drücken und willy.tel unter der Hotline 0800-333 44 99 anrufen.

Wie erkenne ich einen Fehl-Alarm?
Fehlalarme entstehen in der Regel durch angebranntes Essen, Zigarettenrauch, hoher Staubbelastung, Wasserdampf oder Haarspray. Der Rauchwarnmelder kann Fehlalarme nicht von Bränden unterscheiden. Es ertönt das Alarmsignal und zusätzlich blinkt alle acht Sekunden eine rote LED-Leuchte. Bei einem Fehlalarm lässt sich der Ton für zehn Minuten stumm schalten und endet automatisch. Bei starker Rauchentwicklung kann der Alarm aus Sicherheitsgründen nicht abgestellt werden.

Warum piept der Rauchmelder nur kurz?
Ertönt alle 30 Sekunden ein kurzer Piep-Ton, handelt es sich um einen Störungsalarm. Das heißt: Das Gerät ist defekt. Bitte den Testknopf  in der Mitte des Melders drücken und willy.tel unter der Hotline 0800 333 44 99 anrufen.

Was tun, wenn’s brennt?
1. Wecken Sie Ihre Mitbewohner und verlassen Sie alle sofort das Haus. Wenn möglich, alarmieren Sie unterwegs auch Ihre Nachbarn. Versuchen Sie nicht, Gegenstände zu retten. Falls griffbereit und möglich, nehmen Sie nur Ihren Wohnungsschlüssel und Ihr Handy mit.
2. Sobald Sie in Sicherheit sind, alarmieren Sie die Feuerwehr und die Polizei.
Achtung: Ist das Treppenhaus bereits verqualmt, bleiben Sie unbedingt in Ihrer Wohnung und dichten Sie die Wohnungstür mit nassen Handtüchern ab. Versuchen Sie sich an einem Fenster oder auf Ihrem Balkon bemerkbar zu machen, damit die Feuerwehr Sie retten kann.

Willy.tel hat einen Flyer mit einigen Infos zusammengestellt.

Tummelplatz für Insekten

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Einen Tummelplatz für Insekten zu schaffen, das ist unser Ziel. Andere Menschen zu motivieren, das ist die Kunst. Mit der Wildblumenwiese im Garten der WGW-Geschäftsstelle sowie mit Stauden, Hummelburg und Holzhaufen bieten wir Hummeln und Käfern mehr Nahrung und Unterschlupf. Nachmachen erwünscht!

Rot, gelb, blau, weiß und lila – die Wildblumenwiese bekommt Farbtupfer. Tagsüber summt und brummt es dort. Schmetterlinge saugen den Nektar und Bienen tauchen ihren Rüssel in die Kelche. Sie sammeln Pollen vom Mohn, den
Acker-Ringelblumen und Kornblumen. Beliebte Tankstellen sind auch die eher unbekannten Blüten des weißen Taubenkropf-Leimkrauts und die blauen von der „Gewöhnlichen Ochsenzunge“.

Eine Wildblumenwiese anzulegen, das war 2019 eine der Ideen unserer Umweltgruppe. Außer der Bienenweide kamen weitere Anregungen dazu. „Wir wollen auf dem Grün rund um die Geschäftsstelle mehr wertvolle Brut- und Rückzugsräume für Insekten und Vögel sowie Nahrungsquellen schaffen“, erläutert Vorstandsvorsitzende Christine Stehr. Denn Rasen bietet weder das eine noch das andere. Für unser Konzept wurden wir vom NABU, der Stadt Hamburg und Handelskammer unterstützt. Sie fördern das Projekt „Unternehmensnatur“. Dr. Katharina Schmidt, NABU Hamburg: „Die Stadtnatur ist gefährdet, da viele Flächen versiegelt werden und übertriebene Ordnungsliebe bei Gärtnern herrscht.“
Sie vermittelte uns Diplom-Biologin Kirsten Gulau, die unsere Vorschläge aufnahm und gemeinsam mit uns das neue Konzept für die WGW entwickelte.

Wildblumenwiese
Im April haben wir schon einige Stationen umgesetzt, im Spätsommer geht es weiter. „Eine große Nisthilfe für Wildbienen wollen wir am 18. September noch aufstellen, weitere Nistkästen anbringen, etwa für Zaunkönige und Spatzen, ein Igelhaus bauen und einen Totholzzaun aufschichten“, zählt Projektleiterin Fiona Fuhrmann auf. Außerdem planen wir einen Info-Pfad um die Geschäftsstelle. Möchten Sie Ihren Garten auch insektenfreundlicher anlegen? So klappt es: Für mehr Natur im Garten verwandelten wir einen Teil des Rasens an der Südseite in eine Magerwiese. Mager deshalb, weil die Aussaat von Wildblumen auf einem nährstoffarmen Boden am besten gelingt. „Dafür sollte man die
Grasnarbe abtragen, das Ganze mit Sand auffüllen und heimisches Saatgut einsetzen“, weiß Christine Watz aus dem Mitgliederservice. Die Sandschicht wurde bei uns mit Splitt durchmischt, damit der Boden durchlässiger wird.

Eine Magerwiese hat Vorteile gegenüber „Golfrasen“: Die heimischen Wildpflanzen schaffen mit Pollen, Nektar und Samen viel Nahrung sowie Lebensraum für Insekten und Kleinsäuger wie Igel, die sich von Insekten ernähren.
Weiterer Pluspunkt ist die Pflege. „Eine einmalige Mahd im zeitigen Frühjahr reicht. So bleibt im Winter der Samen für die Vögel übrig und Insekten finden in den Stängeln ein Winterquartier“, erklärt Biologin Gulau.

Hummelburg
„Rund 3.300 versorgten Mitgliedern und ihren Lieben bietet die WGW ein Zuhause. Darüber hinaus jetzt auch Hummeln, die zu den Wildbienen gehören“, sagt Fiona Fuhrmann. Sie bilden Staaten und bevorzugen je nach Art Erdhöhlen oder Steinhaufen für Nester. An einem Standort, der morgens im Schatten liegt und später in der Sonne, fühlen sie sich wohl.
Der Platz soll ebenfalls windgeschützt und ruhig sein. Häufige Störungen durch Menschen sollte man vermeiden. An so einem Ort sucht die begattete Jungkönigin im Frühjahr ein Nest. Unsere kleine Burg haben wir daher an der Westseite gebaut. Durch einen Kräutersaum rundherum locken wir die Brummer an. Jetzt sind wir aufs Frühjahr gespannt!

Stauden und Holzhaufen
Auf der halbschattigen Seite, unserem Moos-Rasen zum Hortensienweg, haben wir heimische Stauden und Bodendecker gepflanzt, die für feuchte Standorte geeignet sind. Auch hier musste die Grasnarbe weichen. Die Fläche wurde mit Sand aufgeschüttet. Jetzt wachsen dort: Heimisches Günsel, Haselwurz, Bohnenkraut, Knotiger Storchschnabel, Braunelle und Beinwell.

Direkt daneben liegt unser Holzhaufen. Das „Totholz“ wird seinem Namen nicht gerecht, denn es steckt voller Leben, etwa Spinnen oder Käfer. Auch Wildbienen nutzen Fraßgänge der Käfer als Brutplatz. Solche Ecken mit Totholz und Herbstschnitt sind wichtig, da der Lebensraum durch „aufgeräumte“ Gärten zunehmend verschwindet. Für Totholzhaufen oder -hecken eignen sich besonders Harthölzer. „Wir haben dafür einen alten Birnbaum aus der Gartenstadt genutzt,
der morsch war“, sagt Fiona Fuhrmann.

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Fotos: WGW

Künftig per Funk

Mehr Sicherheit und ein Plus an Komfort: Das bietet die neue Generation an Rauchwarnmeldern und deshalb rüsten wir um. Bis Dezember wird Vertragspartner willy.tel alle WGW-Wohnungen mit modernen Funkmeldern ausrüsten.

Flure, Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer, Keller- und Dachbodengänge: Dort wird die Technik Einzug halten. Ein umfangreiches Projekt, aber dann haben alle Mitglieder wieder für zehn Jahre Ruhe. „Das ist einer der großen Vorteile“,
erklärt Abteilungsleiter Matthias Demuth. „Die Batterie muss nicht gewechselt werden und die Wartung findet nicht mehr in der Wohnung statt.“ Alles läuft automatisch aus der Ferne – ohne Blinken, ohne Ton. Demuth: „Um die Funktion zu prüfen, werden die Geräte kurz über das Glasfasernetz angefunkt. Danach schalten sie wieder in den Stand-by-Modus, in dem keine Verbindung mehr besteht.“

Anders als bei ihren Vorgängern bekommt man von den neuen Lebensrettern also nichts mit – außer natürlich, wenn sie Alarm geben. Dann gilt wie bisher: Schutzmaßnahmen ergreifen und die Feuerwehr rufen. Wenn nur die Kartoffeln angebrannt sind, den Stummschalter drücken und lüften. Eine genaue Anleitung bringen die willy.tel-Techniker mit. Darin steht auch, was bei einer Renovierung oder beim Hausputz zu tun ist. Tipp: Nicht abmontieren, sonst melden die Geräte eine Fehlfunktion.

