Wohngeld erhöht sich

Zum 1. Januar 2023 tritt die Reform des Wohngeldes in Kraft, das Wohngeld-Plus-Gesetz. Mehr Menschen mit geringem Einkommen, etwa zwei Millionen Haushalte, sind dann anspruchsberechtigt, da die Einkommensgrenzen angehoben werden. Zusätzlich wird das Wohngeld deutlich erhöht und enthält künftig eine dauerhafte Heizkostenpauschale, die von der Anzahl der Haushaltsmitglieder abhängt.

Wussten Sie, dass aktuell nur etwa die Hälfte der eigentlich Berechtigten in Deutschland einen Mietzuschuss durch Wohngeld in Anspruch nehmen? Scheuen Sie sich bitte nicht, diese finanzielle Hilfe zu beantragen, auf die Sie gesetzlich ein Recht haben. Und prüfen Sie, ob die Stadt Hamburg Ihnen und Ihrer Familie mit einem Wohnkostenzuschuss unter die Arme greifen kann.

Noch ein Tipp: Prüfen Sie noch dieses Jahr erneut Ihren Wohngeldanspruch, denn bis Ende Dezember 2022 wird sogar ein einmaliger Heizkostenzuschuss gezahlt. Dafür muss der Antrag vor dem 31. Dezember 2022 schriftlich bei Bezirksamt eingereicht werden.

Infos zum Wohngeld gibt es unter www.hamburg.de/wohngeld (siehe QR-Code unten). Dort finden Sie den Wohngeldrechner sowie den Antrag, den Sie noch im Dezember beim jeweiligen Bezirksamt einreichen können.

Lassen Sie sich helfen und nutzen Sie den Mietzuschuss, der Ihnen zusteht.

Der Nikolaus kommt

Vor unserer Geschäftsstelle veranstalten wir am 6. Dezember einen Weihnachtsmarkt. Von 16 bis 19 Uhr können Sie zu unserer Adventsaktion kommen und den kleinen Weihnachtsmarkt besuchen. Auch der Nikolaus kommt vorbei, zaubert ein wenig und bringt für die braven Kinder auch etwas mit.

Einige Mitglieder haben Verkaufsstände, bei dem es unter anderem Adventliches gibt, etwa Gestecke, Weihnachtskarten oder auch schon einen Kalender für 2023. An WGW-Ständen gibt es Süßes und Deftiges: Waffeln und Kuchen, Wiener und Grillwürste, und natürlich auch Punsch sowie Kinderpunsch. Kommen Sie doch bei uns vorbei!

Tschüss, Susanne

Bald hat sie Zeit für anderes. „Wie schön“, sagt Susanne Paasch aus dem Verwaltungssekretariat. Sie verabschiedet sich zum Ende 2022 – nach 14 Jahren – in den Dauerurlaub, ihre Rente. „Die Zeit bei der WGW war toll. Wir Kolleginnen und Kollegen haben zueinander gepasst, viel geschafft und hatten Spaß“, resümiert sie und freut sich, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und mit ihrem Ehemann im Wohnmobil zu verreisen. „Damit ich fit bleibe, wäre auch etwas Sport gut“, schmunzelt sie. Als Ehrenamt möchte Susanne Paasch bei der Obdachlosenhilfe einsteigen: „Das bewegt mich und der Bedarf an Hilfe ist groß.“

Offen, hilfsbereit, spontan und fröhlich – Susanne Paasch hinterlässt eine Lücke im WGW-Team. Foto: WGW

Die Nummer 2

Foto: WGW

Unser zweiter Lastenrad-Standort ist eröffnet. In Kooperation mit dem Anbieter sigo steht vorerst ein E-Bike an der neuen Station Ecke Lesserstraße/Pillauer Straße, direkt vor der Haspa und nahe der U-Bahn. Abteilungsleiter Matthias Demuth freut sich über den Zuwachs: „Mit jedem Standort von sigo wird das Versorgungsnetz enger.“ Wegen Lieferengpässen dauert es noch etwas, bis ein geplantes zweites E-Bike ergänzt wird. „Die Lastenräder sind eine gute Investition in die Zukunft und unterstützen die Mobilitätswende“, sagt Matthias Demuth.

Auf Wiedersehen!

