Historische Fotos gesucht!

Wussten Sie, dass fünf Gästewohnungen in der Gartenstadt Wandsbek einmal Läden waren? Vom Gemüsehöker bis zum Schuhmacher gab es alles für den täglichen Bedarf: Bäcker Breier, Milchladen Paulsen, Schlachter Hiltmann, das Kurzwaren- und Bekleidungsgeschäft Hoffmann. Manche Gartenstädter erinnern sich noch gut daran, wie sie als Kind mit einer Milchkanne in der Hand zum Milchladen schlenderten. Dort gab es auch Butter aus dem Fass, Käse und Mettwurst. Fast alle Geschäfte befanden sich an der Kreuzung Tilsiter Straße Ecke Gartenstadtweg.

Wir suchen Fotos aus der Zeit, als die Gartenstädter noch Geschäfte ganz in ihrer Nähe hatten und selbst Obst und Gemüse angebaut haben: Bilder der ehemaligen Geschäfte von innen und außen, Fotos vom Anbau in den Gärten und vom Leben damals. Haben Sie solche alten Schätze in Schwarz-Weiß? Melden Sie sich gern im Mitgliederservice, Tel. 040 696959-51, oder mailen an christine.watz@gartenstadt-wandsbek.de.

Gartenstadtweg 57: Früher ein Schuhmacherladen, heute eine Gästewohnung der WGW. Schuhmacher Brandt war das letzte Geschäft (links), das den Betrieb eingestellt hat. Um die Ecke verkaufte Milchmann Paulsen Milch, Käse, Butter und etwas Wurst.

Freunde fürs Lesen

Wöchentlich eine Stunde Zeit. Ein Kind. Ein Buch. Mehr braucht es nicht, um mühsames Buchstabieren in Leselust zu verwandeln. Das schaffen Mitglieder der WGW, die sich ehrenamtlich engagieren und in ihrer Freizeit Lese-Mentoren für Schulkinder sind.

Gemütlich in eine Decke gekuschelt und mit einem Buch in der Hand Gespenster jagen oder mit wilden Kerlen bolzen. Das kann lustiger sein als jedes TikTok – wenn man lesen kann. Rund ein Viertel der Viertklässler kann das jedoch nur rudimentär. „Dabei ist Lesen die Grundlage für alles“, sagt WGW-Mitglied Corinna Pleis. „Wer nicht versteht, was er liest, wird auch Textaufgaben in Mathe nicht lösen können.“ So beginnt eine Abwärtsspirale mit Folgen fürs ganze Leben. Aber das lässt sich durchbrechen. Dafür braucht es etwas Zeit, Geduld, Einfühlungsvermögen „und einen Draht zu Kindern“, ergänzt Antje Scharpff von Mentor e.V. Hamburg. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt der Verein Hamburger Schülerinnen und Schüler beim Lesenlernen. Mit beeindruckendem Erfolg: Mehr als 90 Prozent verbessern ihr Verständnis für Texte – und das ganz ohne Büffeln.

„Mit Schulunterricht oder Nachhilfe hat das nichts zu tun“, erzählt WGW-Mitglied Roland Schon. Er startete im vergangenen Schuljahr als ehrenamtlicher Leselernhelfer. Einmal pro Woche treffen die Engagierten „ihr“ Lesekind in der Schule – aber nicht nur zum Lesen. So hat Roland Schon auch mal Tischtennisschläger im Gepäck. „Für den Start“, erklärt er. „Das sorgt für gute Laune, macht den Kopf frei und stärkt die Konzentration.“ Corinna Pleis und ihre Leseschülerin erzählten sich zuerst, was sie beschäftigte. „Oder wir spielten Memory“, ein selbst gebasteltes. Bei ihrer Ausgabe drehte sich alles um Artikel – der, die, das. „Das wollte sie ständig spielen.“ Beide Mentoren erfüllen solche Wünsche gern. Denn so erweitern die Kinder ihren Wortschatz. Es verbessert die Lesekompetenz und sorgt für Abwechslung.