Tschüss Rainer!

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Seit fast 16 Jahren ist Rainer Winter (li.) für uns als Hauswart unterwegs. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Am 1. Oktober geht der 64-Jährige in Rente.

„Jederzeit mit dem Herzen am rechten Fleck für seine Mieter: So beschreibt man ihn am besten, wenn man passende Worte für seinen langen, engagierten Einsatz bei der WGW finden möchte“, skizziert ihn Matthias Demuth, Abteilungsleiter Mieterservice. Und setzt augenzwinkernd hinzu: „Sein kommunikatives Wesen wird uns bestimmt fehlen.“ Rainer Winter ist schwer zu bremsen, besonders in Sachen Herzlichkeit. Aber genau das macht ihn aus. „Unsere Hauswarte brauchen handwerkliches Geschick und vor allem Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Menschen“, führt Vorstandsvorsitzende Christine Stehr aus. „Herr Winter hat mit seiner offenen und herzlichen Art immer schnell den richtigen Draht gefunden – auch in kniffligen Situationen.“

„Er ist der geborene Hauswart. Genau so, wie man ihn sich wünscht“, pflichtet Britta Elfers aus dem Mieterservice bei. Ebenso wie ihre Kollegin Kirsten Leisner hat sie fast zehn Jahre mit ihm zusammengearbeitet. Beide schätzen ihn als Kollegen und „gute Seele“ in den Wohnanlagen, da er für die Mitglieder jederzeit ein offenes Ohr hat. „Der Kontakt zu den Menschen wird mir fehlen“, gibt er zu. Damit meint er vor allem unsere Mitglieder in Hamm, Horn, Billstedt, Eilbek, Marienthal und der Gartenstadt.

Und sie sind nicht minder traurig, etwa Birsel Labiadh. Sie weiß auch von ihren Nachbarn: „Er war nicht nur Hauswart. Für viele von uns war er Vater, Sohn und Freund.“ Für Rainer Winter war die Arbeit mehr
als ein Beruf, eine „Berufung“. Ein Grund, warum er ein Jahr länger bei der WGW gearbeitet hat. Irgendwann muss aber Schluss sein, findet er. „Ich will mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Langweilig wird mir sicher nicht – genug Hobbys, etwa Fotografieren, habe ich ja.“

Der Neue
Für Hauswart Michael Kruse geht es jetzt richtig los, er übernimmt Rainer Winters Aufgaben. Bereits seit November 2018 vertritt er unsere Hauswarte im Urlaub und ist überall dort eingesprungen, wo er gebraucht wurde – zuletzt vor allem bei den Wohnanlagen von Rainer Winter. Daher kennt er sie auch wie seine Westentasche. Bei dem gelernten Tischler sind
unsere Mitglieder ab November 2020 also weiter in besten Händen. Ihren neuen Ansprechpartner erreichen Sie ebenfalls unter Telefon 040-29823520.

Foto: Hermann Jansen

Die Bienenfreunde

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Auf dem Balkon, am Gartenhaus oder Baum, viele haben jetzt einen sonnigen Platz: unsere Nisthilfen für Wildbienen. Im Rahmen der Aktion 110 Jahre WGW haben wir sie an Bienenfreunde unter den Mitgliedern verschenkt.

Eines der Bienenhotels geht in die Groß Borsteler Straße. „Das kommt auf unseren Balkon, geschützt vor Regen ans Rankgitter“, sagt Mitglied Anja Treder. Ihr Sohn Tjorven ist als Bienenretter mit von der Partie, gräbt die Erde bei den Beeten mit um und sorgt für pollenreiche Nahrung. „Er hat sogar Taschengeld beigesteuert, um bienenfreundliche Pflanzen dafür zu kaufen.“ Mit etwas Glück konnte Tjorven noch Wildbienen bei der Arbeit an der Nisthilfe sehen, denn je nach Art legen die Weibchen etwa von April bis Juli Eier und Pollenvorrat in die Brutzellen.

„Vielen Dank! Meine Kinder werden sich freuen“, sagt Christian Klimmet, als er die Nisthilfe in Empfang nimmt. Seine Familie mag es, wenn’s im Garten summt. „Wir unterstützen gerne Wildbienen, wir haben ja auch Erdhummeln hier“, berichtet er und deutet auf die Löcher im Sand − auf den Teil des Grundstücks in der Gartenstadtsiedlung, wo Blumen wachsen, die sich selbst aussäen. „Ich bekomme zwar regelmäßig Prospekte von Gärtnern in den Briefkasten“, schmunzelt er, „aber der Wildwuchs bleibt“ - als Futterquelle für Biene und Co.

Der Garten von Walter Unseld ist ebenfalls eine Bienenweide mit Storchenschnabel, Malve, Lavendel und Frauenmantel. Das Häuschen „hänge ich neben der Rose, am Schuppen auf“, sagt er. Genug Pollen und Nektar für den Nachwuchs der Wildbienen bietet auch Ulla Lüssow aus dem Kirschblütenhof in ihrer „Oase“. So bezeichnet sie ihr kleines Fleckchen mit Kosmeen, Nachtkerzen und Rhododendron. „Die Nisthilfe kann vielleicht mein Enkel aufhängen, wenn er kommt“ überlegt sie. „Aber das geht doch auch mit einem Haken, den ich in den Zaun hänge. Den habe ich noch im Keller.“ Selbst ist die Frau.

„Eine tolle Idee, diese Aktion“, ist sich Ehepaar Brabandt einig. Ein Insektenhotel haben wir schon, das von der WGW kommt daneben, sagt Jürgen Brabandt. Selbst wenn, wie seine Frau Renate erzählt, „schon mal der Specht dran war“. − „Aber das ist eben der Lauf der Natur.“

Foto: Hermann Jansen

So läuft's auf unseren Baustellen

Anfang des Jahres haben wir Sie über Modernisierungen und Instandhaltungen für 2020 informiert. Bis Juli wurde in unseren Wohnanlagen viel gearbeitet.

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Pillauer Straße 2 A + B +++ Gauben für neue Dachgeschosswohnungen errichtet +++ Wärmedämmung der Fassade geht weiter +++ Fenster ausgetauscht +++ Innenausbau: Wände für Wohnungen gestellt +++ Elektroarbeiten laufen, ebenso Sanitär- und Heizungsinstallationen +++ Planung der Außenanlage gestartet +++

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Saseler Straße 130 - 134 E
+++ Erster Aufzug in Haus 132 erneuert (siehe Foto Aufzugsschacht) +++ Arbeiten am zweiten Aufzug in vollem Gange +++ Einbau des zusätzlichen Aufzugs in Haus 130 schreitet voran +++ Abschluss der Strangsanierungen bis Mitte September geplant: wahlweise mit Erneuerung von Bad oder Küche +++

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Eydtkuhnenweg 1 A + B
+++ Fenstereinbau abgeschlossen +++ Dämmarbeiten an der Fassade laufen +++ Dachüberstand verbreitert, elektrische Leitungen verlängert +++ Dämmung der Kellerdecke, Optimierung der Heizungsanlage +++ Gestaltung der Außenanlagen +++

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Eilbeker Weg 20 - 28

+++ Fahrrad-Carport für 16 Fahrräder aufgestellt +++ Über das grüne Dach freuen sich außer unseren Mitgliedern auch Bienen und Insekten +++

Fotos: Joachim Habermann (1), WGW

Weg mit den Geranien!

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Was ist schöner als ein großer Balkon? Ein großer Balkon mit nektarreichen Pflanzen. Den können unsere Mitglieder in Niendorf jetzt genießen – und alle Schmetterlinge und Bienen ebenso.

Groß Borsteler Straße 23, um 15 Uhr: Eigentlich sollte es hier nach Kaffee duften, Kinderlachen zu hören sein und die Bewohner der neuen Wohnanlage sollten ins Gespräch vertieft sein. Stattdessen warten Abteilungsleiter Matthias Demuth, Torsten Schien aus dem Mieterservice, Christine Watz vom Mitgliederservice und Hauswart Markus Krause auf einer Seite im Innenhof. Balkonkästen und Blumenkübel stehen auf der anderen Seite und im Viertelstunden-Takt kommt ein Mitglied vorbei.

„Wir hatten ein Fest geplant, damit sich die Nachbarn kennenlernen können“, erklärt Torsten Schien. Das war allerdings vor Corona. Zum Schutz aller Beteiligten wurde neu geplant – und das kommt richtig gut an! „Toll, dass die Genossenschaft nicht einfach nur abgesagt hat“, meint Marianne Matthiesen und kommt aus dem Staunen kaum heraus, als sie ihre beiden Balkonkästen sieht, die sie geschenkt bekommt. „Die sind ja riesig!“

Auch Armin Stamer hat „etwas Kleineres“ erwartet, wie er lachend zugibt. „Aber es ist doch prima, so haben die Bienen Auswahl.“ Stimmt. Mit Mädchenauge, Lavendel, Glockenblume, Schneeheide und Salbei sind die Kästen schön und nützlich bepflanzt. „Von Salbei und Lavendel werden die Bienen satt und man kann sie auch fürs Kochen verwenden. Geranien dagegen, eine der beliebtesten Balkonpflanzen, bieten keinen oder nur wenig Pollen und Nektar“, sagt Christine Watz.

