Pillauer Straße 2 A/B: Modernisierung und Ausbau

Foto: Visualisierung Brillux, Farbstudio Hamburg

– Modernisierung des Gebäudes 2020 beendet, Außenanlagen im Frühjahr 2021 –
Das WGW-Haus in der Pillauer Straße 2 A/B kennt jeder in der Gartenstadt: das Haspa-Gebäude gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt. Die Modernisierung startete – wegen der Corona-Pandemie – etwa einen Monat später. Wir hatten uns Mitte März entschieden, den Projektbeginn zunächst auszusetzen. Denn an erster Stelle steht für uns die Gesundheit der Mitglieder, unserer Mitarbeiter sowie der von uns beauftragten Firmenmitarbeiter.

Das Haus wurde ab April 2020 energetisch modernisiert und ausgebaut, insgesamt für 1,6 Millionen Euro. Im Dachgeschoss sind zwei neue 3-Zimmer-Wohnungen mit ca. 80 Quadratmetern entstanden. Ende Oktober sind bereits die neuen Mieter in die Wohnungen eingezogen. Was noch fehlt? Die Arbeiten für ein Fahrrad-Carport und einen neuen Müllstandplatz mit Buchenhecke werden voraussichtlich im Frühjahr abgeschlossen sein.


News-Ticker

48. Kalenderwoche 2020

+++ „Baustelle Außenanlage“ geht zügig weiter +++ Pflasterarbeiten schreiten voran +++ Müllplatz mit Buchenhecke geplant (Foto 2) sowie künftiger barrierefreier Zugang zur Haspa (rechts im Bild) +++ Richtung Pillauerstraße: Sitzgelegenheit vorgesehen (Foto 3) +++ Hochbeete angelegt (Foto 4) +++ Briefkästen und Klingelanlagen erneuert +++

44. Kalenderwoche 2020

+++ Endlich ein Zuhause: Unser Mitglied Nils Persson und seine Freundin Alina Krull in der neuen Dachgeschoss-Wohnung +++ Fassade in neuer Optik +++ Arbeiten an der Außenanlage in vollem Gange +++

+++ Arbeiten an Sielleitung abgeschlossen, Riemchen im Erdbereich ergänzt +++ Schacht für Sielleitungen hergestellt +++ Vorbereitungen für Gestaltung der Außenanlage +++

40. Kalenderwoche 2020

+++ Malerarbeiten fast beendet +++ Fußboden in neuen Abstellräumen wird noch gestrichen +++ Sielleitungen werden erneuert +++

37. Kalenderwoche 2020

+++ Gerüst in KW 37 und 38 abgebaut +++ letzte Maurer- und Fliesenarbeiten vor Übergabe der Wohnungen +++ Fassade erscheint in neuer Optik +++ WGW-Logo darf nicht fehlen +++

31. Kalenderwoche 2020

+++ Dach bis auf Restarbeiten fertiggestellt +++ Wärmedämmung angebracht +++ Armierung wird aufgebracht +++

30. Kalenderwoche 2020

+++ Innenausbau schreitet voran +++ neue Wände für künftige Wohnungen werden gestellt +++ Elektroarbeiten laufen +++ Sanitär- und Heizungsinstallationen sind in Arbeit +++

27. Kalenderwoche 2020

+++ Lattung als Unterkonstruktion für neue Dachpfannen fertig +++  Holzschalung für Gaube: zur Vorbereitung für die Zinkverkleidung +++ Dachflächenfenster eingebaut ++++

25. Kalenderwoche 2020

+++ Fassade wird gedämmt +++ Briefkästen vorübergehend „ausgelagert“ +++ Blick in künftige Dachgeschosswohnung: Sachbearbeiterin Eva Janta zeigt, wo der Schornstein entfernt wurde (Foto 3) +++ Kran bringt Holz-Nachschub für Ausbau +++

22. Kalenderwoche 2020

+++ Neue Stahl– und Holzträger unterstützen Dachkonstruktion für die Ausbauwohnung +++ 2 Dachgauben errichtet  +++ neue Aufsparrendämmung wird auf dem Dachstuhl verlegt +++ die Fenster stehen für den Einbau bereit +++

19. Kalenderwoche 2020

+++ Gebäude vollständig eingerüstet +++ Schutz der Fliesen im Treppenhaus +++ Beginn des Abbruchs der Dachpfannen +++

18. Kalenderwoche 2020

Wegen der Corona-Pandemie: verzögerter Start im April +++ +++ Dachböden für Ausbau geräumt +++ Gerüst wird aufgebaut +++

Zwischen Kollau und Tarpenbek: mein Zuhause!