Rund 40 mal treffen sich die Lesetandems im Jahr. „Aber nur, wenn beide das möchten“, sagt Roland Schon. Das gilt ausdrücklich auch für die Kinder. Sie dürfen jederzeit abspringen – selbst mitten im Schuljahr. Das kommt allerdings kaum vor. „Die Kinder genießen es, dass sich jemand eine Stunde lang nur mit ihnen beschäftigt“, haben beide Mentoren festgestellt. Die Methoden sind da noch das i-Tüpfelchen und die Ehrenamtlichen können aus dem Vollen schöpfen. „Der Verein bietet kostenlose Fortbildungen an“, erzählen Corinna Pleis und Roland Schon. „Außerdem gibt es regelmäßig Treffen mit anderen Mentoren und den Koordinatoren.“

Corinna Pleis‘ Tandem hat sich vor den großen Ferien aufgelöst. „Die Schülerin ist auf die weiterführende Schule gewechselt und hat sich toll entwickelt.“ Roland Schon darf sein Lesejungen weiterhin begleiten. „Als wir das erfuhren, ist er mir vor Freude in die Arme gefallen.“ Dabei hat der Zwölfjährige schon enorme Fortschritte gemacht: „Anfangs ist er mit dem Finger jeden Buchstaben abgefahren. Inzwischen liest er relativ flüssig.“ Trotzdem: „Ich denke, wir können beide noch voneinander lernen.“

Mitmachen: Werden Sie Lese-Mentor!
Mehr als 1.000 Lesetandems gibt es derzeit in Hamburg. Trotzdem warten in allen Stadtteilen viele Kinder auf eine Lesementorin oder einen Lesementor. Mentor e. V. arbeitet mit 132 Schulen zusammen und vermittelt die Ehrenamtlichen möglichst wohnortnah. Pädagogische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – wichtiger sind Verlässlichkeit, Geduld und Freude am Umgang mit Kindern. Infos: mentor-hamburg.de

Flohmarkt auch im Jahr 2027

Vom Plakat zur Idee, eine gute Organisation, ein Supererfolg – Mitte Juni gab’s erstmals einen Flohmarkt in der Gartenstadt-Siedlung. Schnell stand fest: Unser Flohmarkt in über 100 Gärten und Vorgärten wird nächsten Jahr wiederholt.

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. So ähnliche Gedanken gingen Anja Steffen durch den Kopf, als ihr am U-Bahnhof ein Plakat ins Auge fiel. Beworben wurde der Flohmarkt der Gärten“ in Langenhorn. „Ich war da noch nie“, erzählt sie lachend, „aber dachte mir: Das könnten wir doch auch machen.“ Eine ansteckende Idee. Mit Sabine Sielck, Susanne Schneidereit, Nina Meihöfer, Sabine Kirjakov und Susanne Siems-Bokowski bildete sich ein Organisationsteam.

Fast genauso schnell meldeten sich WGW-Mitglieder, Nachbarn, die mitmachen wollten. Darunter auch viele, die keinen Garten hatten. „Hier hat uns die Genossenschaft sehr geholfen“, freut sich Anja Steffen. „Sie gab den Parkplatz der Geschäftsstelle für Stände frei.“Und nicht nur in diesem Punkt sorgte die WGW für einen erfolgreichen Flohmarkt. Sie öffnete die Toiletten für alle – ein Luxus, wie fleißige Schnäppchenjäger wissen – und unterstützte das Orga-Team bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ergebnis: Schon bevor die Stände aufgebaut waren und die Gärten ihre Pforten öffneten, spazierten die ersten Besucher durch die Siedlung. Ein kluger Schachzug, nicht nur um die besten Schnäppchen zu ergattern. Um die etwa 120 Gärten zu besuchen, brauchte es Zeit. Wer sie sich nahm, wurde doppelt belohnt. „Das ist so entspannt hier“, schwärmte Martina May aus Elmshorn, „so einen tollen Flohmarkt habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“ Toll fanden es auch Emilia und Jonas, selbst wenn sie zwischendurch aufgeregt waren. Aber dafür hatten sie ja den schönsten Grund. „Mit dem Geld wollen wir in den Hansa-Park fahren“, erklärten sie. Eigens dafür hatten sie mit ihren Mamas, den kaufmännischen Sachbearbeiterinnen Kristina Fabian und Miriam Hartwig ihre Spielsachen und Kinderbücher aussortiert. „Den Rest stocken wir natürlich auf“, verrieten die WGW-Mitarbeiterinnen augenzwinkernd. „Wir haben 29,20 Euro“, zeigte Jonas morgens stolz die Kinderkasse.