Karl-Wilhelm Blohm und Ingo Tiedemann sind in diesem Jahr satzungsgemäß aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Zu ihren Ehren fand Ende August eine Verabschiedung im Restaurant Leuchtturm Harburg statt.

Merkwürdiges Gefühl, wenn das erste Mal eine Sitzung der WGW ohne einen stattfindet“, gibt Karl-Wilhelm Blohm zu. Verständlich: Mehr als 30 Jahre drehte sich in seiner Freizeit fast alles um die Genossenschaft. Zunächst engagierte sich der Bankkaufmann und Diplom-Verwaltungswirt als Vertreter, ab 2004 im Aufsichtsrat, war lange Vorsitzender des Prüfungsausschusses und zwischenzeitlich nebenamtliches Vorstandsmitglied. Zwei seiner Highlights: „Unsere Jubiläumsfeier. Das hat viel Spaß gemacht.“ Und als gebürtiger Harburger ist er begeistert von der Modernisierung der Wohnanlage in der Beerenhöhe: „Die ist sehr gut gelungen.“ Dem neuen Aufsichtsrat wünscht er einen langen Atem: „In der momentanen Situation ist es nicht leicht, Pläne umzusetzen.“

Ingo Tiedemann ist zuversichtlich: „Die Genossenschaft ist sehr gut aufgestellt. Wenn alle am gleichen Strang ziehen, werden sie es meistern.“ Sein Optimismus beruht auch auf reichlich Erfahrung. Bereits 1982 wurde der Gartenstädter Vertreter: „Ich wollte die Initiative ergreifen und für die Genossenschaft etwas bewegen.“ Das konnte der selbstständige Friseurmeister besonders ab 1992, als er in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Den Bau- und Wohnungsausschuss leitete er ab 2000 und resümiert: „Die WGW hat sich sehr positiv entwickelt. Ich freue mich, dass ich so lange daran mitarbeiten konnte.“

Foto: Hermann Jansen

Jetzt geht’s los

Nach sechs Monaten des Wartens auf die Baugenehmigung starten im vierten Quartal die ersten Arbeiten in Eidelstedt: Die Baustelle wird eingerichtet und Abbrucharbeiten beginnen im November, wenn nichts dazwischenkommt. Im Wildacker 47 wird dann unsere ehemalige Gewerbeeinheit umgebaut. Entstehen sollen ein neuer Nachbarschaftstreff, ein neues Service-Büro sowie erstmalig für Eidelstedt auch zwei Gästewohnungen.

„Wir rechnen mit sechs bis neun Monaten Bauzeit“, sagt Matthias Demuth, Abteilungsleiter Mieterservice. Wegen der gestiegenen Kosten bei Baupreisen gab es ein paar Änderungen beim Vorhaben. Statt einer Metallfassade wird die Fassade jetzt mit Farbe gestaltet. Demuth: „Wir haben an einigen Preis-Stellschrauben gedreht und es geschafft, die Qualität trotzdem zu erhalten.“

Noch sieht es alt und trist aus – die Gewerbe-Einheit im Wildacker 47. Foto: WGW
Aus dem ehemaligen Fitness-Studio wird unser neuer Nachbarschaftstreff mit Servicebüro. Außerdem entstehen zwei Gästewohnungen in Eidelstedt. Visualisierung: Architekturbüro Sawallich

Freude übers neue Zuhause

Treue „bei uns“-Leser wissen es: Vor etwa zwei Jahren starteten wir in der Meiendorfer Straße ein umfangreiches Modernisierungs- und Neubau-Projekt. Zunächst wurden die Bestandshäuser 58 A–D fit für eine energiesparende Zukunft gemacht und um acht Dachgeschoss-Wohnungen erweitert. Danach bauten wir auf dem Grundstück die Stellmoor-Terrassen. Neun Maisonette-Wohnungen im Reihenhausstil mit Blick auf das Naturschutzgebiet.