– Neubau-Projekt 2019 abgeschlossen –

Wir freuen uns, dass die Wohnanlage planmäßig 2019 fertiggestellt werden konnte und alle 21 Wohnungen im Dezember von unseren Mitgliedern bezogen wurden.

IM ÜBERBLICK: GROß BORSTELER STR. 23 A-C

  • 21 freifinanzierte Wohnungen mit 1, 2 oder 3 Zimmern (40 bis 76 m²)
  • Grundnutzungsgebühr – 9,50 EURO/m² netto-kalt
  • hochwertige Ausstattung
  • jede Wohnung mit Balkon, Terrasse oder Dachterrasse
  • alle Wohnungen sind barrierearm und mit Aufzug erreichbar
  • Abstellflächen oberirdisch im Erdgeschoss bzw. Außenbereich
  • schlüsselloses Zugangssystem im Allgemeinbereich
  • Kinderspielfläche
  • Niedrigenergiebauweise
  • Fertigstellung: Gebäude Dezember 2019, Außenanlagen Januar 2020

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Weitere Informationen ebenso wie die Grundrisse erhalten Sie, wenn Sie den entsprechenden Link anklicken:

Grundriss Erdgeschoss 
Grundriss I. und II. Geschoss
Grundriss Staffelgeschoss

Lageplan, Grundrisse und Entwurf:
BGF Architekten

Innenmodernisierung Saseler Straße

Die Innenmodernisierung der Saseler Staße 130/132, 134 wurde im Dezember 2020 erfolgreich abgeschlossen. Auch die Außenanlagen sind wiederhergestellt und die Plaketten „Fledermausfreundliches Haus“ an den Eingängen angebracht. Jetzt fehlt nur noch ein Detail: Das Servicebüro unseres Hauswartes soll ein neues Leuchtschild bekommen.

Letzte Arbeiten an der Außenanlage:
+++ Grünanlage angelegt +++ Geländer für barrierefreie Zugänge installiert (Foto li.) +++ zwei Fledermausplaketten vom NABU bei den Eingängen angebracht (Foto Mitte) +++

Die Flure und das Sicherheitstreppenhaus wurden instandgesetzt, ebenso die drei Aufzüge modernisiert und vergößert sowie ein weiterer Aufzug in Haus 130 eingebaut. Fotos: Hermann Jansen

47. Kalenderwoche 2020

+++ Eingänge Saseler Straße 130/132: Arbeiten schreiten zügig voran +++ Hauswart Michael Kruse wirft einen Blick auf die Klingelanlage +++ Moderner Anstrich vor den Aufzügen +++ Neue Lichter und Notausgangsschilder in Treppenhäusern +++

43. Kalenderwoche 2020

+++ Eingang, Haus 132: Start für eine neue Optik +++ Maurer- und Fliesenarbeiten: Herstellung der Keramikfassade im Eingansbereich von Haus 130 +++ Ausgesparter Platz für Lichtfelder in der Keramik +++

40. Kalenderwoche 2020

+++ Vorbereitung der Rohre für die Heizungserneuerung +++ Zuleitungen für die Heizung werden eingebaut +++ Beleuchtung auf den Etagen: Handwerker verlegen neue Leitungen in der Decke +++

36. Kalenderwoche 2020

+++ Beginn der Außengestaltung im Eingang Haus 130 +++ Neumontage der Heizkessel im Keller +++ Ansicht der Kabine des neuen, großen Aufzugs in Haus 132 +++

33. Kalenderwoche 2020

+++ Folie an Teilen des Gebäudes als Wind und Wetterschutz +++ neues Material für Bäder und Stränge lagert auf den Podesten +++ Im Keller: neue Abwasser- und Wasserleitungen von der Strangsanierung (Foto 2) +++ Handwerker bringt Flüssigbeton ein, um die Betonsohle für den neuen Aufzug zu schütten (Foto 3, 4) +++