Andere Stände, andere Gründe: Ursula Heimann und Horst Klann hatten sich vorgenommen, ihre Gemäldesammlung zu reduzieren, „um Platz für neue zu schaffen“. Rieke und Lene wollten ihre Reisekasse für die Fahrt zur Cheerleader-EM in Portugal füllen. Sarah Steffen hatte mit Mann und Schwiegerpapa ein kleines Café im Garten aufgemacht und sammelte für das Cafée mit Herz auf St. Pauli. Ursula und Jens Kovar wollten schlicht ein paar schöne Dinge loswerden, die sie selbst nicht mehr brauchten. „Und außerdem macht das hier richtig Spaß, weil man so viele Nachbarn trifft.“ Liebe Nachbarn waren es auch, die die kleine Margo zur wohl glücklichsten Schnäppchenjägerin des Tages machten. „Ich liebe Barbie“, erklärte die Fünfjährige. Wie man in Papas Armen sehen konnte, hatte sie sich einen großen Wunsch erfüllt: Vom Taschengeld kaufte sie sich einen pinkfarbenen Camper.

Vertreterversammlung 2026

Eindrücke von der Vertreterversammlung, die am 1. Juni 2026 im Gemeinschaftssaal der WGW stattfand. Einen Artikel zur Versammlung veröffentlichen wir in der Herbstausgabe des Mitglidermagazins „bei uns“.

Ordentliche Vertreterversammlung 2026
Fotos: Hermann Jansen
Mitglieder des Aufsichtsrates (v.li.): Niels Bossow, Carmen Rehbock, Matthias Münster, Heiko Glawe, Lena Schneidereit, Uwe Lohmann, Jens Donath und René Alfeis. Nicht im Bild: Aufsichtsrätin Iris Gronau.
Foto: Hermann Jansen

Dolce Vita im Februar

Ein Wintertag im Februar 2026, vier Stationen, viele Gespräche: Die Vertreterausfahrt der WGW führte quer durch Wandsbek – zu zwei Wohnanlagen im Wandel, ins Maler- und Lackiermuseum nach Billwerder und schließlich zum Italiener. Eindrücke von der Tour …

Handeln statt hadern

Von steigenden Baukosten, Materialengpässen bis zu internationalen Konflikten – Gründe für Sorgenfalten gibt es genug. Bei der Vertreterversammlung im Juni 2026 jedoch ging es um den positiven Blick nach vorn.

Schon zu Beginn stellte Vorstandsvorsitzende Christine Stehr klar: „Die ewigen Negativschlagzeilen und der Krisenmodus machen müde und kosten Kraft, die wir an anderer Stelle dringend benötigen – nämlich um die Aufgaben unserer Zeit anzugehen.“ Dazu gehört vorrangig der Klimaschutz. Dass Hamburg nach dem Volksentscheid das Klimaziel auf 2040 vorgezogen hat, macht die Sache schwerer, bringt die Genossenschaft aber nicht aus dem Konzept. Seit Jahren verfolgt die WGW konsequent ihren Klimapfad und achtet dabei darauf, dass auch die Miete bezahlbar bleibt. „Unsere durchschnittliche Modernisierungsrate liegt dauerhaft über zwei Prozent und entspricht den Empfehlungen der Hamburger Machbarkeitsstudie“, sagt Christine Stehr.

Weiter den Kurs halten
Zwei Großprojekte zeigen, wie das in der Praxis aussieht. In Eidelstedt hat die WGW bereits rund 150 Wohnungen im Wildacker auf den neuesten energetischen Stand gebracht. Die Arbeiten an weiteren Gebäuden mit 32 Wohnungen laufen. In der Wohnanlage in der Bengelsdorfstraße mit 81 Wohnungen gibt es ein Rundum-Paket. Zusätzlich zur umfassenden energetischen Modernisierung werden die Bäder erneuert, ebenso wie die Versorgungsstränge. Das ist mit Hilfe von Fördergeld möglich. Außerdem wird der Aufzug ausgebaut und künftig bis ins Erdgeschoss fahren: Weniger Barrieren und ein langgehegter Wunsch vieler Mitglieder. Zum Klimapfad der Genossenschaft gehören energetische Vollmodernisierungen aber auch viele Einzelmaßnahmen: Fassaden werden teilgedämmt, Fenster Fenster ausgetauscht und Heizsysteme verbessert oder erneuert. Je nach Standort und Möglichkeiten setzt die WGW auf Wärmepumpen oder Fernwärme, ergänzt durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern, dort, wo es möglich ist. Christine Stehr: „Damit sind die CO2-Emissionen auf einem stetigen Abwärtstrend, ebenso die Energie- und die Emissionskosten.“