Isabell Dreßler freut es doppelt. „Meine Mutter ist Gärtnerin und wollte mir eigentlich helfen, meine Terrasse zu gestalten. Bisher klappte es nicht. Jetzt können wir genießen und ich mache noch etwas für die Natur.“

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Fotos: Hermann Jansen

Jetzt summt und brummt es

Ein Paradies für Insekten - das ist das Ziel. Die ersten Schritte auf dem Weg dorthin hat die WGW-Umweltgruppe umgesetzt: Auf einer Fläche der Grünanlage der Geschäftsstelle haben wir eine Wildblumenwiese angelegt. Das ist aber nicht alles. Wir möchten einen Info-Pfad verwirklichen, der Interessierten anschaulich zeigt, was sie vor sich sehen. Bis es soweit ist und diese Erklär-Tafeln stehen, erfahren Sie etwas über die bisherigen Stationen Wildblumenwiese, Hummelburg, Totholzhaufen und Bodendecker. Im Herbst geht es dann weiter. Viel Spaß beim Nachmachen wünscht Ihre WGW!

Das bundesweite "Netzwerk Nachbarschaft" prämiert übrigens Aktionen für Artenschutz im Wohnumfeld! Bis zum 31. August kann man sich dort noch bewerben: www.netzwerk-nachbarschaft.net/wettbewerbe/jede-wiese-zaehlt.

Blumenwiese
Ein Teil des Rasens vor dem Treppenturm wird zur Wildblumenwiese, zu einer „Magerwiese“. Über 40 heimische Wildpflanzen schaffen mit Pollen, Nektar und Samen mehr Nahrung sowie Lebensraum für viele Insekten, etwa Schmetterlinge, Kleinsäuger, wie Igel und Eichhörnchen, aber vor allem Wildbienen. Weltbienentag ist übrigens jedes Jahr am 20. Mai.

Vorher: Rasenfläche bietet weder Nahrung noch Unterschlupf für Insekten.

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Jetzt:
Aussaat auf abgemagertem Boden. In einigen Wochen wird es auf der runden Fläche der Südseite bunt blühen: Malve, Akelei, Salbei, Kamille, Glockenblume, Kornblume, Kosmee, Margerite, Lichtnelke und viele mehr.

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Die ersten Blüten im Juni
: In der blühenden Magerwiese wachsen jetzt unter anderem gelbe Acker-Ringelblumen, Mohn, Margeriten, Taubenkropf-Leimkraut mit weiß-rosefarbenen Blüten und "Gewöhnliche Ochsenzunge" mit blauen Blüten (siehe Foto). Die Hummeln sammeln schon eifrig.

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Hummelburg
Die WGW bietet rund 3.300 Mitgliedern und ihren Familien ein Zuhause, darüber hinaus jetzt auch Hummeln, die zu den Wildbienen gehören, und anderen Insekten.

Vorher: Rasen bietet keinen Nistplatz und auch keinen Unterschlupf für Insekten wie Hummeln.

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Jetzt: Hummeln bevorzugen Erdhöhlen oder Steinhaufen für ihre Nester. An einem Standort, der morgens im Schatten liegt und später in der Sonne, fühlen sie sich sehr wohl. Wir haben die "Hummelburg" an der Westseite aufgebaut. Mittlerweile sind auch Stauden wie Storchenschnabel oder Lavendel rund um die Burg gepflanzt (Foto unten). Und der weiße Klee bleibt als Bienenfutter noch etwas stehen.

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Heimische Stauden und ein Totholzhaufen
Auf der halbschattigen Seite, dem vermoosten Rasen zum Hortensienweg, pflanzen wir heimische Stauden und Bodendecker: darunter Heimisches Günsel, Haselwurz, Knotiger Storchschnabel, Braunelle, Bohnenkraut und Beinwell. Damit schaffen wir Nahrungsquellen für Insekten wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Vorher: Hier brummt und summt nichts. Ab und an hüpft ein Kaninchen vorbei oder ein Nachbarshund flitzt über das Moos auf der Nordseite.

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Jetzt: Brennholz zu verschenken? Nein, wo denken Sie hin! Neben der Fläche für Stauden bietet ein Totholzhaufen einen wichtigen Lebensraum für verschiedene Arten, etwa Käfer. Auch Wildbienen nutzen die Käfer-Fraßgänge als Brutplätze. Für einen Totholzhaufen eignen sich besonders Harthölzer. Wir haben dafür einen alten Birnbaum aus der Gartenstadt genutzt, der morsch war und gefällt werden musste.

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Und das haben wir für Herbst 2020 geplant:

- ein Igel-Haus (ähnlich wie im Foto unten)
- eine Totholzhecke amnord- östlichen Grundstücksrand
- weitere Nistkästen für Vögel, etwa Zaunkönige und Stare
- eine Nisthilfe neben der Wildblumenwiese (Foto unten, größere Nisthilfe in Rahlstedt)
- Info-Tafeln für die einzelnen Stationen

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Igel Pauli auf der Veranda seines Hauses in Oberbayern.

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Eine große Nisthilfe für Wildbienen steht seit September 2019 in unserer Wohnanlage in der Sieker Landstraße 41 in Rahlstedt und wird schon bewohnt. Die künftige Nisthilfe vor der Geschäftsstelle wird mit vier Fächern etwas kleiner. Gefüllt werden die Fächer mit Holz und Bambus.

Sie dürfen also gespannt bleiben! Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

Fotos: WGW (7), privat (1)

Aktion 110 Jahre WGW: Bienenhotels zu verschenken!

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Können Sie es kaum erwarten, endlich wieder etwas auf dem Balkon oder im Garten zu pflanzen, um auch Bienen und Schmetterlinge anzulocken? Dann sind Sie genau die Richtigen für die Aktion zu unserem 110-jährigen Jubiläum.

Das Jubiläumsjahr 2020 starten wir auf eine etwas andere Art. Wir fördern Ihre Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz, die sich in unseren WGW-Wohnanlagen verwirklichen lassen. Außerdem suchen wir 110 Bienen-Paten unter allen Mitgliedern, die mit einer Nisthilfe dem Nachwuchs von Wildbienen ein Zuhause geben (siehe Foto unten).

Haben Sie grüne, pfiffige Ideen, die sich dem Naturschutz widmen? Wollten Sie schon immer etwa ein Hochbeet mit Kräutern und Gemüse anlegen, aber es scheiterte am Geld und dem zu kleinen Platz auf dem Balkon? Können Sie sich vorstellen, auf einer sonnigen Südseite auch ein großes Insektenhotel aufzustellen, wie in unserer Wohnanlage in der Sieker Landstraße 41? Oder träumen Sie davon, eine Magerwiese mit Wildblumen anzulegen, auf der Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten Nahrung und Unterschlupf finden?

Schreiben Sie uns, was Sie auf die Beine stellen wollen, warum und mit wem Sie das planen. Oder schreiben Sie uns, dass Sie ein Bienenhäuschen haben wollen. Den Download des Coupons Bienen-Pate und den Download für die Grüne Idee können Sie ausdrucken, ausfüllen und in einen unserer Briefkästen der Service-Büros werfen. (Einsendeschluss: 30. Juni)

Seien Sie kreativ, schließen Sie sich mit anderen WGW-Mitgliedern zusammen und tüfteln gemeinsam etwas aus. Wir unterstützen
Ihre guten Vorschläge finanziell und helfen Ihnen so bei der Umsetzung.

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Nisthilfe für Wildbienen: Sie legen ihre Eier
in die Bambusröhrchen. Bevorzugt wird eine
sonnige und vor Regen geschützte Lage.

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Geprüft und für gut befunden: eine rostrote
Mauerbiene krabbelt in die Bambusröhrchen,
legt dort Eier und befüllt die Brutzellen mit
Pollen als Futterquelle für die Larven. Ab Juli
leben die Bienen im Kokon bis zum nächsten
Frühjahr und verlassen dann das Nest durch
bis dahin verschlossenen Eingang.

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In Etappen zum neuen Wohngefühl

Frei nach diesem Motto starteten wir im Januar 2020 mit der Innenmodernisierung der Wohnanlage in der Saseler Straße. Was das für unsere Mitglieder bedeutet, sahen die Vertreter bei der Ausfahrt. Der Weg zur Musterwohnung ist staubig. Der Blick auf die ausgehängten Pläne lässt erahnen, welche Unannehmlichkeiten eine Modernisierung erst einmal mit sich bringen kann. Doch das Ziel ist in Sichtweite: In zweiwöchigen Etappen arbeiten wir uns von Strang zu Strang der Heizungs- und Wasserleitungen. Im Hauseingang 130 sind vier von fünf bereits fertig. Einige Mitglieder erhalten neue Bäder, andere eine neue Einbauküche: insgesamt 52 Bäder und 16 Küchen. Hausnummer 130 bekommt einen zweiten Lift. Die vorhandenen Aufzüge werden erneuert.