32. Kalenderwoche 2020

+++ Aufgrabung für neue Regenentwässerung +++ Anlieferung des Materials für neuen Aufzug, Haus 132 (Foto unten) +++

31. Kalenderwoche 2020

+++ Basis des Aufzugsschachts im  Heizungskeller eingebaut +++ sieht nach dem Rechten: Hauswart Dirk Lübke vor der Abkofferung, dem Zugang zum Aufzug im Erdgeschoss +++ Schacht für den Aufzug wird gemauert +++

27. Kalenderwoche 2020

+++ Neue Einbauküchen für unsere Mitglieder im Zuge der Strangsanierung +++ Vorher: teilweise noch Erstausstattung aus den 60er Jahren +++ Nachher: Moderne Fronten und Platz für Kühlschrank, Geschirrspüler oder Waschmaschine +++

24. Kalenderwoche 2020

+++ Fahrkorb des ersten modernisierten Aufzugs in Nummer 132 fertiggestellt +++ Fahrkorb aus Edelstahl, noch mit Schutzfolie versehen +++ Fahrkabine von oben (Foto 2) und Blick in den Schacht (Foto 3) +++ TÜV-Abnahme folgt +++

21. Kalenderwoche 2020

+++ Vorbereitungen im Keller, der künftigen Schachtgrube des neuen Aufzugs für Hausnummer 130 (Foto oben) +++ ehemalige Abstellräume liefern Platz für Aufzugsschacht (Foto Mitte) +++ Demontage der bestehenden Aufzüge für Modernisierung +++ Sicherung des Schachts mit Holztüren +++

17. Kalenderwoche 2020

+++ Nachbarschaftstreff und Service-Büro mit neuen Fenstern und Türen +++ Entwurf für die Gestaltung der Fenster (Foto Mitte) +++ Innen-Folie ist angebracht +++ Blick von der Tür des Nachbarschaftstreffs nach außen (Foto unten) +++

9. Kalenderwoche 2020

+++ Erneuerung der Bestandsbäder in barrierearme Duschbäder +++ Vorher: Badewanne und türkise Fliesen +++ Innerhalb von zwei Wochen: modernes Bad mit begehbarer Dusche, weiß-grauen Fliesen und Waschbecken an neuem Platz +++

5. Kalenderwoche 2020

+++ Start der Innenmodernisierung im Januar +++ Einblick in einen Strang vor der Modernisierung (Foto oben) +++ Küchenstränge erneuert (Foto Mitte) +++ Durchblick zwischen den Etagen (Foto unten) +++

Fortsetzung der Großmodernisierung in Rahlstedt, Saseler Straße

Die energetische Modernisierung der Gebäudehülle haben wir wie geplant Ende 2019 abgeschlossen. In diesem Jahr stehen in der Saseler Straße 130/132 die Arbeiten im Inneren des Gebäudes an, siehe dazu „Instandhaltungen / Modernisierungen 2020“.

Die Wohnanlage im Überblick:

  • 12-geschossiges Gebäude mit 137 2- und 2,5-Zimmer-Wohnungen
  • im Erdgeschoss 3 behindertengerechte Wohnungen
  • Hauswartbüro und Nachbarschaftstreff
  • 2 Gewerbeeinheiten: Friseur + Kiosk
  • Stellplätze zur separaten Anmietung und Einkaufsmöglichkeiten vor der Tür
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Neben dem Einbau eines neuen Leitungssystems bauen wir in vielen Wohnungen barrierearme Duschbäder oder Einbauküchen ein. Zudem werden in diesem Jahr die Treppenhäuser modernisiert, ein neuer Aufzug eingebaut und die Eingangsbereiche neu gestaltet.