Neubau im Wiesenredder
Die Genossenschaft hält an den Neubauplänen in Rahlstedt fest – „eine anspruchsvolle Aufgabe nach vielfältigen Abstimmungen mit Behörden“, sagt Christine Stehr und hatte gute Nachrichten: Das Neubauvorhaben mit 114 Wohnungen im Wiesenredder rückt näher. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist erfolgreich abgeschlossen, eine Umplanung nicht erforderlich und der Bauantrag in Sichtweite.

Aber es gibt noch mehr Positives: „In einem viel kleineren Format, aber mit nicht weniger Herzblut, bringen wir zugleich unsere Gartenstadt-Siedlung voran.“ Dort liegt der Schwerpunkt auf einer behutsamen Modernisierung. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Einblasdämmung. Sie reduzierte Wärmeverluste, schafft eine klimafreundliche Wärmeversorgung und hilft, den Charakter der Siedlung zu bewahren. Dort, wo die Bausubstanz in der Gartenstadt nicht mehr modernisiert werden kann, setzt man auf stilähnliche Ersatzbauten, die sich gut ins Gesamtbild einfügen. Erste Pläne für zwei Doppelhäuser und weitere Wohneinheiten am Rand der Gartenstadt wurden bereits vorgestellt. „Wenn man einen besonderen Wert erhalten möchte, bedarf es der Erneuerung“, ist Christine Stehr sicher und bedankte sich zugleich für das große Interesse und den wertvollen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der umliegenden Wahlbezirke.

Dank der soliden wirtschaftlichen Grundlage ist die Umsetzung aller Projekte auch möglich. „Der Jahresabschluss weist wieder ein sehr gutes Ergebnis aus und das bei weiterhin sehr moderaten Mieten“, sagt die Vorstandsvorsitzende.

Zeichen setzen
Allerdings ist Geld nicht alles. Das beste Beispiel dafür ist die neue „Sünnenklock“ in der Bengelsdorfstraße. Ein Azubi-Projekt, bei dem junge Menschen „über sich hinauswachsen konnten und das bei Weitem nicht nur den Nachwuchs begeistert hat“, freut sich Christine Stehr. Denn es ist ein über alle Dächer sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Zusammenhalt – und ein modernes Sinnbild für den Genossenschaftsgedanken: Mit Tatkraft und Gestaltungswillen lässt sich auch in schwierigen Zeiten viel bewegen.

Wiedergewählt: Niels Bossow (v. li.), Vorsitzender des Aufsichtsrates, sein Stellvertreter René Alfeis und Heiko Glawe (Schriftführer) wurden in der anschließenden konstituierenden Sitzung für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Fotos: Hermann Jansen

Auf gartenstadt-wandsbek.de gibt’s den Jahres- und Geschäftsbericht 2025 online. Die Printversion bitte bei Nicole Gebecke anfragen: 040 696959-11.

Treffen für Nachbarn 60+

Der Kaffeenachmittag im Gemeinschaftssaal ist zurück – neu gedacht und mit frischem Namen: Gartenstadt-Treff 60+. Nach der Pause im vergangenen Jahr gibt es damit wieder einen festen Termin für Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten.