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Bei allen Arbeiten muss der Brandschutz gewährleistet bleiben. Auch die Leckagen sollen künftig kein Thema mehr sein. „Dafür müssen wir die Rohrschächte in der Küche öffnen“, erklärt Heiko Flatz, technischer Sachbearbeiter. „Fast überall werden daher Teile der Küchen ausgebaut.“ Wer sich für die Modernisierung von Küche oder Bad entschieden hat, kann einige Tage die Räume nicht nutzen.

Selbstverständlich lassen wir unsere Mitglieder damit nicht allein. „Wer möchte, kann vorübergehend in eine unserer Gästewohnungen ziehen“, sagt Fiona Fuhrmann aus dem Mieterservice. „Wer bleibt, kann die Bäder und Küchen von einer der Leerwohnungen nutzen, die wir vorsorglich nicht vermietet haben. Auf Wunsch stellen wir auch ein mobiles WC in die Wohnung“, ergänzt Fuhrmann.

Ein Service, der nicht nur die Bewohner vor Ort begeistert. „Einfach toll, dass unsere Genossenschaft so etwas ermöglicht und die Miete nur um maximal einen symbolischen Euro erhöht“, meinte Mitgliedervertreter Gernot Schultz bei der Vertreterausfahrt. Auch Frank Jäger war begeistert, insbesondere über die Qualität und die reduzierten Barrieren: „Handtuchheizkörper und ein Sitzpodest in der Dusche – das macht Menschen glücklich!“ Er hat Recht, wie erste freudige Rückmeldungen der Bewohner zeigen. Eigentlich war geplant, dass bereits viel mehr Mitglieder dieses neue Wohngefühl genießen.

In den Leerwohnungen läuft der Betrieb zwar weiter, aber in den vermieteten Wohnungen haben wir wegen des Corona-Virus die Modernisierung gestoppt – zum Schutz der Bewohner. Sobald es möglich ist, werden die Arbeiten wieder aufgenommen. Schließlich gibt es noch einiges zu tun: weitere Stränge sanieren, die neuen Aufzüge einbauen, sowie die Treppenhäuser und Eingänge überarbeiten.

Aktuelles von der Modernisierung finden Sie hier.

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Vorher-Nachher: Statt Wannen gibt es jetzt Duschen ohne Barrieren.

Fotos: Hermann Jansen (1), WGW (2)

Hello again!

"Witzig war, dass keiner den anderen erkannt hat. Aber so ist das, wenn man sich nach 50 Jahren wieder sieht", erzählt Rolf Angerstein. Er hatte ein Treffen von ehemaligen Gartenstadtkindern organisiert. In der "bei uns"- Ausgabe 01/2019 berichteten wir über Monika Ramsthaler und Rolf Angerstein. Beide suchten nach Gesichtern aus ihrer Jugend während der Zeit in der Gartenstadt Wandsbek. Sie wurden fündig. "Angerufen haben einige und es hat Arbeit gemacht", sagt Angerstein. Dennoch habe es sich gelohnt, auch wenn zum Treffen " nur der harte Kern" kam. Den Kontakt wollen sie auf jeden Fall halten.

Kinder Gartenstadt 1950er - 3.jpgFoto: Archiv Monika Ramsthaler

Wichtige Beschlüsse gefasst

2019_Vertreterversammlung_-099 bearbeitet.JPGDie ordentliche Vertreterversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt Wandsbek eG fand in diesem Jahr, aufgrund der Einschränkungen zur Versammlungsmöglichkeit, bisher noch nicht wie gewohnt statt. So war es aufgrund der angezeigten Vorsichtsmaßnahmen und Kontaktsperren in diesem Jahr erstmalig notwendig, die für den 18. Mai 2020 vorgesehene Vertreterversammlung zu verschieben und die Beschlussfassungen durch das Gremium schriftlich vorzunehmen.

Die dennoch in erfreulich großer Zahl abgegebenen Stimmen wurden am 25. Mai 2020 ausgezählt und die Beschlüsse über die Einstellung in die Ergebnisrücklagen zum 31.12.2019, zur Feststellung des Jahresabschlusses, zur Verwendung des Bilanzgewinnes und zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat auf diesem Wege gefasst.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Mitgliederbereich.

                         

 Foto: Hermann Jansen

Hier wird MIETERHILFE groß geschrieben

Bemerkenswerte Hilfsangebote von Mitgliedern für Mitglieder sind in den letzten Wochen wegen der Corona-Pandemie entstanden. Unsere Hauswarte haben einige Aushänge in unseren Häusern fotografiert. Wir zeigen Ihnen daraus Beispiele und bedanken uns herzlich für die Unterstützung, die Sie anderen Menschen anbieten. Denn das ist es, was eine Genossenschaft ausmacht.

Haben Sie auch eine schöne Geste erfahren, Hilfe von Ihren Nachbarn erhalten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: info@gartenstadt-wandsbek.de

Foto von Markus Krause_2_Groß Borsteler Straße - klein.jpg

„Sogar der Postbote gab uns einen Tipp“
„Fenna kam zu mir und sagte: Irgendetwas müssen wir auch tun. Ich bin jung, keine Risikogruppe und möchte helfen. So entstand die Idee für den Aushang“, erzählt Klaudine Flathmann, die Mutter von Fenna. Jetzt fährt ihre Tochter für einige Nachbarn aus dem eigenen und dem Nachbarhaus mit dem Drahtesel los. Noch vor oder nach ihrem Schichtdienst. Sie erledigt Besorgungen für ältere Menschen, die wegen Corona und des Risikos Zuhause bleiben.

Fenna Flathmann wohnt mit Ihrer Mutter in der Groß Borsteler Straße in einem unserer Mehfamilienhäuser. Aktuell legt sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr in einem Schwerbehindertenheim ab. In Zeiten von Corona anderen Hilfe anzubieten – das ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Auch vorher hatten die Nachbarn untereinander ein gutes Verhältnis.

Anfangs waren alle zurückhaltend, jetzt freuen sich die Nachbarn sehr und rufen gerne an, um Bestellungen abzugeben. „Sogar der Postbote hat bei uns geklingelt und gebeten, einer betagten Dame aus dem Nachbarhaus unter die Arme zu greifen, da diese trotz Warnung alleine einkaufen war“, sagt Klaudine Flathmann.
Fenna findet es „schön, wenn man einen sozialen Beitrag leisten kann“. Für die Zeit nach den Einschränkungen wegen der Pandemie wünscht sie sich, mit neu gewonnen Kontakten mal einen Kaffee zu trinken oder gemeinsam spazieren zu gehen.

„Es wäre schön, wenn Menschen die Angebote annehmen“
Auch für Beatrice Sedat aus der Uwestraße ist es selbstverständlich, Ihre Unterstützung für Nachbarn anzubieten. Ihre Eltern gehören zur Risikogruppe, so lag es auf der Hand, auch für andere, die gefährdet sind, etwas zu tun.
Bisher wurde das Angebot noch nicht in Anspruch genommen. „Mein Mann und ich, wir sind beide berufstätig. Vielleicht meinen manche daher, uns zur Last zu fallen, wenn sie sich melden. Aber das ist nicht so.“  Andere, vermutet sie, wollten ihre alltäglichen Dinge selbst erledigen, um ihre sozialen Kontakte nicht zu verlieren. Beatrice Sedat; „Ich hoffe, dass mir ebenfalls Hilfe angeboten wird, wenn ich in die gleiche Situation kommen sollte. Das wäre schön.“

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Alltagsmasken und Applaus für die Helfer
So unterschiedlich die Beweggründe der Mitglieder sind, Zettel ins Treppenhaus zu hängen, so verschieden sind auch die Angebote und Appelle. Gefreut hat uns auch die Initiative von Sybille Peters. Sie näht für die Nachbarn in der Saseler Straße Mund-Nasen-Bedeckungen.

Im Schnelsener Weg werden Nachbarn zum gemeinsamen Applaus für den „unermüdlichen Einsatz der Helfer“ aufgerufen.

Sybille Peters_Masken_.jpgFoto von Sven Christiansen, Schnelsener Weg 26-40.jpgFotos: WGW

Coupon: Nisthilfe für Wildbienen
Coupon: Grüne Idee
Einige Millionen fürs Wohnen

Welche Anlage wird wann modernisiert? Wer trifft die Entscheidung? „Bei der WGW arbeiten wir mit einem Fünf-Jahres-Plan, den wir ständig auf den aktuellen Stand bringen“, erklärt Aufsichtsrat und Vorsitzender des Bau- und Wohnungsausschusses Ingo Tiedemann. „Konkret wird es spätestens ein Jahr, bevor die Maßnahmen starten.“ Außerdem geht es nach Dringlichkeit. „Im Falle eines Brandes oder Sturmschadens würden wir das betroffene Haus vorziehen, soweit größere Maßnahmen fällig wären.“ Oder wenn sich die Fördervoraussetzungen und Fördermöglichkeiten ändern, mit denen man Geld sparen kann. „Darauf haben Vorstand und Sachbearbeiter ein besonderes Auge“, unterstreicht Tiedemann.