Ab dem 01.05.2020 stehen noch einige 2-Zimmer-Wohnungen mit 57,49 m² Wohnfläche zur Vermietung. Für die Anmietung der Wohnungen ist ein §-5-Schein erforderlich, da Fördermittel für die Modernisierung in Anspruch genommen wurden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Britta Elfers (Mieterservice), E-Mail: britta.elfers@gartenstadt-wandsbek.de

Modernisierungen / Instandhaltungen 2020

Saseler Straße 130/132

Seit Januar 2020 läuft die Innenmodernsierung unserer Wohnanlage in der Saseler Straße. Es werden alle Abwasser- und Heizungsleitungen sowie Warmwassersteigeleitungen erneuert. Parallel bekommen viele Wohnungen entweder moderne Bäder oder Küchen. Im Anschluss werden die Treppenhäuser neu gestaltet und die Aufzüge modernisiert. Außerdem erfüllen wir einen Wunsch unserer Mitglieder: In Hausnummer 130 kommt ein zweiter Aufzug.

Eydtkuhnenweg 1 A + B

In den vergangenen Jahren haben wir mehrere Wohnzeilen im Eydtkuhnenweg modernisiert. Jetzt ist das vorderste Gebäude mit 33 Wohnungen an der Reihe, bei dem die Fassade mit Willkommensgrüßen in verschiedenen Sprachen gestaltet wird. Optisch wird die Wohnanlage also moderner, der Fokus jedoch liegt auf der Energieeinsparung. Das Dach ist bereits gedämmt. Jetzt werden – voraussichtlich ab Mai 2020 – zusätzlich die Fassade und die Kellerdecken gedämmt. Zudem erneuern wir die Fenster, setzen die Balkone instand, planen einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage und renovieren die Treppenhäuser inklusive Austausch der Türen und Fenster. Der krönende Abschluss ist eine neu gestaltete Außenanlage. Was bleibt ist der Außenaufzug, der bereits 2010 angebaut wurde, um den Weg zu den Laubengängen und Wohnungseingängen barrierearm zu gestalten.

Pillauer Straße 2 A + B / Lesserstraße 148 – 150

Mit ähnlichen Maßnahmen wie im Eydtkuhnenweg wird das Haus an der Ecke Pillauer Straße/ Lesserstraße energetisch modernisiert. Außerdem werden wir im Dachgeschoss zwei neue Wohnungen bauen: je etwa 80 Quadratmeter Wohnfläche, drei Zimmer, Küche, Bad.

Tilsiter Straße 30

Bei der Doppelhaushälfte in unserer Gartenstadt handelt es sich um eines der Häuser, das unsere Gründerväter erbaut haben. 1911 fertiggestellt, war es bis August vorigen Jahres bewohnt. Die Modernisierung dieser Haushälfte mit etwa 100 Quadratmetern ist aufwändig, da das Haus vollständig entkernt wurde. Eine Trägerkonstruktion kam in die Decke des Erdgeschosses. Dafür war ein neues Fundament nötig, das die Last aufnimmt. Die alten Schilfrohrdecken trugen nicht mehr, sie wurden mit Spritzbeton verfestigt. Fenster und Fußböden werden erneuert, die Elektrik neu verlegt. Das Haus ist voraussichtlich im April 2020 wieder bezugsfertig.

Weitere Instandhaltungsarbeiten
Mit unserem Investitionsplan sichern wir jährlich die Wohnqualität in unseren Bestandshäusern. Dazu gehören auch kleinere Maßnahmen in den verschiedenen Wohnanlagen:

Neue Fahrradstellplätze: Eilbeker Weg 20 – 28, Wagnerstraße 126 – 130

Außenwand instand setzen, Lüfterabdeckungen, erneuern der Geländer und Beleuchtung für die Tiefgarage: Uwestraße 9 – 17

Treppenhäuser instand setzen: Wildacker 2 + 4

Balkone instand setzen: Rotbergfeld 40 – 48

Stadt? Land? Rahlstedt!

– Neubau-Projekt Frühjahr 2019 abgeschlossen –

Die Wohnanlage wurde planmäßig fertiggestellt und alle 94 Wohnungen von unseren Mitgliedern bezogen.