Möglich macht das Petra Rau. Die 65-Jährige ist erst seit kurzem im Ruhestand – und hatte schnell das Gefühl, dass ihr da noch etwas fehlt. „Nur zu Hause sitzen, das ist nichts für mich. Ich möchte aktiv bleiben und weiterhin mit Menschen zu tun haben“, sagt sie. Deshalb engagiert sie sich als Ehrenamtliche beim Seniorenbüro Hamburg. Beste Voraussetzungen bringt sie mit. Als Sozialpädagogin war sie über 30 Jahre bei der Alsterdorfer Stiftung tätig, hat ein Beratungsprojekt für Seniorinnen und Senioren geleitet und einen Treff in Hinschenfelde koordiniert. Ihr Ansatz: „Ich möchte Nachbarschaften stärken, Menschen miteinander ins Gespräch bringen und Ideen anstoßen.“

Und Ideen hat sie viele. Ob Vorlesen, leichte Bewegung, gemeinsames Tanzen – vielleicht sogar Salsa oder Merengue: Vieles ist denkbar. Gleichzeitig ist ihr wichtig, dass der Treff kein fertiges Programm „von oben“ bekommt. „Am schönsten ist es doch, wenn die Gruppe selbst gestaltet. Da steckt oft mehr drin, als man denkt.“ Unterstützt wird Petra Rau von ihrer Freundin Petra Gleiß, die ebenfalls aus dem sozialen Bereich kommt und bei Bedarf einspringt.

Der Auftakt ist ein offenes Kennenlernen am 17. Juni von 14 bis 16 Uhr im Gemeinschaftssaal der WGW-Geschäftsstelle. Dort wird dann gesammelt, ausprobiert und geplant. Die regelmäßigen Treffen starten am 1. Juli 2026 – zweimal im Monat. Interessierte Mitglieder und Nachbarn sind herzlich eingeladen.

Leiten ab 17. Juni den Gartenstadt-Treff 60 + für junggebliebene Seniorinnen und Senioren: Petra Rau (re.) und ihre Vertretung Petra Gleiß. Interessierte sind herzlich willkommen. Foto Hermann Jansen

Was ist los in den Nachbarschaftstreffs?

Gemeinschaftssaal Wandsbek

  • Gartenstadt-Treff 60+: jeden ersten und dritten Mittwoch, 14 – 16 Uhr
    Neuer Termin: Kennenlernen am 17. Juni, 14 – 16 Uhr, regelmäßige Treffen ab 1. Juli 2026
  • Offenes Nachbarschaftstreffen: jeden dritten Montag im Monat, 17 – 19 Uhr
  • Schachgruppe für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren (in Begleitung): jeden zweiten Mittwoch im Monat, 17 – 20 Uhr
  • Yoga: jeden ersten, dritten und vierten Mittwoch im Monat, 19 – 21 Uhr
  • Lindy-Hop-Tanzgruppe: jeden Dienstag, 18 – 20 Uhr
  • Voraussichtlich ab September 2026:
    Strick-/Häkel- und Nähgruppe: jeden ersten Montag im Monat, 18 – 20 Uhr

    Nachbarschaftstreff Eidelstedt, Wildacker 47
  • Basteln, Stricken und Häkeln: jeden ersten Montag im Monat, 18 – 20 Uhr
  • Kartenspielrunde: jeden dritten Mittwoch und jeden vierten Dienstag im Monat, 15 – 19 Uhr
  • Spielrunde Brettspiel TAC: jeden zweiten Sonntag im Monat, 12 – 18 Uhr

    Nachbarschaftstreff Rahlstedt, Saseler Straße 134 C
  • Kaffeeklatsch, Plaudern und Spielen: jeden dritten Donnerstag im Monat, 15 – 18 Uhr

Neubau für den Mäusebussard

Auf dem Gelände des ehemaligen Freibades Rahlstedt sollen künftig Neubauten entstehen. Dort, wo die Gebäude geplant sind befindet sich ein Horst von Mäusebussarden in einem Baum. Anfang März wurde Ersatz geschaffen, damit die Greifvögel bleiben können und nach dem Bau wiederkommen. Der Naturwissenschaftler und Vogelkundler Jens Hartmann war bei der Aktion dabei.

