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Flohmarkt auch im Jahr 2027

Vom Plakat zur Idee, eine gute Organisation, ein Supererfolg – Mitte Juni gab’s erstmals einen Flohmarkt in der Gartenstadt-Siedlung. Schnell stand fest: Unser Flohmarkt in über 100 Gärten und Vorgärten wird nächsten Jahr wiederholt.

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. So ähnliche Gedanken gingen Anja Steffen durch den Kopf, als ihr am U-Bahnhof ein Plakat ins Auge fiel. Beworben wurde der Flohmarkt der Gärten“ in Langenhorn. „Ich war da noch nie“, erzählt sie lachend, „aber dachte mir: Das könnten wir doch auch machen.“ Eine ansteckende Idee. Mit Sabine Sielck, Susanne Schneidereit, Nina Meihöfer, Sabine Kirjakov und Susanne Siems-Bokowski bildete sich ein Organisationsteam.

Fast genauso schnell meldeten sich WGW-Mitglieder, Nachbarn, die mitmachen wollten. Darunter auch viele, die keinen Garten hatten. „Hier hat uns die Genossenschaft sehr geholfen“, freut sich Anja Steffen. „Sie gab den Parkplatz der Geschäftsstelle für Stände frei.“Und nicht nur in diesem Punkt sorgte die WGW für einen erfolgreichen Flohmarkt. Sie öffnete die Toiletten für alle – ein Luxus, wie fleißige Schnäppchenjäger wissen – und unterstützte das Orga-Team bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ergebnis: Schon bevor die Stände aufgebaut waren und die Gärten ihre Pforten öffneten, spazierten die ersten Besucher durch die Siedlung. Ein kluger Schachzug, nicht nur um die besten Schnäppchen zu ergattern. Um die etwa 120 Gärten zu besuchen, brauchte es Zeit. Wer sie sich nahm, wurde doppelt belohnt. „Das ist so entspannt hier“, schwärmte Martina May aus Elmshorn, „so einen tollen Flohmarkt habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“ Toll fanden es auch Emilia und Jonas, selbst wenn sie zwischendurch aufgeregt waren. Aber dafür hatten sie ja den schönsten Grund. „Mit dem Geld wollen wir in den Hansa-Park fahren“, erklärten sie. Eigens dafür hatten sie mit ihren Mamas, den kaufmännischen Sachbearbeiterinnen Kristina Fabian und Miriam Hartwig ihre Spielsachen und Kinderbücher aussortiert. „Den Rest stocken wir natürlich auf“, verrieten die WGW-Mitarbeiterinnen augenzwinkernd. „Wir haben 29,20 Euro“, zeigte Jonas morgens stolz die Kinderkasse.

Andere Stände, andere Gründe: Ursula Heimann und Horst Klann hatten sich vorgenommen, ihre Gemäldesammlung zu reduzieren, „um Platz für neue zu schaffen“. Rieke und Lene wollten ihre Reisekasse für die Fahrt zur Cheerleader-EM in Portugal füllen. Sarah Steffen hatte mit Mann und Schwiegerpapa ein kleines Café im Garten aufgemacht und sammelte für das Cafée mit Herz auf St. Pauli. Ursula und Jens Kovar wollten schlicht ein paar schöne Dinge loswerden, die sie selbst nicht mehr brauchten. „Und außerdem macht das hier richtig Spaß, weil man so viele Nachbarn trifft.“ Liebe Nachbarn waren es auch, die die kleine Margo zur wohl glücklichsten Schnäppchenjägerin des Tages machten. „Ich liebe Barbie“, erklärte die Fünfjährige. Wie man in Papas Armen sehen konnte, hatte sie sich einen großen Wunsch erfüllt: Vom Taschengeld kaufte sie sich einen pinkfarbenen Camper.