2020 haben wir folgende Maßnahmen auf unserer Liste:

Eydtkuhnenweg 1 A + B
In den vergangenen Jahren haben wir mehrere Häuserzeilen im Eydtkuhnenweg modernisiert. Jetzt ist das vorderste Gebäude mit
33 Wohnungen an der Reihe. „Da es so etwas wie der Eingang zum Quartier ist, wird die Fassade anders gestaltet“, erläutert die technische Sachbearbeiterin Eva Janta. Und zwar mit Willkommensgrüßen in verschiedenen Sprachen (siehe Illustration unten).

Variante 2_ Herzlich willkommen.jpg

Optisch wird die Wohnanlage moderner, aber der Fokus liegt auf der Energieeinsparung. Dafür dämmen wir voraussichtlich ab Mai 2020 zusätzlich die Fassade und die Kellerdecken, denn das Dach ist bereits energetisch saniert. Zudem erneuern wir die Fenster, setzen die Balkone instand, planen einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage und renovieren die Treppenhäuser inklusive Austausch der Türen und Fenster.

Der krönende Abschluss ist eine neu gestaltete Außenanlage. Was bleibt ist der Aufzug. Er wurde bereits 2010 angebaut, um den Weg zu den Laubengängen und Wohnungseingängen barrierearm zu gestalten.
Investitionskosten: ca. 1,15 Millionen Euro


Pillauer Straße 2 A + B / Lesserstraße 148 - 150
Das WGW-Haus mit dieser Adresse kennt jedes Kind in der Gartenstadt. „Es ist das Haspa-Gebäude“, sagt Eva Janta, schräg gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt. Die Wohnungen sowie die Räume der Arztpraxis in der ersten Etage waren bereits Alleineigentum der WGW. „Vor drei Jahren kam auch die Gewerbefläche im Erdgeschoss dazu“, sagt Janta. Der Kauf der Gewebefläche im Erdgeschoss hat unsere Modernisierungspläne noch bestärkt. „Mit ähnlichen Maßnahmen wie im Eydtkuhnenweg wird das Haus energetisch modernisiert“, erklärt sie.

„Weiterhin werden wir im Dachgeschoss zwei neue Wohnungen bauen.“ Etwa 80 Quadratmeter Wohnfläche, drei Zimmer, Küche, Bad: Dort, wo bisher Ungenutztes gelagert wurde, können wahrscheinlich im Herbst zwei Familien einziehen.
Investitionskosten: ca. 1,6 Millionen Euro

3 D-Visualisierung Ausschnitt Haspa-Gebäude Pillauer_Lesser.jpg


Tilsiter Straße 30

Bei der Doppelhaushälfte in unserer Gartenstadt handelt es sich um eines der Häuser, das unsere Gründerväter erbaut haben.
1911 fertiggestellt, war es bis August vorigen Jahres bewohnt. Die Modernisierung ist kostenintensiv, da diese Haushälfte mit
etwa 100 Quadratmetern vollständig entkernt wurde. Eine Trägerkonstruktion kam in die Decke des Erdgeschosses. Dafür war
ein neues Fundament nötig, das die Last aufnimmt. Die alten Schilfrohrdecken (Foto unten) trugen nicht mehr, sie wurden
mit Spritzbeton verfestigt. Fenster und Fußböden werden erneuert, die Elektrik neu verlegt.

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Die WGW möchte die Gartenstadthäuser erhalten und steckt viel Geld in die milieugeschützte Siedlung. „Die Häuser sind der Ursprung, das Herz unserer Genossenschaft“, erklärt Eva Janta. "Wer seine Wurzeln kennt, hat auch Visionen für die Zukunft.“
Investitionskosten: ca. 260.000 Euro


Saseler Straße 130 - 134 E
Das größte Projekt bleibt 2020 die Wohnanlage in Rahlstedt. Nachdem bisher das Dach, die Fassade, Fenster und Balkone modernisiert wurden, ist in diesem Jahr das Innere der beiden Gebäude an der Reihe. „Damit konnten wir sogar schon im Januar starten“, sagt der technische Sachbearbeiter Heiko Flatz. Erneuert werden alle Abwasser-, Heizungs- sowie Warmwasserleitungen, da es immer wieder Leckagen gab. Parallel bekommen viele Wohnungen moderne Bäder oder Küchen (siehe dazu unseren Newsticker).
Im Anschluss werden die Treppenhäuser neu gestaltet und die Aufzüge modernisiert. Sobald wir die Baugenehmigung erhalten, erfüllen wir einen Mitgliederwunsch: Hausnummer 130 erhält einen zweiten Aufzug.
Investitionskosten: ca. 4 Millionen Euro

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Zusätzlich stehen in diesem Jahr weitere Arbeiten an:

  • Neue Fahrradstellplätze:Eilbeker Weg 20 - 28, Wagnerstraße 126 - 130
  • Außenwand instand setzen, Lüfterabdeckungen, Erneuern der Geländer und Beleuchtung für die Tiefgarage:
    Uwestraße 9 - 17
  • Treppenhäuser instand setzen: Wildacker 2 + 4
  • Balkone instand setzen: Rotbergfeld 40 - 48

Visualisierungen: Brillux, Farbstudio Hamburg (2), Fotos: Hermann Jansen (1), WGW (1)

WGW für Umwelt und Klima

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Das kennt jeder: Manche Gewohnheiten sind so selbstverständlich, dass man sie im Alltag kaum noch wahrnimmt. Dem WGW-Team ging es so mit dem Umweltschutz. Jetzt zogen wir Bilanz und starten mit grünen Aktionen.

Die Maßnahmen und Aktionen der vergangenen Jahre waren nicht allen bei der WGW so präsent. Schade eigentlich. Daher initiierten wir eine Umwelt- und Klima-Arbeitsgruppe und es wurde schnell klar: Unsere Liste ist lang und facettenreich.

Den größten Part nehmen – naturgemäß bei einer Wohnungsgenossenschaft – die laufenden energetischen Modernisierungen unseres Bestands ein. Dazu kommen viele weitere kleinere und größere umweltschützende Schritte: Wir versuchen, so oft wie möglich mit Handwerkern und Dienstleistern aus Hamburg und Umgebung zu arbeiten. Für unsere Veranstaltungen kaufen wir weitestgehend regional ein und servieren Kuchen auf Porzellan statt auf Plastiktellern. Unsere Fahrzeugflotte besteht größtenteils aus Hybrid-Autos und wir achten auf den Artenschutz: Unsere Geschäftsstelle hat eine Vogelschutzverglasung. In vielen Wohnanlagen haben wir Kunsthöhlen für Fledermäuse integriert, Nisthilfen für Vögel und neuerdings auch für Wildbienen.

„Als wir das zusammengetragen hatten, haben viele gestaunt“, erzählt Vorstandsvorsitzende Christine Stehr. „Das zeigt wohl, dass der Umwelt- und Artenschutz längst in unsere DNA übergegangen ist.“ Deshalb legen wir auch nicht die Hände in den Schoß, sondern machen weiter – mit kreativen Ideen, die wir gemeinsam erarbeiten und bewerten.

„Aus dem Rasen an unserer Geschäftsstelle könnte eine Blumenwiese werden“, gibt die kaufmännische Sachbearbeiterin und Arbeitsgruppen-Mitglied Fiona Fuhrmann einen Ausblick. Rechnungswesen-Abteilungsleiter Torben Seidel ist es ein besonderes Anliegen, Kunststoffe im Alltag weiter zu reduzieren. Der Papierverbrauch wird ebenfalls erneut genau unter die Lupe genommen. „Wir drucken zwar schon beidseitig“, erklärt Christine Stehr, „aber der Verbrauch ist für unseren Geschmack immer noch zu hoch.“

Als Ausgleich beschloss das WGW-Team deshalb spontan, zwei Bäume zu spenden. Und die werden auch nicht irgendwo gepflanzt. Im Rahmen der städtischen Aktion „Mein Baum – meine Stadt“ fanden sich zwei Straßenbäume im WGW-Umfeld: eine Gold-Gleditschie für den Goldlackweg 47 und eine Kaiser-Linde für den Rahlstedter Kamp 2.

Foto: WGW

Endlich Zuhause!

Für 21 WGW-Mitglieder war schon Anfang Dezember 2019 Bescherung: Sie erhielten die Schlüssel zu ihrer neuen Wohnung
im Neubau in der Groß Borsteler Straße 23 A-C in Niendorf. Einen Monat früher als geplant.

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Realisieren ließ sich der Neubau in der Nachbarschaft bestehender WGW-Wohnungen, da die Fläche bereits uns gehörte und kein Grundstück gekauft werden musste. Nachdem der Gewerbemieter ausgezogen war, haben wir das alte Gebäude und Garagen abgerissen, um Wohnungen für Mitglieder bauen zu können: mit wenigen Barrieren, energieeffizient und bezahlbar.