Was gefällt Mäusebussarden in der Stadt? Die Greifvögel sind doch Landbewohner.
Jens Hartmann: „Das stimmt eigentlich. Aber viele Vögel kommen immer weiter in die Städte, da sie dort weniger Feinde und Nahrungskonkurrenz haben. Lange Zeit war der Bruterfolg von Mäusebussarden nicht gut, da sie von Menschen stark bejagt und getötet wurden. Jetzt erholen sich die Bestände und die Greifvögel nutzen die Stadt als Ausweichquartier. Dafür mussten sich Mäusebussarde umstellen und ihre Scheu überwinden. Lärm ist nicht so problematisch, aber Unruhe, das Kommen und Gehen vom Menschen. Der extremste Brutplatz, den ich kenne, war an einer U-Bahn-Haltestelle, direkt neben den Gleisen.“

Welche Feinde haben sie und wie groß ist die Population in Hamburg?
Hartmann: „Feinde sind vor allem Habicht, Uhu und der Mensch. Die letzte Rote Liste stammt von 2018 mit dem Bestand des Jahres 2016. Damals waren es 460 Brutpaare, Tendenz zunehmend. Aktuell gibt es wohl schon etwa 500 im gesamten Stadtgebiet.“

Fressen Mäusebussarde nur Mäuse?
Hartmann: „Sie fressen überwiegend Feld- und Wühlmäuse. Maulwürfe, Kaninchen und Fallwild stehen ebenfalls auf dem Speiseplan.“

Wieso braucht man im Wiesenredder Ersatzhorste?
Hartmann: „Dort gibt es einen Horst zwischen den künftigen Neubauten, daher brauchen wir neue Brutplätze, um die Chance zu erhöhen, das ein Paar oder zwei wiederkommen. Mäusebussarde sind streng geschützt, daher haben wir nach Vorgabe der Stadt Hamburg drei Ersatzhorste angelegt, in acht Meter Höhe und mehr – mit freier An- und Abflugmöglichkeit.“

Wie muss so ein Horst aussehen, damit sich die Greifvögel wohlfühlen und ihn annehmen?
Hartmann: „Die Ersatz-Horste sind aus Weidengeflecht mit etwa 70 Zentimeter Durchmesser. Wir haben sie gut befestigt und Äste reingepackt. Das sieht für die Vögel so aus, als ob der Brutplatz schon von anderen angenommen wurde, also muss er gut sein. Das erhöht die Chance und ist ein Lockmittel fürs Brüten – auch für Waldohreulen und Kolkraben als Nachnutzer. Solche Horste werden oft jahrelang genutzt.“

Wann fangen die Mäusebussarde mit der Brut an?
Hartmann: „Meist ab dem dritten Lebensjahr. Die Brut beginnt zwischen Ende März und Mai, abhängig von der Witterung und vorhandenen Nahrung. Die Greifvögel brüten ungefähr sechs Wochen, je nach Größe des Geleges. Normal sind zwei bis drei Eier. Bei sechs Eiern dauert es natürlich länger. Nach weiteren etwa sieben Wochen sind die Jungen flügge. Vier Wochen bleiben sie noch im Horst, danach verlassen sie ihre Eltern.“

Haben Sie Tipps, wie soll man sich in ihrer Nähe verhalten?
Hartmann: „Die Jungvögel haben einen Bettelruf, der so klingt, als ginge es dem Tier schlecht. Aber das hört sich nur so an. Und generell gilt: Wenn man einen Greifvogel am Horst in der Natur bemerkt, ist es am besten den Bereich leise und langsam zu verlassen, um sie nicht zu stören. Die meisten Mäusebussarde kreisen nur und lenken so Feinde vom Horst und dem Nachwuchs ab.“

Neubau-Projekt Wiesenredder

  • Infos im Bebauungsplan Rahlstedt 135: B-Plan-Verfahren läuft
  • 114 WGW-Wohnungen mit öffentlicher Förderung, 66 Eigentumswohnungen in zehn Gebäuden
  • Am Rand des Grundstücks: der Bach Stellau wird renaturiert; nördlich davon: Naturschutzflächen; neben dem Grundstück vorgesehen: Grünanlage mit Spielplatz

Geschäftsstelle wird klimaneutral

Auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität und dem Verringern von CO2-Emissionen gehen wir den nächsten Schritt: Die Geschäftsstelle unserer Genossenschaft soll klimaneutral werden.

Der Weg dahin muss nicht immer sichtbar sein. Im Gartenstadtweg 81 wird seit Monaten im Hintergrund gearbeitet. Die Beleuchtung wurde vollständig auf LED umgestellt. Und auf dem Dach produziert eine Photovoltaikanlage eigenen Strom. Am sichtbarsten war die Montage, denn die Solar-Module wurden per Kran aufs Dach transportiert.