IM ÜBERBLICK: SIEKER LANDSTRASSE

  • 94 Wohnungen mit 2, 2 1/2 oder 3 Zimmern (ca. 50 bis 80 m²), davon 47 Wohnungen gefördert im 1. Förderweg
  • Grundnutzungsgebühren:
    • öffentl. gefördert: 6,30 Euro/m² netto-kalt
    • freifinanziert: 9 Euro/m² netto-kalt
  • hochwertige Ausstattung
  • jede Wohnung mit Balkon, Terrasse mit Gartenanteil oder Dachterrasse
  • alle Wohnungen sind barrierearm und per Aufzug erreichbar
  • Tiefgarage mit 48 Stellplätzen
  • Abstellflächen im Keller für Kinderwagen und für bis zu 280 Fahrräder
  • Schlüsselloses Zugangssystem im Allgemeinbereich
  • Vielseitige Kinderspielflächen

Fotos der Wohnanlage im Herbst 2019:

 

Wohnanlage im Frühjahr 2019, Einzug der Mieter:

Leider keine Treffen

Wegen der Corona-Pandemie sind unser Gemeinschaftssaal und die Nachbarschaftstreffs in Eidelstedt und Rahlstedt für Mitglieder geschlossen. Die wöchentlichen Veranstaltungen – ob von Sport- oder Spielgruppen – können auch weiterhin leider nicht stattfinden.

Die Seniorinnen-Gruppe freut sich auf ein Wiedersehen. Wir drücken die Daumen, dass der Saal bald wieder genutzt werden darf, etwa für ein White Dinner. Foto: WGW

Versammlung „light“

Fotos: Hermann Jansen

Mit einer Vertreterversammlung „light“ schlossen wir am 9. November 2020 im Lindner Park-Hotel Hagenbeck unser Geschäftsjahr 2019 ab. „Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, haben wir ausnahmsweise einen Saal außerhalb unseres Geschäftsgebäudes gebucht“, erklärt Christine Stehr, „und auf längere Vorträge und Ähnliches verzichtet.“ Außerdem konnten die neu gewählten Vertreter, die nach der Ordentlichen Vertreterversammlung ihr Amt antreten, leider nicht mit eingeladen werden.

Im Wesentlichen beschäftigten sich die Vertreter mit dem Prüfungsbericht, wählten einzelne Aufsichtsratsmitglieder und bescheinigten Vorstand und Aufsichtsrat ihr Vertrauen mit der Bestätigung, der bereits schriftlich erteilten Entlastung. Auch wenn alles geklappt hat, hoffen alle, dass die nächste Vertreterversammlung wieder im Gemeinschaftssaal stattfinden kann. „Dabei geht es nicht nur um gesetzliche Formalitäten. Uns geht es auch um den persönlichen Kontakt“, sagt Vorstandsvorsitzende
Christine Stehr.

Rückblick: Zum ersten Mal in unserer 110-jährigen Genossenschaftsgeschichte baten wir unsere Vertreter Ende Mai, schriftlich abzustimmen. Eine gesetzliche Ausnahmeregelung machte es möglich. „Und es lief hervorragend“, freut sich  Vorstandsvorsitzende Christine Stehr über den großen Rücklauf. „Wir hatten eine fast 100-prozentige Beteiligung.“ Die dringendsten Beschlüsse wie die Feststellung des Jahresabschlusses, Einstellung in die Ergebnisrücklagen zum 31. Dezember 2019, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Verwendung des Bilanzgewinnes konnten so zeitnah gefasst werden.

Naturnaher Garten: Geschafft!

Es ist Zeit, Gassi zu gehen. Nachbarin Rosemarie Albrecht schnappt Hund und Leine, tritt vor die Tür und ist überrascht. Nahezu das ganze WGW-Team ist auf den Beinen. „Da wohnt man direkt gegenüber und weiß trotzdem nicht, was los ist“, sagt sie lachend. Britta Elfers und Kirsten Leisner klären sie auf: „Aus der Rasenfläche machen wir einen naturnahen Garten.“

Eine gelungene Idee, findet unser Mitglied − gut für Hummel, Igel, Zaunkönig und alles andere, was kreucht und fleucht. Dafür haben die Mitarbeiter für einen Tag Computer, Telefon und Kuli gegen Spaten, Stichsäge und Pinsel getauscht. Gemeinsam legen sie sich ins Zeug, um das zu tun, was ihre Profession und Leidenschaft ist: für ein schönes und sicheres Zuhause zu sorgen – nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere.