Das weiß auch Friederike Melzer zu schätzen und strahlt. Der Hamburgerin erscheint es wie ein kleines Wunder, dass sie hier steht. „Ich habe eine Ewigkeit gesucht“, erzählt sie. „Dann kam der Anruf von Herrn Schien: Jemand ist abgesprungen und ich könnte die Wohnung bekommen.“ Sie sagte sofort zu. „Wo bekommt man denn noch Wohnungen zu so einem Preis? Private Vermieter verlangen in Niendorf zwischen 1.400 und 1.800 Euro.“ Für die 76 Quadratmeter zahlt Friederike Melzer jetzt 726 Euro nettokalt. Ein bezahlbarer Preis für die berufstätige Mutter. „Falls es doch mal knapp werden sollte, kann ich Liegeplätze auf der Terrasse vermieten“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. „So groß ist die Terrasse.“ Der kaufmännische Sachbearbeiter Torsten Schien und Hauswart Markus Krause (im Bild unten) freuen sich mit ihr und schenken ihr einen Willkommensgruß der WGW, Brot und Salz.

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Für Stefanie und Adem Bektas (Foto unten) bedeutet der Umzug nach Niendorf den Startschuss vom lang erträumten Leben in Hamburg. „Wir kommen aus Kiel und wollten immer in die Großstadt“, verrät sie. Beruflich ist ihr Mann schon umgezogen. Stefanie Bektas
pendelt vorerst. Das macht ihr nichts aus. „Hauptsache ist“, sagt sie und spielt mit dem Schlüssel in ihrer Hand, „dass wir jetzt hier
unser Zuhause gefunden haben!“

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Unser Mitglied Rosemarie Fiene-Bäter findet es gut, dass sie in der Groß Borsteler Straße bleiben konnte. „Ich bin ein Stockwerk höher- und ein Haus vorgerückt, von der 25 in die 23. Über mir ist nur der Himmel“, sagt sie und genießt ihren Ausblick. „Mein Umfeld bleibt und ich bekomme eine bessere Wohnqualität: Fahrstuhl, Dachterrasse und ein weiteres Zimmer.“

Im zweiten Stock betreten Birgit und Erhard Nothnagel ihr neues Domizil. Für das Rentnerpaar ist es ein Neustart. 2019 hat die 67-Jährige ihre Boutique aufgegeben. Außerdem haben sie ihre große Wohnung in der Kollaustraße verkauft. „Wir halbieren uns wohnlich auf ca. 73 Quadratmeter. Das wird eine Umstellung, aber ich freue mich drauf."

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Fotos: Hermann Jansen

Jubiläum im Wildacker 4

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„Welch ein netter Nachmittag“, bedankte sich unser Mitglied Christa Johns. Sie und die Künstler der Malgruppe haben bei der Plauderstunde zum 10-jährigen Jubiläum am 18. November 2019 viele Nachbarn kennengelernt, die auch zum Nachbarschaftstreff im Wildacker 4 kommen: die Knobelgruppe um Monika Beckmann und Gisela Jörß sowie die Frauengesprächsrunde von Barbara Unger und Barbara Eccard. Die WGW bietet diesen Raum in Eidelstedt seit zehn Jahren für Kurse kostenfrei an, damit Mitglieder dort ehrenamtlich etwas auf die Beine stellen können und Menschen zusammenbringen.

Ein herzliches Dankeschön drückte Vorstandsvorsitzende Christine Stehr allen Ehrenamtlichen aus, die „den Nachbarschaftstreff regelmäßig mit Leben füllen“. Für deren Engagement überreichte sie den Organisatoren der Gruppen Geschenke-Boxen mit italienischen Leckereien.

Nachbarschaftstreff Eidelstedt, Wildacker 4: Wer trifft sich wann?

Malgruppe, jeden 2. und 4. Montag im Monat, von 10 bis 12 Uhr
Knobelteam, jeden 3. Sonntag im Monat, von 12 bis 18 Uhr
Frauengesprächsrunde, jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat, von 15 bis 17 Uhr
TAC-Spieletreff, jeden 2. Sonntag im Monat, von 12 bis 18 Uhr

Wollen Sie eine eigene Gruppe bilden oder mitmachen?
Dann melden Sie sich beim Mitgliederservice: christine.watz@gartenstadtwandsbek.de

Weitere Fotos finden Sie bei uns im Mitgliederservice.                                                                            

Foto: Hermann Jansen

Die Lust aufs Lesen wecken

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Seit 2015 unterstützt der Verein der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften das Hamburger VorleseVergnügen – seit diesem Jahr als Hauptsponsor. Das Kinder-Literaturfestival, das vom 15. bis 19. Juni 2020 stattfindet, in der letzten Woche vor den Sommerferien, verbindet Kinder mit Autoren und Geschichten mit Orten. Neben vielen Lesungen werden Erlebnisse rund um das Buch angeboten und Workshops, in denen Kinder und Jugendliche selbst kreativ werden können. Dabei liegt den Veranstaltern die persönliche Begegnung von Autoren und Lesern am Herzen. Fragen und Gespräche sind ausdrücklich erwünscht – wann gibt es schließlich die Gelegenheit, so dicht an die Erfinder all der tollen Geschichten heranzukommen! Auch in zahlreichen Nachbarschafts-Treffs und Genossenschaftsgebäuden in Hamburg finden Lesungen statt.

In diesem Jahr sind wieder über 40 Autoren dabei. Darunter auch Kirsten Boie, Ehrenbürgerin der Stadt Hamburg. Der Autorin haben wir Buchreihen wie „Ritter Trenk“ und „Die Kinder vom Möwenweg“ zu verdanken. „Es gehört zum Konzept des Hamburger Vorlese-Vergnügens, dass die Lesungen an ungewöhnlichen Orten und in verschiedenen Stadtteilen stattfinden – das passt wunderbar zu den Wohnungsbaugenossenschaften, die ja ebenso überall vertreten sind“, sagt Katja Reider, Mitinitiatorin des Festivals und selbst Kinderbuchautorin. Die meisten Veranstaltungen finden vormittags statt und richten sich an Kita-Gruppen und Schulklassen. Nachmittags gibt es Lesungen für die ganze Familie in der Flussschifferkirche nahe der Speicherstadt.

Das Programm finden Sie ab Ende April unter: www.hamburger-vorlese-vergnuegen.de.

Foto: Hermann Jansen, VorleseVergnügen 2016, im Saal der WGW

Adventssingen: Was wünschen Sie sich?

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Heiße Waffeln, Glühwein und Punsch. Hobby-Basar, Bastelecke und Kinderschminken. Schülerchor, Nikolaus und Weihnachtslieder: Mit einem Adventstreffen begründete unsere Genossenschaft vor zehn Jahren eine neue Tradition. Seitdem lädt das WGW-Team Anfang Dezember zum Adventssingen in die Geschäftsstelle ein. Daran soll sich künftig nichts ändern, möglicherweise aber etwas im Programm. Ein wenig Abwechslung ist schließlich nicht verkehrt. Oder doch? Genau das möchten wir gern wissen.

Bei der Jubiläumsveranstaltung 2019 starteten wir daher eine Wunschzettel-Aktion und baten alle Gäste um Feedback auf einer Pinnwand. Das Ergebnis: Viel Begeisterung, liebe Worte und eine Handvoll Wünsche. Ein Mitglied etwa möchte gern Plätzchen und Kekse naschen, ein anderer die Waffeln mit Marmelade krönen, ein Dritter wünscht sich mehr Marktstände. Ob es nächstes Mal mehr Stände geben wird, liegt leider nicht in unserer Hand. In diesem Punkt sind wir auf die Hobby-Künstler unter unseren Mitgliedern angewiesen. Wer ausstellen möchte, ist herzlich eingeladen sich bei uns zu melden. Vielleicht sind Sie in diesem Jahr dabei? Oder haben Sie einen Vorschlag für das Adventssingen?

Über Ihre Anregungen freut sich Christine Watz aus dem Mitgliederservice, Telefon 040 696959-51,
E-Mail: christine.watz@gartenstadt-wandsbek.de
                                                                                                        Foto: WGW

Treppenhaus als Lebensretter

Stiefel, Sperrmüll, Spielzeug: In manchen Treppenhäusern steht oft allerhand Zeug herum. Eine lebensgefährliche Angewohnheit – vor allem, wenn’s brennt. Deswegen heißt es: aufräumen!

Advent, Advent, der Christbaum brennt: Was nach schwarzem Humor klingt, ist leider bittere Realität. In der gemütlichen Jahreszeit steigt die Anzahl der Wohnungsbrände um bis zu 45 Prozent, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ermittelt. Häufigste Auslöser: Das Adventsgesteck fängt an einer Kerze Feuer, die Lichterkette im Tannenbaum hat einen Kurzschluss, eine Silvesterrakete verirrt sich in die Wohnung.