Ein außergewöhnliches Projekt im Stellmoorer Tunneltal – und das gehört gefeiert. In den vorigen zwei Jahren war das nicht möglich, was Vorstandsvorsitzende Christine Stehr sehr bedauerte: „Wir wissen, dass solche Projekte für die Bewohnerinnen und Bewohner strapaziös sind. Mit dem Fest wollen wir ihnen für ihre Geduld danken, ebenso allen am Bau Beteiligten für die geleistete Arbeit Danke sagen und zugleich unsere Neuen willkommen heißen.“

Damit waren nicht nur die neuen Nachbarinnen und Nachbarn gemeint, sondern ebenso die neuen Vertreterinnen und Vertreter. Denn pandemiebedingt war auch die jährliche Ausfahrt zweimal ausgefallen. Beim Sommerfest hatten alle Gelegenheit, sich näher kennenzulernen. Wie wichtig das ist, beschrieb Helmut Weidner: „Ich bin seit über 30 Jahren Vertreter und viele Kontakte sind in dieser Zeit gewachsen, die in dieser Funktion wichtig sind.“ Kollegin Stefanie Bieberitz stimmte ihm zu: „Es ist wertvoll, wenn man sich so ungezwungen austauschen kann. Nur so erfährt man, wie es in den anderen Wohnanlagen läuft.“

Wobei an diesem Tag die modernisierten Häuser und die Stellmoor-Terrassen im Mittelpunkt standen. Zwei der neuen Wohnungen konnten besichtigt werden. Diese Chance nutzten viele. Während also die einen staunten, waren die anderen „richtig happy“. „Wir können es immer noch nicht glauben, dass wir bald einziehen“, sagten Sandra Zander und Christian Puchert enthusiastisch. Im Frühjahr erhielt die Stuttgarterin eine Job-Zusage in Hamburg. „Wir waren schon darauf eingestellt, ewig nach einer Wohnung zu suchen“, so die 33-Jährige. „Vor allem, weil ich lieber in der Stadt leben möchte und mein Mann auf dem Land.“ Durch Zufall erfuhren sie vom WGW-Neubau. „Der Stadtteil Rahlstedt ist die perfekte Mischung und die Wohnung ein Traum!“ So sehen es auch Johanna und Martin Eggert. Von Eilbek wollten sie ebenso wenig aufs Dorf ziehen, aber etwas mehr ins Grüne. „Unsere Tochter hat die Kita in der Nähe, später gute Schulen und anstatt Autos bald Pferde vor der Tür.“ Dem leidenschaftlichen Marathon-Paar bieten sich zudem optimale Bedingungen: „Unser Training können wir bald von zu Hause aus starten.“ Da passte auch der Song perfekt, den Sänger und Überraschungsgast Joshua Fielder von der HipHop-Academy mitgebracht hatte: „New life“.

Fotos: Hermann Jansen

Jubiläen in Ohlsdorf

Zum 60. Jahrestag der Wohnanlage Rübenkamp 307-309 und zum 70. Jahrestag der Büringstwiete 1-5 haben wir an der Straßenecke einen großen Stromkasten verschönern lassen. Der Künstler Vincent Schulze hat mit einer Mohn- und Kornblumenwiese Graffiti-Kunst auf den Kasten gesprüht.

Solche Wildblumenwiesen kann man seit 2022 auch in vielen WGW-Grünanlagen live sehen. Das Vorbild für das Graffiti in Ohlsdorf findet man im NABU-Naturgarten, nahe U-Bahnhof Lattenkamp. Dort gibt es im Sommer bunte Wildblumenwiesen und regelmäßig Tage der offenen Gartenpforte, bei denen sich Interessierte übers naturnahe Gärtnern informieren können.

Stromkasten Ecke Rübenkamp/Büringstwiete: Vincent Schulze beim Sprayen. Foto: WGW
Auch vor der Geschäftsstelle in Wandsbek wurde aus einem unansehnlichen Stromkasten bereits ein Hingucker.
Foto: Hermann Jansen

Lichtkunst in der Gartenstadt

Leuchtende Kinderaugen und bezaubernde Laternen mit funkelndem Licht, so weit das Auge reicht – das lieben wir beim Laternenumzug. Auch diesmal kamen viele Mitglieder am 1. November, als es nach dem Aufwärmen mit Punsch und Würstchen gegen 19 Uhr im Dunkeln losging. Begleitet vom Spielmannszug Marching Drums & Flutes Orchestra aus Hamburg liefen Kinder und Erwachsene singend und summend durch die Gartenstadtsiedlung. Besonderes Highlight waren die selbstgebastelten Laternen der Kinder aus recyceltem Material, etwa kreativ gestalteten, halben Milchtüten oder Plastikflaschen.