Umweltwärme nutzen
Danach ging es wieder ins Verborgene. Genauer gesagt: in den Technikraum und in den hinteren Teil des Gartens. „Die Geschäftsstelle wird künftig über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt“, sagt Vorstandsmitglied Eduard Winschel. Dafür war einiges vorzubereiten: Erdarbeiten, neue Stromanbindung, neue Zähler, statische Prüfungen. Eigentlich sollte die Anlage schon früher in Betrieb gehen. Doch der unerwartet starke Wintereinbruch hat den Zeitplan verschoben. Aber nicht aufgehoben: Ab dem kommenden Winter gibt es Wärme – ganz emissionsfrei. Sobald die Wärmepumpe im Frühjahr angeschlossen ist, wird die Heizungsanlage zusätzlich per hydraulischem Abgleich auf Effizienz getrimmt, sodass sich die Wärme gleichmäßig verteilt.

Mit Strom unterwegs

Bei der WGW endet Klimaneutralität jedoch nicht an der Eingangstür. Auch für unterwegs wurde nachgelegt und die bisherigen Hybridfahrzeuge durch reine Stromer ersetzt. Heute ist das Team elektrisch. Geladen wird die Flotte direkt vor Ort mit Windstrom der Stadtwerke Rostock, der das Geschäftsgebäude versorgt. Eigens dafür wurden die Wallboxen erweitert und die Ladeinfrastruktur verstärkt.

Altes wärmedämmen
Es ist kein Zufall, dass das Gebäude heute kurz vor der Klimaneutralität steht. Die Grundlage hat die WGW mit dem Umbau2009 gelegt. Ursprünglich erbaut 1959, wurde bei dem Projekt nicht nur mehr Platz geschaffen. Im gleichen Zuge wurde der Anbau technisch auf den neuesten Stand gebracht. Dabei zeigt sich, dass selbst architektonische Besonderheiten wie das markante gläserne Atrium klimafreundlich integriert werden können. Die speziell beschichteten Scheiben halten Wärme im Gebäude, schützen vor Sonne und dämpfen den Straßenlärm. Zugleich sorgt die Beschichtung dafür, dass Vögel das Glas als Hindernis erkennen. Eine Eigenschaft, auf die die WGW besonderen Wert legte und damit neue Maßstäbe für den Vogelschutz in der Stadt setzte.

Vorstand Eduard Winschel: „In diesem Jahr fehlt jetzt nur noch ein Baustein. Der alte Teil des Gebäudes muss wärmegedämmt werden.“ Läuft alles nach Plan, wird auch dieses Projekt 2026 fertig. Dann hat die WGW ein klimaneutrales Haus, das jedes Mitglied auch privat nutzen kann: Denn der große Gemeinschaftssaal kann für Treffen von Nachbarn oder Feiern in der Familie gemietet werden.

Millimeterarbeit mit einem Gewicht von einer Tonne: Die schwere Wärmepumpe wurde Ende März per Kran an ihren Standort an der Nordseite der Geschäftsstelle gehoben. Fotos: WGW


„Zukunft nachhaltig gestalten“

Hallo, ich bin Marina Matic, Mutter von zwei kleinen Kindern und ich genieße es, gemeinsame Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Nach meiner Familienpause arbeite ich seit September 2025 im Betriebskosten- und Nachhaltigkeitsmanagement der WGW. Gestartet bin ich mit einer Ausbildung bei einer Wohnungsgenossenschaft, begleitet von einem immobilienwirtschaftlichen Studium. Danach ging es für mich zu einem großen Immobiliendienstleister in deren Marktforschung.

Ich freue ich mich, jetzt wieder in einer Genossenschaft angekommen zu sein, in der nachhaltiges Wirtschaften und Mitgliederorientierung zusammenkommen. Es ist schön, dass ich mit meinen Aufgaben zu bezahlbarem und klimafreundlichem Wohnen beitragen kann. Besonders die angenehme Atmosphäre und meine freundlichen Kollegen haben mir den Einstieg leicht gemacht.

Neu im WGW-Team: Marina Matic. Foto: Hermann Jansen