Verhindern können wir das nicht, aber dafür sorgen, dass auf dem Weg ins rettende Freie nicht weitere Gefahren lauern. „Dazu sind wir sogar verpflichtet“, erklärt Torsten Schien aus dem WGW-Mieterservice. Gemeinsam mit Abteilungsleiter Matthias Demuth und den Hauswarten Stefan Wichern und Sven Christiansen hat er sich des Themas intensiv angenommen.

„Unseren Hauswarten ist aufgefallen, dass immer mehr in den Treppenhäusern gelagert wird“, erklärt Torsten Schien und meint damit nicht nur regennasse Schuhe. „Da stehen Fahrräder, Schirmständer, Spielsachen. Im Winter kommen oft Blumenkübel dazu.“

Was viele Mitglieder vergessen: Das Treppenhaus gehört nicht zur Wohnung. Ebenso wie Hausflur und Kellergänge ist es eine Gemeinschaftsfläche für alle Bewohner.

Viel wichtiger aber noch: Das Treppenhaus ist ein Flucht- und Rettungsweg. Bricht ein Feuer aus, ist es der erste, schnellste und sicherste Weg ins Freie. Außer es steht überall etwas herum. „Schuhe sind Stolperfallen, die in einem verqualmten Treppenhaus kaum zu sehen sind“, verdeutlicht Torsten Schien. „Schlagen die Flammen etwa auf einen Schuhschrank oder Plastikspielzeug über, können sich giftige Gase bilden.“ Zwei gefährliche Szenarien ? für Bewohner und Feuerwehr.

Die Stadt Hamburg kennt mit der Hamburgischen Bauordnung deshalb kein Pardon: Zwei Paragrafen verbieten das Abstellen von Gegenständen auf Gemeinschaftsflächen – egal, zu welcher Jahreszeit! „Wir werden weiterhin konsequent darauf achten, dass alles frei bleibt“, kündigt Torsten Schien an. Wer seine Sachen nicht wegräumt, wird von den Hauswarten angesprochen und von uns angeschrieben. Fruchtet das alles nicht, „werden wir die Sachen entsorgen müssen und die Kosten dem Mitglied in Rechnung stellen“, sagt Schien. Wenn man nicht nachvollziehen kann, wem die Gegenstände gehören, tragen alle im Haus die Kosten. Darauf möchten wir natürlich gerne verzichten. Deshalb unsere Bitte: Räumen Sie die Treppenhäuser frei.

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Foto: Archiv WGW

Hallo Nachbar!

Auf dem Grundstück in der Sieker Landstraße sind dieses Jahr 150 neue Wohnungen bezogen worden, 94 davon gehören unserer WGW. Das ist die Größe eines Dorfs. Aber kennen sich alle? Spätestens seit Anfang September schon. Dafür haben wir mit einem Klönschnack gesorgt – ein Kennenlernen für Mensch und Tier.

Gute Nachbarn sind die halbe Miete, sagt der Volksmund. Stimmt. Nur: Wie wird man das? Indem man miteinander ins Gespräch kommt. Dafür boten wir Ende September unseren Mitgliedern sowie Eigentümern und Mietern in der Sieker Landstraße eine entspannte Gelegenheit: Auf der großzügig angelegten Spielplatzfläche der neuen Wohnanlage organisierten wir ein Kennenlern-Treffen.

Passend zum Umfeld – die Wohnungen grenzen an das Naturschutzgebiet Höltigbaum – erwarteten unsere Gäste einige Aktionen: Ein Team von der Stadtreinigung hatten saubere Tonnen für ein Spiel mitgebracht, bei dem jeder prüfen konnte, wie gut er Müll trennen kann.

Bei Merve Böttger vom Nabu Rahlstedt konnte man seine Botanik-Kenntnisse testen. Pfaffenhütchen, Haselnuss, Weißdorn – diese und andere heimische Pflanzen hatte sie in Glasflaschen arrangiert und los ging das Rätselraten. Etwas einfacher machte es ihr Kollege Werner Jansen. Er informierte über Insekten und Tiere, die in diesem Gebiet leben. Ganz vornan über die Wildbiene – dem tierischen Star des Nachmittags.

„Honigbienen sind in der Stadt gut versorgt“, erklärte Britta Elfers aus dem Mieterservice, bei ihrer Begrüßung, „die Wildbiene aber findet immer weniger Nistplätze für ihren Nachwuchs.“ Das wollen wir ändern und luden alle Besucher auf unsere Mini-Baustelle ein, um gemeinsam eine Nisthilfe für Wildbienen zu bauen. Denn für eine Fülle an Nahrung hatten wir bereits bei der Gartenplanung gesorgt.

Am Ende des Tages war dank der Hilfe von Mitgliedern das „Insektenhotel“ so gut wie fertig. Die Idee ist aufgegangen. „Eine klasse Aktion“, fand Kathrin Martens und freute sich sehr über die Einladung. „Ich bin kein Mitglied der Genossenschaft, sondern wohne in einer Eigentumswohnung zur Miete. Dass wir mit eingeladen worden sind – super! So konnte ich mit einigen Nachbarn ins Gespräch kommen.“

Auch Siria Tremmel hat die Veranstaltung genossen. Wobei sie in puncto Kennenlernen einen Vorsprung hatte: „Schon kurz nach dem Einzug hat sich in unserem Haus eine Frauengruppe gebildet“, erzählte unser WGW-Mitglied, „und dieser Nachmittag war noch einmal die Bestätigung: Hier leben unfassbar nette Nachbarn!“

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 Foto: Hermann Jansen

Laternenumzug und Adventssingen 2019

Strahlende Kindergesichter und bunte Laternen mit funkelnden Lichtern soweit das Auge reicht – das lieben alle beim Laternelaufen. Auch diesmal kamen viele Mitglieder am 12. November, als es im Dunkeln losging. Begleitet vom Spielmannszug „Marching Flutes and Drums Orchestra Hamburg“ strömten sie – trotz kurzem Nieselregen – singend und summend durch unsere Gartenstadtsiedlung Wandsbek. Die Flöten und Trommeln lockten auch den ein oder anderen vor die Haustür und auf den Balkon: mit einem Lächeln.

Musikalisch ging es gleich am 3. Dezember weiter: mit unserem traditionellen Adventssingen im Gemeinschaftssaal der Geschäftsstelle. Unsere Mitglieder freuten sich auf den Hobbybasar, das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern und auf Waffeln und Grillwürstchen. Die Kinder bastelten eifrig, ließen sich Weihnachtsbäume, Engelchen oder Schneemänner auf die Wange schminken und entlocktem dem Nikolaus allerlei Süßigkeiten. Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt der Drittklässler der Schule An der Gartenstadt. Begleitet von ihrer Lehrerin Maria Clasen sangen sie Weihnachtslieder und musizierten etwa auf Gitarre, Glockenspiel und Flöten.

Mehr Fotos vom Laternenumzug und dem Adventssingen 2019 finden Sie im Mitgliederservice.

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Foto: Hermann Jansen

Es bleibt persönlich

Die meisten Themen der Mitgliederbefragung sind abgearbeitet. Jetzt hat sich das WGW-Team den letzten großen Punkt der To-do-Liste vorgenommen: die Optimierung von Service und Kommunikation.

Eigentlich hätten sich alle WGW-Mitarbeiter nach der Mitgliederbefragung entspannt zurücklehnen können. Erreichbarkeit, Freundlichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Kompetenz, Verbindlichkeit – kurzum: In allen wichtigen Bereichen erhielten sie durchgehend gute bis sehr gute Noten.

Trotzdem landeten Service und Kommunikation von Anfang an auf der To-do-Liste. Denn bei diesem Thema bedeutet Stillstand schnell Rückschritt. Dass drei Jahre ins Land gingen, bevor sich das Team zu einem Workshop zusammensetzte, war nicht geplant. Es hat aber einen guten Grund: „In den Jahren 2017 und 2018 hatten wir eine vollständige EDV-Umstellung zu verkraften“, erklärt Vorstandsvorsitzende Christine Stehr. „Das wollten wir zunächst abschließen, auch um zu sehen, was das System in diesem Bereich Neues bietet.“

Wie sich zeigt, eine ganze Menge. Wird die WGW jetzt also total digital? „Nein“, sagt Christine Stehr und berichtet von einer Grundsatzentscheidung, zu der auch das gesamte Team steht. „Die persönliche Beratung und Kommunikation mit unseren Mitgliedern steht für uns weiterhin im Vordergrund. Digitale Kommunikationsmittel sehen wir als Erweiterung dazu und werden sie mehr und mehr nutzen. Aber auch nur dort, wo es für uns und unsere Mitglieder Sinn macht.“

Das klingt nach Zukunftsmusik, dabei ist der Anfang längst gemacht. Ist das Abflussrohr verstopft oder klemmt die Balkontür, kann der Schaden ganz einfach über ein Formular auf der Webseite gemeldet werden. „Das ist ein gutes Beispiel für einen sinnvollen Einsatz von Technik und mehr Service“, erläutert Christine Stehr. „Unsere Mitglieder können sofort aktiv werden und müssen nicht die Sprechzeiten unserer Hauswarte abwarten. Auf der anderen Seite haben unsere Hauswarte wiederum mehr Zeit für die persönliche Beratung.“

In diesem Sinne sind beim Workshop viele Ideen entstanden. An einer wird schon konkret gearbeitet. Christine Stehr: „Wir planen mit unseren Tablet-PC die Wohnungsabnahmen künftig zu vereinfachen.“ Ein Pluspunkt fü­r unsere Mitglieder und unsere Genossenschaft: Die Protokolle könnten per E-Mail losgeschickt werden. Das spart Geld, ist schneller als die Post – und bleibt trotzdem persönlich.