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Hochkonzentriert holt Wolfgang Schneidereit weit aus und lässt den schweren Hammer auf die Metallhalterung krachen. Vorsichtig hält Dirk Lübke die Info-Tafel auf dem Holzpflock, Andreas Rupschuß schraubt die Tafel für die „Station Nisthilfe“ fest. Dann zieht das Trio weiter, um die nächste Halterung für die Wildblumenwiese im Boden zu verankern.

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Gesagt, getan. Innerhalb der nächsten Stunde haben zwei Teams rund um die Geschäftsstelle sechs Schilder installiert und damit einen Erklär-Pfad geschaffen, der auflöst, worüber manche Passanten schon geraume Zeit rätseln. Warum liegen auf der Wiese links neben dem Haupteingang ein Steinhaufen und weiter hinten kleingesägte Baumstämme? Ohne Corona-Virus wäre dieses Rätsel längst gelöst. „Eigentlich wollten wir schon im Frühjahr den Garten umgestalten“, erklärt Fiona Fuhrmann. Sie engagiert sich zusammen mit anderen interessierten Kollegen in der Umweltgruppe und leitet das Projekt „naturnaher Garten“. „Zum Schutz aller Mitarbeiter haben wir aber neu geplant und die Aktion aufgeteilt.

Startschuss war im April. Auf der Südseite des Gebäudes wurde eine Wildblumenwiese angelegt, im Westen eine Hummelburg – der kleine Steinhügel. Weiter hinten zum Hortensienweg pflanzte die Umweltgruppe heimische Stauden und Kräuter und schichtete Totholz auf, das seitdem Käfern und anderem Krabbeltieren einen Brutplatz und ein Versteck bietet. „Jetzt sind die weiteren Stationen dran“, sagt Fuhrmann: eine Nisthilfe für Wildbienen, eine Benjeshecke, Vogelhäuser und ein Igelhaus – alles, um den Garten zu einem Paradies für Insekten und Kleintiere zu machen.

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Markus Krause steht vor einer mannshohen Holzkonstruktion und schaut auf den Lehm, den Sven Christiansen zusammenrührt. Seit gut zwei Stunden sind sie beschäftigt. Haben in wechselnder Besetzung mit weiteren Hauswarten und unserer Auszubildenden zwei tiefe Löcher gegraben, massige Betonklötze versenkt und das „Appartementhaus“ für Wildbienen aufgestellt. Die künftigen Bewohner, die Wildbienen, ziehen erst im Frühjahr ein. Bis dahin findet aber sicher der ein oder andere Krabbler dort sein Winterversteck. Vorher feiern wir schon mal Richtfest.

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Es ist fast Mittag. Stefan Freigang steht oben im alten Ahorn-Baum hinten im Garten und befestigt ein Vogelhaus für Stare. Ewa
Krafft hat sich die kleinere Variante für Zaunkönige geschnappt und hängt sie auf einen der Holzpflöcke, welche die frisch gefüllte
Benjeshecke markieren. Zurechtgestutzt wird der Gehölzschnitt von Susanne Paasch, Stefanie Mohn und Matthias Demuth. Luft nach oben gibt es noch − für weitere Äste von Hecken und Bäumen.

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Was fehlt? Das Igel-Häuschen, es soll ins Efeu neben die Hecke. Gerade wird es lasiert
und muss trocknen.

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Trotzdem weckt der neue Garten bereits neugierige Blicke. Fast jeder, der vorbeikommt, bleibt stehen, liest, staunt. Auch Carmen und Alf Rehbock (Foto unten). Eigentlich wollten die Marienthaler nur schnell einen Brief abgeben. Dann bleiben sie doch einen Tick länger und lesen sich eine neue Infotafel durch. Beide gehören zu den „Glücklichen, die selbst einen kleinen Garten haben“ und Insekten auch ein Zuhause geben. Daher findet Alf Rehbock: „Es ist toll geworden.“

Fotos: Hermann Jansen

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Nachmachen erwünscht
– nabu.de Tipps für naturnahe Gärten und Balkone sowie für den Bau von Nisthilfen und Vogelhäusern

– aktion-hummelschutz.de, native-plants.de Anleitung für Hummelkästen

– selbermachen.de Schritt für Schritt ein Igelhaus bauen

– bienenretter.de, wildbiene.org Allgemeine Infos zu Wildbienen