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Foto: Marc Schulz-Coulon

Auszeichnung "Fledermausfreundliches Haus"

„Ich sehe Licht am Ende des Gerüstes.“ An diesem Zitat eines Mitglieds aus der Wohnanlage Saseler Straße 130/132 ist etwas dran. Nach etwa einem Jahr Bauzeit nähert sich die Fertigstellung der Außenhülle des Gebäudes. Das haben wir am 28. August beim Bergfest in der Saseler Straße gefeiert. Zusammen mit Mitgliedern, Handwerkern, Nabu-Fledermausexperten und WGW-Mitarbeitern haben wir auf den Baufortschritt angestoßen und für ein paar Stunden Staub, Lärm und Anstrengungen vergessen.

Für den Einbau von ca. 100 Kunsthöhlen für Fledermäuse hat uns der Nabu Hamburg beim Bergfest eine Urkunde und die Plakette "Fledermausfreundliches Haus" verliehen. Sobald die Fassade fertiggestellt wird, bekommt sie ein würdigen Platz an der Hauswand.

Mehr Fotos vom Bergfest finden Sie in unserem Mitgliederbereich.

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Matthias Demuth (WGW) zeigt, wie die Fledermäuse in den Kunsthöhlen Unterschlupf finden. Experte Alexander Heidorn vom Nabu hält den Baustein und verleiht der WGW-Vorstandvorsitzenden Christine Stehr die Auszeichnung "Fledermausfreundliches Haus" (Foto unten).

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Fotos: Hermann Jansen

Luftboxen in Rahlstedt

Haben Sie Lust, sich mehr zu bewegen? Dann kommen Sie gerne mittwochs im Nachbarschaftstreff in der Saseler Straße 134 C in Hamburg-Rahlstedt vorbei und nehmen um 10.30 Uhr an der Seniorengymnastik teil oder melden sich bei Christine Watz (Mitgliederservice), Tel. 040 696959-51, E-Mail: christine.watz@gartenstadt-wandsbek.de

Unser langjähriges Mitglied Bärbel Wenzel hat die Gymnastikgruppe in unserem Nachbarschaftstreff Rahlstedt wiederbelebt, die im Frühjahr 2019 eingestellt worden war. Sie suchte jemanden, der die Gruppe anleitet, und hat Bibi gefunden. Mit ihrer ehrenamtlichen Unterstützung startet das humorvolle Seniorenteam immer mittwochs von 10.30 bis 11.30 Uhr ein Fitness- und Wohlfühlprogramm mit Bällen, kleinen Hanteln und Fitness-Bändern. Bei Gleichgewichtsübungen manchmal mit Hilfe eines Stuhls. Nach Lust und Laune unternimmt die Gruppe auch Mini-Touren in Rahlstedt: mit Walkingstöcken.

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Foto: WGW

Neubau für Nachtschwärmer

Die Modernisierung des 12-geschossigen Hochhauses in der Saseler Straße 130/132 macht große Fortschritte: Der Einbau der Fenster ist abgeschlossen und das Gerüst vor Haus 130 bald Vergangenheit.

Positive Reaktionen unserer Mitglieder ließen nicht auf sich warten: Man habe gemerkt, dass es dank der Dämmung und neuen Fenster in den Wohnungen viel kühler sei als im letzten heißen Sommer. „Eine Wärmedämmung ist gleichzeitig ein Hitzeschutz“, bestätigte André Sawallich vom Architekturbüro Sawallich. „Das haben viele Nordeuropäer noch nicht auf dem Schirm.“ Bald dürfen sich auch die Bewohner der Hausnummer 132 freuen, denn auch dort ist der Endspurt für die Wärmedämmmaßnahme angesagt.

Energetische Maßnahmen wie die Dämmung von Fassaden sind für die Bewohner vorteilhaft, nicht jedoch für alle. Meist bedeutet es den Wohnungsverlust für Fledermäuse. Nabu und die Hamburger Behörden haben festgestellt, dass bei Modernisierungen die Dachunterstände und immer mehr Verstecke verschwinden. Die Folge: Fledermäuse und auch Mauersegler verlieren ihr Zuhause.

Nicht so in der Saseler Straße. Dort hat die WGW als Ersatzmaßnahme sogar mehr der so genannten Kunsthöhlen für Fledermäuse verbaut, als von der Behörde für Umwelt und Energie vorgesehen waren: ca. 86 in der Fassade, 20 im Bereich des Daches.

Als Ersatz müsse man für ein Quartier ein bis drei neue planen, also „ein Überangebot schaffen, um optimale Bedingungen anzubieten“, erklärte Fledermausexperte Holger Reimers, der die Kotspuren der Fledermäuse bei einer Begehung entdeckte. Trotzdem sei das keine Garantie dafür, dass die Tiere wiederkommen oder sie den Ersatz annehmen. Selbst wenn Kunsthöhlen laufend verbessert werden.

Weitere Verbesserungen sind auch für unsere Mitglieder in der Saseler Straße 130 in Sicht. Bis Ende Oktober soll das Gerüst abgebaut werden und die Balkone können wieder genutzt werden. Dann können unsere Mitglieder beobachten, ob sich auch die kleinsten Bewohner, die Zwergfledermaus und Breitflügelfledermaus wohlfühlen und zurückkommen.

Die Zwergfledermaus wiegt „etwa 5 Gramm, so viel wie zwei Blätter Papier“, sagt Diplombiologe Reimers. Die Säugetiere besiedeln Verstecke oder Hohlräume, etwa Mauerspalten und Verkleidungen an Fassade oder Dach. Den Zwergfledermäusen reicht ein Spalt von 1,5 bis 2 Zentimetern. Breitflügelfledermäuse gehören mit etwa 35 cm Spannweite zu den größten Fledermäusen und sind sehr gefährdet. Nur die Spezies in Norddeutschland liebt als Quartier Verstecke an Gebäuden.

In Hamburg gibt es zwölf weitere Arten, die wie alle Fledermäuse unter Artenschutz stehen. Informationen erhalten Sie bei der Fachgruppe Fledermausschutz (Nottelefon: 0700 35333762), die sich über mehr ehrenamtliche Helfer freut, oder im Internet: www.nabu.hamburg.de

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Ein gewichtiger Unterschlupf: Jan Schwanebeck von der Strabag (links) und Heiko Flatz (WGW) zeigen, wie die Kunsthöhle für Fledermäuse aussieht und in der Fassade eingebaut ist.

Foto: WGW

Alles im Griff

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Wie es sich anfühlt, die Welt mit anderen Augen zu betrachten, das hat unsere Auszubildende Sophie Much auf Juist in zweierlei Hinsicht erlebt: am Boden und in der Luft. Die WGW hat ihr eine Bildungsreise auf die „Lerninsel Juist“ ermöglicht, gesponsert vom Unternehmen Aareon, einem IT-Unternehmen der Immobilienwirtschaft. Jedes Jahr dürfen ausgewählte Auszubildende im Sommer eine Woche Ausbildungsinhalte zum „Kaufmann/frau zur Wohnungswirtschaft“ vertiefen, neue Ideen entwickeln und ihren Horizont erweitern. Erfolgreiches Projektmanagement, Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft, Persönlichkeitsförderung und Präsentations-training, das waren einige der Inhalte, die in Vorträgen vermittelt wurden. „Ein großes Dankeschön geht dabei an unsere Dozenten für die lehrreichen Inhalte, die wir mit in unsere Zukunft nehmen dürfen“, sagt Sophie Much.

Höhepunkt der Reise waren für die Auszubildende die Flugstunden in einem Segelflugzeug. Anfangs war es ein „komisches, aber sehr aufregendes Gefühl in so einem kleinen Flugzeug zu sitzen“, sagt Sophie Much und ergänzt: „In der zweiten Flugstunde haben wir das Kurvenfliegen gelernt, was mich beim Steuern immer sicherer machte.“ Ab dem dritten Mal bekam sie ein „richtig gutes Gefühl“ für die Maschine. „Es hat riesigen Spaß gemacht“. „Die Bildungsreise war ein tolles und unglaublich aufregendes Erlebnis, eine unvergessliche Zeit, an die ich gerne zurückdenke“, schwärmt sie.                                                                                 Foto: WGW

Mehr zur Ausbildung bei der WGW erfahren Sie hier.

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